Chartanalyse

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Charttechnik: Die Goldrally ist noch lange nicht zu Ende

Der Goldpreis ist in diesem Jahr nicht so kräftig gestiegen wie im Jahr zuvor. Investoren sollten sich aber nicht täuschen, sagen Experten. Das Edelmetall habe noch großes Potenzial. Gerade in den kommenden Monaten.

Gold in Barren zu verschiedenen Größen vom Edelmetallunternehmen Heraeus. Quelle: dpa
Gold in Barren zu verschiedenen Größen vom Edelmetallunternehmen Heraeus. Quelle: dpa

DüsseldorfMonatelang mochten sich Anleger beim Goldpreis für keine Richtung entscheiden. Egal, ob gerade die Schuldenkrise die Aktienmärkte lähmte oder ob anderntags die Zuversicht in die Konjunktur überwog, stets tendierte der Goldpreis nur seitwärts, bewegte sich also in einer engen Spanne. Seine jahrelange Ankerfunktion als Fluchtwährung für schwierige Zeiten schien das Edelmetall verloren zu haben.

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Doch als sich immer mehr Marktteilnehmer mit diesem neuen Trend abzufinden schienen, schoss der Goldpreis nach oben. Seit Anfang August gewann die Feinunze (31,1 Gramm) 75 Dollar hinzu. Mit aktuell rund 1.660 Dollar kostet Gold so viel wie seit vier Monaten nicht mehr. Bis zum Allzeithoch aus dem vergangenen Jahr sind es noch 15 Prozent.

Die Goldreserven der Staaten

  • USA

    Goldschatz: 8.133 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 75,7 Prozent

    Stand: Februar 2013

  • Deutschland

    Goldschatz: 3.391 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 72,8 Prozent

  • Internationaler Währungsfonds (IWF)

    Goldschatz: 2.814 Tonnen

  • Italien

    Goldschatz: 2.451 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 72,1 Prozent

  • Frankreich

    Goldschatz: 2.435 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 70,5 Prozent

  • China

    Goldschatz: 1.054 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 1,7 Prozent

  • Schweiz

    Goldschatz: 1.040 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 10,6 Prozent

  • Russland

    Goldschatz: 958 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 9,5 Prozent

  • Japan

    Goldschatz: 765 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 3,2 Prozent

  • Niederlande

    Goldschatz: 613 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 59,7 Prozent

  • Indien

    Goldschatz: 558 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 9,9 Prozent

  • Europäische Zentralbank (EZB)

    Goldschatz: 502 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 32,9 Prozent

"Nach dem Sprung über den Widerstand von 1.630 Dollar gab es ein starkes Kaufsignal", sagt Georg Rankers von der gleichnamigen Vermögensverwaltung in Flörsheim am Main. Der Finanzstratege hat sich auf die Beratung von Familienunternehmen, Freiberuflern und Profisportlern spezialisiert.

200-Tage-Linie stützt

Die Marke von 1.630 Dollar hatte der Goldpreis in den vergangenen Monaten mehrfach getestet, aber nicht überwinden können. Dadurch wurde der Widerstand für jedermann sichtbar immer größer - Anleger hielten sich zurück. Auffällig war zu diesem Zeitpunkt aber bereits, dass jeder zwischenzeitliche Rücksetzer über dem vorangegangenen endete - zweifellos eine gute Voraussetzung für die spätere Rally.

"Solange der Goldpreis nicht wieder unter seine 200-Tage-Linie fällt, gibt es Luft bis zum alten Jahreshoch bei knapp 1.800 Dollar", blickt Rankers optimistisch nach vorn. Die 200-Tage-Linie ergibt sich aus dem Handelsdurchschnitt der vergangenen 200 Handelstage. Kurse darüber werden von vielen Anlegern als Kaufsignal interpretiert. Dadurch kommt es zu den steigenden Kursen.

Sentix Marktradar Es herrscht Goldgräberstimmung

Gold ist so teuer wie seit Monaten nicht mehr. Experten sagen, die Rally sei noch längst nicht zu Ende. Denn die Anleger wollen zwar Gold besitzen - haben aber noch nicht gekauft. Zwei Promi-Investoren geben den Trend vor.

Sentix Marktradar: Es herrscht Goldgräberstimmung

Aktuell notiert diese Kurslinie bei 1.625 Dollar - also ganz in der Nähe des alten Widerstands. Er mutierte nach klassischer Chartlehre zu einer Unterstützung, sobald die Kurse darüber gesprungen waren. Beide Marken zusammen ergeben nun einen starken Halt an schwächeren Handelstagen.

  • 06.09.2012, 08:12 UhrSilverager

    Da fällt nirgendwo ein Groschen.
    Man dreht sich nach dem Wind.

  • 05.09.2012, 20:22 UhrOhweiohweiohwei

    Na Handelsblatt, habt ihr schon eure letzten Berichte "Gold ist keine Krisenwährung mehr" oder "Gold in einer Blase" wieder vergessen? Oder wollt ihr jetzt auch zum Thema Gold einmal richtig liegen, nachdem ihr in der Vergangenheit soviel Blödsinn über Gold geschrieben habt? Oder ist jetzt endlich nach 10 Jahren der Groschen zum Thema endlich gefallen?

  • 05.09.2012, 19:57 UhrPaSo

    Wer sich bei diesen Thema ,kein Wort über Preismanipulationen verliert ist entweder ahnungslos oder sagt nicht die Warheit.Ich wette, der Verfasser hat kein EM in sein Portfolio,nur bedrucktes Papier,wenn überhaupt....

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