Diskussion: Kommentare zu: Warum die Deutschen nicht klug werden

Oliver Stock, Chefredakteur Online

Liebe Leserinnen und Leser,

Wir freuen uns auf Ihren Kommentar. Gerne kritisch. Gerne auf den Punkt - von mir aus kurz und schmerzhaft. Auch Lob würden wir annehmen. Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem wirklichen Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie möchten wahrscheinlich auch wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten. Dafür steht die Handelsblatt-Online-Redaktion. Dafür stehe ich.

Ihr
Oliver Stock
Chefredakteur Handelsblatt Online

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  • 28.01.2012, 11:09 UhrAnonymer Benutzer: Kalle

    Die Deutschen werden langsam klug! Sehr langsam ziehen sie die Konsequenzen aus den vielen Skandalen und Betrügereien.
    Dieser Beitrag soll nun noch möglichst viele bei der Stange halten, aber es wird nicht funktionieren, der Zusammenbruch der Papierwährungen zeichnet sich ab. Damit fallen auch verschiedene Anlageformen wie Lebensversicherungen und Fonds. Nur mit Mühe können die Edelmetallpreise noch im Zaum gehalten werden, durch Verkauf des Gadaffi-Goldes z.B.
    Der Deutsche wird halt langsam aus Schaden klug!

    • 28.01.2012, 17:36 UhrAnonymer Benutzer: PRhodan

      Was schlagen Sie denn vor? Sparbuch, Festgeld?
      Inflationsrate 2,3 %, Tendenz steigend.

    • 28.01.2012, 19:19 UhrAnonymer Benutzer: lobster

      Im Info-Kasten heißt es: "Gute Kunden dürfen außerdem auf Sonderkonditionen bei der Hausbank hoffen. Je länger der Anleger investiert bleibt, desto weniger stark wirkt die Kaufgebühr. Wer monatlich 100 € in einen Sparplan mit 5 % Ausgabeaufschlag einzahlt und durchschnittlich 5 % Jahresrendite erzielt, steht nach drei Jahren bei 3.690 €." Das hätte ein Sparbuch mit monatlicher Verzinsung von 0,4 Prozent nach drei Jahren auch gebracht. Ist ja sensationell. Die Deutschen werden also nicht klüger.

    • 28.01.2012, 21:12 UhrAnonymer Benutzer: Profit

      Ich hätte die Deutschen für gar nicht so klug gehalten. Gerade als Profi-Anleger weiß man, daß z.B. Aktienfonds in der Regel nichts taugen.

      Es ist sehr schwer den Durchschnitt zu "schlagen". Wer keine Lust oder kein Verständnis für die Aktienanlage hat, sollte sich einen Index (z.B. ETF des DAX) kaufen. Denn erstens weiß man nicht, was für eine "Strategie" der Fondsmanager hat (manchmla legt er das Geld auch zu Gunsten der eigenen Tasche an) und zweitens sind diese Fonds sehr teuer, was wiederum erheblich zu Lasten der Rendite geht. Häufig sind Anleger mit Spar- und Festgeldanlagen in der Tat besser gefahren (vgl. z.B. letztes Jahr!). Insbesondere wenn man wenig Geld zum Anlegen hat sollte man von Fonds die Finger lassen.

      Ein Grunddilemma der Fonds: Der Manager wird nicht nach demselben Erfolg bzw. Mißerfolg des Fonds bezahlt, sondern genehmigt sich eine Prämie ("Provision") völlig unabhängig vom Anlageerfolg. Erst wenn die Prämie mit dem Anlageerfolg vollständig korreliert wäre (im Positiven wie im Negativen!), könnte man über diese Anlageform nachdenken. Allerdings finden die Fondsmanager genügend "Halbgebildete" die auf Vorträge über "Charts", "Wellen" und sonstige "Analyse"methoden hereinfallen. Die Gefährdeten sind nicht die sogenannten Ungebildeten - die lassen instinktiv die Finger davon -, sondern diejenigen, die meinen, sie müßten modern und "wissend" sein. Sie sind es nicht! Bravo Deutschland.

  • 28.01.2012, 11:12 UhrAnonymer Benutzer: haberdachs

    Klug sein hat nichts mit wissen oder nicht wissen zu tun. Klug sein heisst aus Erfahrung lernen und gegenüber denen, die einen in der Vergangenheit über den Tisch gezogen haben, gesundes Misstrauen zu wahren. Im übrigen liest sich der Artikel wie ein PR-pusher der Fondsemittenten und geht mit keinem Satz auf die - zudem ziemlich diffuse - Überschrift "Warum die Deutschen nicht klug werden" ein.

  • 28.01.2012, 11:33 UhrAnonymer Benutzer: PolyPalette

    Nur meine persönliche, nicht repräsentative Sicht auf die Dinge:
    Wenn meine direkte Aktienanlage über einen längeren Zeitraum trotz Krise sehr deutlich im Plus liegt, der konservative VL-Fonds bei einem der größten deutschen Anbieter aber nach 7 Jahren nur noch 2/3 des eingezahlten Betrags auszahlt, dann sollte man sich Gedanken machen, ob die Deutschen vielleicht nicht doch cleverer sind als sich die Finanzbranche das vorstellt.
    Natürlich soll auch der Banker nicht hungern und für seine Arbeit gerecht entlohnt werden. Wenn aber irgendwelche Managementfees, Depotgebühren, Performanceboni und Ausgabeaufschlag den Gewinn fressen, oder sogar - wie bei mir - deutliche Verluste generieren, dann funktioniert das System nicht (mehr) und dann sollte die Branche nicht versuchen durch Diskussionen über evtl. Komplexität von der eigenen Unfähigkeit oder Gier oder Kombinationen davon abzulenken. System überdenken und entsprechend anpassen.
    Vielleicht auch noch mal kurz erinnern was das Primärziel für einen Kunden bei seiner Altersvorsorge ist.

  • 28.01.2012, 11:35 Uhrkarstenberwanger

    Nicht klug werden??? Sie werden doch extra vom Staat immer dümmer gemacht sonst hätten wir hier längst eine Revolution und der Bundestag würde öffentlich am Galgen irgendwo auf dem Alexanderplat hängen!

    Aber abwarten, es berichten immer mehr die Wahrheit und wie man hierzulande bzw. fast schon weltweit verarscht wird. Das wird in einem grossen Knall enden und dann hoffe ich dass so mancher der heutigen Verbrecherelite ein schnelles Pferd hat. Auch ich sage wie meine Grossmutter schon "Weg mit dem Papierversprechen, kauft Gold und Silber!"

  • 28.01.2012, 11:38 UhrAnonymer Benutzer: anonymus_007

    Klug ist es, sein Geld selbst zu verwalten!
    Dumm ist es, sein Geld verwalten zu lassen, die Gewinne zu teilen und die Verluste selbst zu tragen!
    Hoffentlich erkennen dies immer mehr. Das bewahrt sie davor beschissen zu werden.

  • 28.01.2012, 11:41 UhrAnonymer Benutzer: Otto

    Fondskäufer haben kein Verhältnis zu Kosten. Ausgabeaufschlag ca. 5 %, jährl. Verwaltungsgebühr ca. 1.7%,
    25 % Gewinnbeteiligung wenn besser als der Vergleichsindex, kann daher auch bei Verlust anfallen. Depotgebühren. Wer kann diesen Unfug noch kaufen?

  • 28.01.2012, 11:46 UhrAnonymer Benutzer: KWB

    Über die Erfolgsaussichten langfristiger Anlageformen im Allgemeinen und die zweifelhaften Ergebnisse von Fonds im Besonderen ist doch schon alles geschrieben worden. Das haben viele Deutsche offenbar gelesen. Als preiswerte Alternative werden ETF's angepriesen. Die kann man auch kaufen - wenn man verstanden hat, daß sie behandelt werden müssen wie Einzeltitel. Das bedeutet technisches Trading mit Verlustbegrenzung oder investieren im Horizont spekulativer Qualitätskriterien.
    Alles andere ist Werbung. Die sei erlaubt, auch wenn sie mehr behauptet als faktisch argumentiert. Aber man sollte "die Deutschen" dabei nicht für noch dümmer halten als sie womöglich sind.

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