
DüsseldorfWer investieren will, sollte noch warten. Es wird vielleicht noch billiger. Mit diesem Fazit beendete Uwe Zimmer von der Vermögensverwaltung Meridio sein letztes Chartgespräch im Mai 2012. Damals notierte der Dax nur knapp über 6.000 Punkte. Wer damals dem Rat folgte, dem entgingen gut 1.000 Dax-Punkte - und satte Gewinne mit den allermeisten Aktien.
Zimmer steht zu seiner Prognose und ärgert sich mächtig darüber. Schließlich ist er nur mit gut 30 Prozent der Kundengelder im Aktienmarkt investiert. Im Nachhinein wäre eine doppelt oder dreimal so hohe Quote natürlich besser gewesen.
"Viele Argumente sprachen und sprechen auch jetzt gegen ein Investment in Aktien", sagt Zimmer. Neben der konjunkturellen Abkühlung der Weltwirtschaft, einschließlich im Boomland China, sorgt sich der Vermögensverwalter über immer vorsichtigere Äußerungen aus immer mehr Unternehmenszentralen.
Guter Schutz gegen die Euro-Krise bietet die Brauerei aus Brasilien. Sie wächst vor allem in den Schwellenländern, ist aber weltweit präsent und nahezu schuldenfrei.
Börsenwert in Millionen Euro: 81674
Kurs-Gewinn-Verhältnis: 20,7
Dividendenrendite: 0,9 Prozent.
Trotz der imposanten Rally ist die Aktie nicht teuer. Gewinn und Umsatz wachsen gar schneller als der Börsenwert.
Börsenwert in Millionen Euro: 428190
Kurs-Gewinn-Verhältnis: 12,5
Dividendenrendite: 1,6 Prozent.
Der Konzern verliert zwar Marktanteile, wächst aber insgesamt nach wie vor rasant im chinesischen Internet-Markt. Die Aktien sind günstig.
Börsenwert in Millionen Euro: 29197
Kurs-Gewinn-Verhältnis: 16,8
Dividendenrendite: keine
Der Tabakkonzern aus Großbritannien kann trotz der immer strenger werdenden Gesetze jedes Jahr Umsatz, Gewinn und Dividende steigern. Besonders stark ist das Unternehmen in den asiatischen Schwellenländern.
Börsenwert in Millionen Euro: 75886
Kurs-Gewinn-Verhältnis: 13,8
Dividendenrendite: 4,6 Prozent
Der hochprofitable und dividendenstarke US-Düngemittelkonzern profitiert vom steigenden Bedarf an Nahrungsmitteln weltweit.
Börsenwert in Millionen Euro: 11021
Kurs-Gewinn-Verhältnis: 8,8
Dividendenrendite: 0,8 Prozent
Ein Ende der jahrelangen Wachstumsstory ist noch immer nicht absehbar. Die Aktie ist günstig.
Börsenwert in Millionen Euro: 1300
Kurs-Gewinn-Verhältnis: 8,5
Dividendenrendite: keine
Der Medizintechniker ist besonders stark in der Krebs-Medizin, einem wachsenden Zweig.
Börsenwert in Millionen Euro: 3671
Kurs-Gewinn-Verhältnis: 18,4
Dividendenrendite: 1,5 Prozent
Die neuen Modelle des schnell wachsenden Automobilherstellers gewinnen derzeit alle Qualitätstests.
Börsenwert in Millionen Euro: 202557
Kurs-Gewinn-Verhältnis: 5,9
Dividendenrendite: 0,8 Prozent
Der dänische Pharma-Konzern ist bei Diabetes-Medikamenten mit einem Anteil von über 51 Prozent weltweit Marktführer.
Börsenwert in Millionen Euro: 67311
Kurs-Gewinn-Verhältnis: 20,4
Dividendenrendite: 1,6 Prozent
Das Mobilfunkunternehmen aus Luxemburg hat ein lukratives Geschäftsmodell entwickelt, indem es preisgünstige Handy-Einsteiger-Tarife in Schwellenländern verkauft.
Börsenwert in Millionen Euro: 7195
Kurs-Gewinn-Verhältnis: 12,6
Dividendenrendite: 2,9 Prozent
Das Software-Unternehmen profitiert mit seiner Miet-Software vom weltweiten Trend zum Cloud Computing. Das Geschäft gilt als krisensicher.
Börsenwert in Millionen Euro: 16508
Kurs-Gewinn-Verhältnis: 76,4
Dividendenrendite: keine
Der britische Pharma-Konzern hat zahlreiche neue Medikamente auf den Markt gebracht. Seine Aktien sind nicht hoch bewertet.
Börsenwert in Millionen Euro: 13305
Kurs-Gewinn-Verhältnis: 14
Dividendenrendite: 0,5 Prozent
Das Unternehmen ist besonders stark in Afrika. Sein Umsatz nimmt leicht zu.
Börsenwert in Millionen Euro: 106910
Kurs-Gewinn-Verhältnis: 10,5
Dividendenrendite: 6,1 Prozent
Der Öl-Konzern profitiert von der Steuergesetzgebung in den USA und kann ein sehr hohes Umsatzwachstum vorweisen.
Börsenwert in Millionen Euro: 14171
Kurs-Gewinn-Verhältnis: 19,5
Dividendenrendite: 6,1 Prozent
Viele Gewinnwarnungen in den vergangenen Wochen deuten auf eine schwächere Bilanzsaison hin. Erstmals seit über drei Jahren dürften die Gewinne wieder fallen - das ist üblicherweise kein guter Einstiegszeitpunkt an der Börse. Darüber hinaus rät er Anlegern, das politisch-militärische Spannungsdreieck Syrien-Iran-Israel nicht zu unterschätzen. Die Börsen ignorieren es bislang.
Doch nach den Erfahrungen in der Vergangenheit - steigende Kurse trotz vieler Bedenken - übt sich Zimmer noch mehr als zuvor in "Demut" gegenüber den Gesetzen des Marktes. Und diese lauten: Lege dich nicht mit der Fed an (Don't fight the Fed)!
"Im Frühjahr war nicht vorauszusehen, wie exzessiv die Politik steigende Aktienkurse haben will, um die Märkte und die Bevölkerung in Sicherheit zu wiegen." Damit meint Zimmer politisch motivierte Entscheidungen der Notenbanken - also Rettungsschirme und Anleihekaufprogramme der Europäer, die mehr und mehr der lockeren Geldpolitik in den USA folgen.
Die amerikanische Fed als wichtigste Notenbank der Welt hat gerade ein unbegrenztes Kaufprogramm für Anleihen in unbegrenzter Höhe beschlossen. "Dadurch bleiben die Zinsen nahe null, und Anlegern fehlen die Anlagealternativen", argumentiert Zimmer. Das ist der wesentliche Grund für steigende Aktienkurse. "Technische und fundamentale Argumente können sie in solch einer Situation über den Haufen werfen."

Der Mann hat es raus.
ich denke, man sollte alles Geld bei ihm anlegen...

in 2002 bin ich öfter (privat) gefragt worden, ob es so kommen kann, wie "sogenannte fachleute" warnten: "der dax könnte von damaligen 2.2000 punkten weiter auf 1.000 abstürzen". meine antwort war, er kann auch noch 500 punkte anstreben. in 3/2000 - dax um 8.000 - hat doch auch wohl niemand 2.200 punkte vorausgesehen! aber vorsicht! wenn bei ganz schlechtem umfeld, aber viel vagabundierendem geld um die 7.200 punkte möglich sind, warum sollten bei vielleicht besserem umfeld gegen ende 2013 oder 2014 nicht 10.000 möglich sein. oder anders, bei noch schlechterem umfeld könnten auch wieder 3.000 in die nähe rücken. kein mensch weiß das. aber diejenigen, die ihr kleineres oder größeres vermögen "stabil" über konservative vermögensverwalter halten, werden bei letzteren schon irgendwann "ordentlich druck" machen - oder?! dazu kommen die weissagungen der experten nach lehmann: "hohe inflation oder deflation"! und bekommen haben wir die von den regierungen (möglicherweise) angestrebte "financial repression". sollte diese repression auch "nur" weitere 5 jahre in der brd anhalten, dann ist der finanzminister fein heraussen - zumindest bei uns - ohne daß er den hintergrund nachvollziehbar verstanden hätte!

Fähnchen in den Wind - morgen wieder Dax Jahresendrallye bis 8200, alles Schwachsinn und Zeitverschwendung - die Notenpresse und die Tagespolitik bestimmt den Kurs und sonst nichts - auch keine guten oder schlechten Unternehmenszahlen, sonst stünde der Dax bei 3000.






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