
DÜSSELDORF. Wochenlang fieberten Anleger den Quartalszahlen entgegen. Sie sollten den Börsen neue Impulse bringen. Das taten sie auch, aber anders als gedacht. Denn nach den US-Konzernen überzeugen auch die allermeisten europäischen Unternehmen mit starken Gewinnen und optimistischen Ausblicken für das laufende Jahr. Doch die Börsen traten daraufhin den Rückwärtsgang ein.
"Die Berichtssaison rückt diesmal gegenüber den übergeordneten Makrodaten klar in den Hintergrund", sagt Achim Matzke von der Commerzbank. Der Charttechniker zieht in seine Analysen stets das globale fundamentale Umfeld mit ein und leitet erst dann aus den Kurscharts seine Schlüsse für die Zukunft ab.
Gleich drei "Makro"-Ereignisse interessieren die Märkte derzeit mehr als die guten Zahlen von Nokia, SAP und Co. Erstens belastet Chinas restriktivere Geldpolitik. Die größte Bank des Landes, ICBC, will zur Zügelung des Kreditwachstums einige Darlehen nicht verlängern.
Politische Börsen haben dieses Mal etwas längere Beine
Zuvor mahnte die Notenbank die Banken, bei der Kreditvergabe "abnormale Schwankungen" zu vermeiden. In einem ersten Schritt hatte die Zentralbank bereits die Mindestreserve-Anforderungen für Banken erstmals seit Juni 2008 angehoben, um so die gewaltige Liquidität zurückzufahren.
Zweitens - und vermutlich am stärksten - drückt US-Präsident Barack Obama die Kurse. Mit seiner Bankenschelte schickte er die Märkte auf Talfahrt. Und wie es nach drei Wochen scheint, zielt diesmal die sonst übliche Weisheit, "politische Börsen haben kurze Beine", ins Leere. Womöglich weil sich Obamas französischer Kollege Nicolas Sarkozy der Forderung nach härteren Spielregeln für die Finanzmärkte anschließt und obendrein auch noch EZB-Chef Jean-Claude Trichet die Vorschläge aus der Politik lobt.
Nach der Talfahrt blieb die wichtige Gegenbewegung aus
Drittens schließlich lasten die immensen Staatsschulden ganz besonders der südeuropäischen Länder auf den Börsen. Der Euro und die Aktien fallen im Gleichklang, weil etliche Anleger auf einen Staatsbankrott Griechenlands und ein Zerbrechen des europäischen Währungssystems spekulieren.
Ergebnis dieses Gemischs ist, dass die Aktienmärkte weltweit auf Talfahrt gingen und nun auf niedrigerem Niveau auf und ab pendeln, ohne dabei Boden gut zu machen. Eine Gegenbewegung, nachdem der Dax rasant Terrain verloren hat, bleibt also aus. "Die Börsen hängen nach ihrem Rücksetzer fest", sagt Matzke und deutet dies "tendenziell negativ. Üblicherweise schließt sich solch einer ersten Abwärtswelle eine zweite an."
Auffällig ist, dass wichtige Indizes, wie der amerikanische S&P500 und der europäische Stoxx600 auf ihre 100-Tage-Linie gerutscht sind, also den Kursdurchschnitt der vergangenen 100 Handelstage. Viele Anleger orientieren sich daran und verkaufen, sobald die Kurse unter diese Marke rutschen. Dadurch verstärkt sich der Effekt. Die zweite Abwärtswelle wäre Realität.
In einem solchen nun wahrscheinlichen Schub sieht Matzke den Dax um weitere 200 Punkte fallen. Immerhin, das ist weniger als beim ersten Rutsch.
Guten Tag,... Langsam fange ich an zu glauben dass die brueder ( Klima-Experten ) welche von Erderwaermung und Klimawechsel labern; auf einem Niveau mit boersen-Experten Chief-Economists Chartstrategen Second-hand Managern und anderem Gesindel stehen. Sie fragen sich zurecht wiso!!! Nun die ganze Welt redete von Erderwaermung;... und wir ersaufen im Schnee. Seit nunmehr 4 Wochen bin ich jeden Tag am Schneeschippen. Wo zum Teufel ist die Erderwaermung. besten Dank





1 Kommentar
Alle Kommentare lesen