Marktberichte

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Börse Frankfurt: An den Börsen geht wieder die Angst um

Der Dax verliert wieder deutlich an Boden. Die Euro-Krise drängt sich immer mehr in den Fokus der Anleger. Mit ihr steigt die Nervosität und der Verkaufswille. Kippt jetzt die Stimmung an den Aktienmärkten?

Düsseldorf/FrankfurtDie Euro-Krise geistert wieder an den Börsen umher. Lange ignoriert oder fast schon für gelöst gehalten, kommt sie wieder zurück und löst bei vielen alte Ängste aus. Die Anleger ließen sich auch von zum Teil guten Nachrichten nicht aufheitern. Sie verkauften am Mittwoch Aktien im großen Stil und bescherten dem Dax damit ein Minus von 1,1 Prozent auf 7.581 Punkte.

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In der zweiten Reihe liefen die Aktien etwas besser. Der MDax schloss bei 12.644 Punkten nur 0,1 Prozent im Minus und der TecDax kam am Ende auf ein Plus von 0,6 Prozent auf 880 Zähler.

Anlagetipps: Finger weg von Finanzprodukten, wenn...

  • Tipp 1

    ... Renditen von über acht Prozent pro Jahr versprochen werden, gleichzeitig aber ein Drittel der eingeworbenen Summe für Kosten wie Werbung oder Vertrieb draufgeht

  • Tipp 2

    ...der Initiator bislang noch keine erfolgreichen Finanzprodukte aufgelegt hat

  • Tipp 3

    ...der Initiator nicht nachweisen kann, dass er die versprochenen Renditen im Kerngeschäft erwirtschaftet oder mit Vorgängerprodukten bereits erzielt hat

  • Tipp 4

    ...das Objekt, in das investiert werden soll, noch nicht feststeht oder das Anlegergeld als Kredit an andere Gesellschaften weitergereicht wird, der Anleger sich also nicht direkt an einer Immobilie oder einem Schiff beteiligt

  • Tipp 5

    ...Anleger Geld nachschießen müssen, falls das Unternehmen zum Sanierungsfall wird

Die US-Börsen konnten sich erst nach Frankfurter Börsenschluss von ihrem anfänglichen Minus befreien. Am Abend notierte der Dow Jones unverändert auf 13.978 Punkte, der S&P 500 und der Nasdaq konnten jeweils 0,1 Prozent zulegen.

Bei den Anlegern sitzt die Angst vor einem erneuten Entfachen der Euro-Krise immer noch tief. Gerade einmal zwei Tage ist es her, dass der Dax satte 2,5 Prozent verlor. Die Anleger verloren mit den andauernden Korruptionsvorwürfen gegen den spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy und dem Wiedererstarken der Berlusconi-Partei in Italien immer mehr den Glauben an die fragile Stabilität der Euro-Zone.

Einige Experten gehen davon aus, dass angesichts der unübersichtlichen Lage in Südeuropa und den ohnehin sehr hohen Kursen an den Börsen weltweit einige Insider durch vermehrte Verkäufe ihre Positionen neu ausrichten. Dies muss keine Trendwende sein, könnte aber in den nächsten Tagen für vermehrte Kursschwankungen und -verlusten führen.

Der VDax lässt diese Entwicklung erahnen. Der Volatilitätsindex stieg mit 19,13 Punkten auf den höchsten Stand seit zweieinhalb Monaten und zeigt, dass bei den Aktionären die Nervosität steigt.

Am Vormittag konnten noch nicht einmal die neuesten Ifo-Zahlen zur konjunkturellen Entwicklung der Euro-Zone die Sorgen der Börsianer zerstreuen. Laut dem Ifo-Institut in München verbesserte sich das Wirtschaftsklima im ersten Quartal 2013 von 81,7 auf 95,1 Zähler. "Ein Silberstreif am Horizont ist erkennbar", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn am Mittwoch zu der Umfrage unter 281 Experten aus mehreren Ländern.

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Zwar beurteilten die Befragten die Wirtschaftslage erneut etwas schlechter. Die Erwartungen für die nächsten sechs Monate fielen allerdings vermehrt positiv aus und erreichten den höchsten Stand seit fast zwei Jahren. Insgesamt wird im Euro-Raum in den nächsten sechs Monaten in allen Ländern außer Zypern, Finnland, Portugal und Spanien mit einer Verbesserung der Situation gerechnet.

Dennoch blieb er eine entsprechende Reaktion an den Aktienmärkten aus. Ein Händler begründete die Vorsicht der Börsianer folgendermaßen: "Es fehlt an Impulsen nach oben, dafür scheint vielen die innenpolitische und wirtschaftliche Lage in Spanien und Italien zu unsicher."

Der Euro zeigte sich heute trotz der guten Ifo-Zahlen schwach. Im Vergleich zum Dollar verlor die europäische Gemeinschaftswährung 0,4 Prozent auf 1,3530 Dollar.

  • 06.02.2013, 23:41 UhrHegglin

    @Zocker

    wie so reklamierst du eigentlich, dank N-TV und Handelsblatt als Indikator, weißt du überhaupt was du machen sollst, wenn du sonst keine Ahnung hast.

  • 06.02.2013, 19:42 UhrMary

    @ TingelTangel

    Holzhammer hat einen gute Vorschlag; und nimm bitte z w e i
    Desserts mit
    Und weiter: Bei den Drei von der Börse kann der anfängliche Fehler durch Zertifikat und Erweiterung korrigiert werden

  • 06.02.2013, 18:58 Uhrgroundedpilot

    "Warum zum teufel soll ich long gehen" -

    danke lieber gott, ich war long und hab heute 38 punkte x 2, gestern nur bescheidene 21, ebenso long - versteht sich, gemacht!

    das timing zählt, alles andere ist quatsch!

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