Marktberichte

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Börse Frankfurt: Alle Jahre wieder...

...kommt die Jahresendrally. Der MDax erreicht ein neues historisches Hoch und der Dax erobert die 7.600 Punkte-Marke. Was die Rekordwerte wirklich wert sind, wird sich aber erst heute Abend zeigen.

FrankfurtAuch wenn der heutige Handelstag nicht allzu spektakulär verlief, die Rally zu Jahresende hält weiter an. Der Dax schloss bei einem Kurs von 7.615 Punkten 0,3 Prozent im Plus. Sein Tageshoch markierte er bei einem Punktestand von 7.626 Zählern, was zugleich auch der höchste Kurs seit fast fünf Jahren war.

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In der zweiten Reihe musste der MDax ein Minus von 0,2 Prozent hinnehmen auf 11.952 Punkte, allerdings durchbrach der Index der Mid-Caps am Vormittag die Marke von 12.000 Zählern – das erste Mal in seiner Geschichte. Angeschoben von starken Solarwerten schloss der TecDax heute 0,4 Prozent im Plus auf 836 Punkte.

Besonders der Index der mittelgroßen Werte dürfte auch in nächster Zeit die Blick auf sich ziehen. "Anders als dem Dax traue ich dem MDax auch in den kommenden Monaten noch deutliche Kursgewinne zu", sagte ein Börsianer. "Unter anderem, weil da einige Unternehmen drin sind, die weiter von Übernahmefantasien profitieren dürften." Als Beispiele nannte er Leoni, Kuka oder Stada.

Auf Jahressicht konnte der Dax bisher knapp 29 Prozent zulegen – das größte Jahresplus seit 2003. Der MDax verzeichnete im Vergleich zum Januar 2012 sogar ein Plus von über 36 Prozent.

Nebenwerte Immer auf die Kleinen (setzen)!

Alle schauen auf den Dax, doch der MDax hat ein neues Hoch erklommen.

Nebenwerte: Immer auf die Kleinen (setzen)!

Die Jahresendrally setze sich fort, schrieb Ralph Herre von der LBBW in einem Kommentar. Börsianern zufolge nutzen Investoren derzeit jede Gelegenheit, um noch in den Markt zu kommen. Vor allem Werte, die bislang gut gelaufen seien, würden nachgekauft. Händlerin Anita Paluch von Gekko Global Markets zeigte sich optimistisch. Der Markt sei im grünen Bereich, auch wenn die Kursgewinne nicht massiv ausfielen, und die „Mini-Krise“ in Italien scheine schon vergessen zu sein.

So beeinflussen die US-Etatverhandlungen die Börsen

  • Szenario I: Einigung

    Demokraten und Republikaner verständigen sich auf einen Haushalt, der einen Mix aus Steuererhöhungen für Wohlhabende und Ausgabenkürzungen beinhaltet.

    "Die Wahrscheinlichkeit einer Einigung liegt bei 50 Prozent, denn wir befinden uns nicht mehr im Wahlkampf", sagt Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research. "Dollar und die Aktienmärkte werden von einer Einigung profitieren." Wegen der starken Exportorientierung der deutschen Wirtschaft könne beim Dax mit einem überdurchschnittlichen Plus gerechnet werden.

    Gertrud Traud, Chef-Volkswirtin der Helaba, betont dagegen, eine große Erleichterungsrally sei nicht zu erwarten. Schließlich werde allseits mit einer Einigung gerechnet. Auch Marktanalyst Giuseppe Amato vom Brokerhaus Lang & Schwarz äußert sich skeptisch. Angesichts der kräftigen Kursgewinne in den vergangenen Wochen sei das Enttäuschungspotenzial gewachsen.

  • Szenario II: Hängepartie

    US-Präsident und Parlament einigen sich auf einen Minimal-Kompromiss, der vor allem die Anhebung der Schuldenobergrenze vorsieht. Damit verschaffen sie sich Luft für weitergehende Verhandlungen.

    Dieses Ergebnis und eine umfassende Einigung machten für Anleger keinen großen Unterschied, sagt Otmar Lang, Chef-Anlagestratege der Targobank. "Dass es bei den Verhandlungen Reibungsverluste gibt, ist klar. Man wird zu einer Lösung kommen, die den USA nicht schadet. Und was den USA nicht schadet, schadet auch den Märkten nicht."

  • Szenario III: Keine Einigung

    Die US-Politik kann sich nicht auf einen neuen Haushalt einigen. Steuererleichterungen laufen aus und die automatischen Ausgabenkürzungen greifen. Das Land stürzt über die "Fiskalklippe" in eine Rezession.

    Dies würde die chinesische Wirtschaft in Mitleidenschaft ziehen und damit auch eine Gefahr für das weltweite Wachstum, warnt Analyst Ruland. "Der Dollar wird voraussichtlich nicht allzu tief fallen, denn schließlich hat die Euro-Zone ebenfalls Probleme. Denkbar wäre eine Aufwertung des chinesischen Yuan."

    Lang & Schwarz-Experte Amato malt ein weniger schwarzes Bild. "Wir haben einige Fallschirme im Gepäck." Die Notenbanken - allen voran die Federal Reserve Bank der USA - würden mit frischen Geldspritzen sicher alles daran setzen, einen Absturz der Weltwirtschaft zu verhindern.

Die US-Börsen bewegten sich bis zum Börsenschluss in Deutschland in sehr engen Bahnen. In Amerika warten die Anleger mit Spannung auf die Zinssitzung der US-Notenbank Federal Reserve. Zwar gilt als sicher, dass der Leitzins nicht gesenkt wird aber ohnehin ist für die Börsen viel wichtiger, ob Fed-Chef Ben Bernanke das Anleihekaufprogramm abermals ausweiten wird oder nicht.

Das Abwarten auf die Entscheidung der US-Zentralbank erklärt auch die niedrigen Umsätze in Frankfurt. Hierzulande wollte man vor der Sitzung ebenfalls das Risiko möglichst klein halten. Deswegen muss die heutige Rekordjagd der Indizes mit Vorsicht genossen werden, stützte sie sich doch größtenteils auf die Hoffnung um eine Ausweitung der Ankaufprogramms.

Ermittlungen gegen Deutsche Bank-Chef Jürgen Fitschen

Die Deutschen Bank geriet heute ins Kreuzfeuer. Im Skandal um Steuerbetrug mit CO2-Emissionszertifikaten ist die Frankfurter Zentrale der größten deutschen Bank stundenlang von bis zu 500 Beamten durchsucht worden. Fünf Mitarbeiter der Bank wurden wegen des Verdachts der Geldwäsche und der Vertuschung von Beweisen verhaftet, wie der Leitende Oberstaatsanwalt Günter Wittig am Mittwoch in Frankfurt sagte. Brisant ist, dass sich die Ermittlungen auch gegen Konzernchef Jürgen Fitschen und Finanzvorstand Stefan Krause richten. Die beiden Manager hätten die fragliche Umsatzsteuererklärung der Bank aus dem Jahr 2009 unterzeichnet, teilte das Geldhaus am Mittwoch in Frankfurt mit. Die Aktien kamen angesichts diese Negativschlagzeilen recht glimpflich davon. Sie verloren lediglich 0,1 Prozent.

Im Gegensatz zur Deutschen Bank erwischte die Commerzbank einen guten Handelstag. Deutschland Nummer zwei unter den Banken gehörten mit einem Aufschlag von 2,7 Prozent zu den größten Gewinnern am heutigen Tag.

  • 12.12.2012, 18:39 Uhrwellenreiter

    L&S ist eine außerbörsliche Handelsplattform,erst denken dann schreiben-Anfänger!

  • 12.12.2012, 17:33 UhrHolzhammer

    @Silicon

    jetzt verstehe ich auch Ihren Namen,
    Sie brüsten sich gerne im HB

  • 12.12.2012, 17:13 UhrR2D2

    @Schaarschmidt: Selten so ein unqualifizierten Mist gelesen. Als "vorbörslicher Handel" wird der außerbörsliche Handel genannt, d.h. der OTC-Handel ohne offizielle Kursnotiz einer Börse. Bekanntlich startet Xetra Frankfurt schon um 8:00 mit offiziellen Kursen (d.h. überwacht durch die Börse), und Xetra Classic um 9:00 (zudem startet an der Eurex der Future ja auch schon um 8:00). Der einzige Unterschied zwischen den beiden ist das Marktmodell: Xetra Frankfurt: Continuous Auktion (fortlaufende Auktion), und Xetra Classic: Continuous Trading (fortlaufender Handel).

    Wenn du angeblich schon so lange dabei bist, solltest du das allerdings wissen. Andernfalls geh doch nochmal die Börsenhändlerprüfung oder den CFA machen, und poste dann!!!

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