
DÜSSELDORF. Dem Euro geht nach seiner überraschenden Rally die Luft aus. Belastet durch neue Konjunktursorgen fiel die europäische Gemeinschaftswährung in der vergangenen Woche von ihrem Zwischenhoch über 1,32 Dollar zurück und rutschte in der zweiten Wochenhälfte wieder unter 1,28 Dollar.
Viele Analysten erwarten in den kommenden Wochen und Monaten weitere Verluste. Die Commerzbank und die Dekabank sehen das Kursziel auf Sicht von zwölf Monaten bei 1,20 beziehungsweise 1,18 Dollar, weil die Konjunktur in der Euro-Zone der Wirtschaftsentwicklung in anderen Währungsräumen hinterherhinkt. Aus Sicht der Charttechnik ist ein Abrutschen des Euros im Vergleich zum Dollar auch wahrscheinlich. "Der mittelfristige Abwärtstrend ist intakt, daran hat die jüngste Aufholbewegung nichts geändert", sagt Christian Henke, technischer Analyst der WestLB.
Das Schlimmste scheint der Euro aus charttechnischer Perspektive allerdings erst einmal hinter sich zu haben. Mit dem Ausbruch im Juni vollendete der Chart eine inverse Kopf-Schulter-Formation. Diese besteht aus drei Tiefpunkten - von denen der mittlere das Kurstal markiert. Diesen Kopf bildete der Euro-Kurs Anfang Juni beim Vierjahrestief von 1,1880 Dollar aus. Nach einer Gegenbewegung kam die nächste Abwärtsbewegung nicht mehr an diese Marke heran. Die Basis für eine Erholung war damit gelegt.
Bruch des kurzfristigen Aufwärtstrends droht
"Entscheidend war der Bruch der Nackenlinie bei 1,24 Dollar", erklärt Henke. Allerdings habe der Euro das Kursziel von 1,30 Dollar, das sich aus der Formation errechne, zu schnell überschritten. "Der Kurs ist heiß gelaufen, das haben verschiedene statistische Indikatoren gezeigt. Er war damit reif für eine Korrektur."
Für den weiteren Kursverlauf gibt es Henke zufolge zwei Szenarien: "Der Euro befindet sich seit Juni in einem kurzfristigen Aufwärtstrendkanal, dessen untere Linie aktuell bei rund 1,2790 Dollar verläuft. In einem positiven Szenario hält diese Linie, der Euro dreht nach oben ab und übersteigt auch den massiven Widerstandsbereich bei 1,3340 bis 1,3440 Dollar", beschreibt der WestLB-Experte. In diesem Fall könne es bis auf 1,40 oder sogar 1,44 Dollar hochgehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es in diese Richtung läuft, hält Henke allerdings für gering.
Dafür, dass es weiter abwärts geht, spricht seiner Meinung nach neben dem intakten übergeordneten Abwärtstrend auch der Verlauf der 200-Tage-Linie, die den Durchschnittskurs des Euros zum Dollar in den vergangenen 200 Handelstagen anzeigt. Dieser gleitende Durchschnitt zeigt seit Februar kontinuierlich nach unten, für die weitere Kursentwicklung ist das ein negatives Signal.
Sollte die wichtige Unterstützung bei 1,2790 Dollar fallen, kann es für den Euro relativ schnell deutlich abwärts gehen. Die nächste Unterstützung und damit das nächste Kursziel sieht Henke in diesem Fall bei 1,2330 Dollar je Euro. Und sollte auch diese Marke nach unten durchbrochen werden, könnten auch die Tiefstände unter 1,20 Dollar wieder in Reichweite kommen.
"Entscheidend war der bruch der Nackenlinie bei 1,24 Dollar", ... das ist doch Kaffeesatzleserei. ihre Lebenslinie wir durch die Haumichblaulinie unterbrochen, das ist ein schlechtes Zeichen! Man man man an was für einen blödsinn die Menschen alles glauben ...





1 Kommentar
Alle Kommentare lesen