HB TOKIO/HONGKONG. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notiert im späten Handel in Tokio rund zwei Prozent tiefer bei 8.822 Punkten und bleibt damit unterhalb der 9.000-Punkte-Marke, die er gestern erstmals seit Anfang Mai 2009 durchbrochen hatte. Der breiter gefasste Topix-Index fällt um 1,3 Prozent auf 806 Punkte. Der MSCI Asia Pacific Index gibt 1,4 Prozent auf 116,16 Punkte nach. In Hongkong noiert der Hang-Seng-Index bei 20.570 Punkten 0,4 Prozent schwächer.
Dass der Nikkei die 9.000-Punkte-Marke durchbrochen habe, sei bezeichnend, sagt Koichi Nosaka, Marktanalyst von Securities Japan Inc. Die Behörden müssten nun dringend eingreifen. Einem Zeitungsbericht zufolge erwägt das japanische Finanzministerium eine Intervention am Devisenmarkt, sollten Spekulanten den Yen nach oben treiben. Finanzminister Yoshihiko Noda erklärte, die jüngsten Bewegungen des Yen seien einseitig und die Regierung werde falls nötig in angemessener Weise reagieren.
Zu den Verlierern gehören erneut die Titel von Exportunternehmen: Ein stärkerer Yen schmälert ihre Gewinne. Die Aktien von Honda Motor geben 1,8 Prozent nach, die Anteilsscheine von TDK verbilligen sich um 1,3 Prozent.
In den USA hatte die Wall Street am Vorabend nach erneut enttäuschenden Daten vom Immobilienmarkt ihre Verluste ausgeweitet. Der Dow-Jones-Index fiel um 1,3 Prozent, und schloss nur knapp oberhalb der 10.000-Punkte-Marke. Der S&P 500 ging mit einem Abschlag von 1,5 und der Nasdaq-Composite mit einem Minus von 1,7 Prozent aus dem Handel.
Der Euro notiert heute 0,2 Prozent fester bei 1,2649 Dollar, der gibt Yen zum Dollar nach dem 15-Jahres-Hoch wieder leicht nach. Der Ölpreis steigt um 0,3 Prozent auf 71,84 Dollar je Barrel. Gold kostet mit 1.231,65 Dollar je Unze 0,1 Prozent mehr als am Dienstag.




