
DüsseldorfWas für ein Börsenjahr. Viele Prognosen wurden aufgrund der Schuldenkrise hinfällig, der Euro verlor gegenüber dem Dollar gut drei Prozent und der Dax legte historisch lange Talfahrten hin. Selbst die Jahresendrally blieb dieses Jahr aus.
Am letzten Handelstag des Jahres ging es dagegen eher ruhig zu. In einem eher dünnen Handel pendelte der Dax nur wenig verändert zwischen Minus und Plus und schloss am verkürzten Handelstag um 14 Uhr 0,9 Prozent höher bei 5.898 Punkten.
Seit Weihnachten sind die Umsätze stark gesunken. Im Dax zum Beispiel wurden zuletzt nur Aktien im Volumen von gut einer Milliarde Euro gehandelt – an normalen Tagen sind es deutlich mehr als drei Milliarden Euro. Christoph Schmidt von der Wertpapierhandelsbank NMF bezeichnete die Kurse deshalb als „zufallsgetrieben“.
+ 0,17 Prozent
+ 1,33 Prozent
+ 4,81 Prozent
+ 7,32 Prozent
+ 13,18 Prozent
+ 20,19 Prozent
+ 26,53 Prozent
Analyst Stefan de Schutter von der Alpha Wertpapierhandelsbank sprach von einem „lustlosen und zufallsgetriebenen Handel“, der sich auch in der ersten Woche des neuen Jahres fortsetzen dürfte. Am Montag nämlich bleiben die Börsen in den USA, Großbritannien, Japan und der Schweiz geschlossen.
So war 2011
Insgesamt hat der Dax somit in diesem Jahr 14,7 Prozent verloren, der Euro Stoxx 50 Index für die Standardwerte im Euro-Raum büßte auf Jahressicht sogar 18 Prozent ein. Dabei hatte es vielversprechend begonnen: Bis zum Mai kletterte der Dax auf ein Dreieinhalb-Jahres-Hoch von 7600 Zählern. Im Zuge der europäischen Schuldenkrise folgte dann ein Absturz um mehr als 2500 Punkte. Der Tiefpunkt war ein Stand von 4965,80 Stellen im September. Dies war der niedrigste Stand seit gut zwei Jahren.
- 34,11 Prozent
- 37,88 Prozent
- 42,43 Prozent
- 44,61 Prozent
- 45,75 Prozent
- 47,39 Prozent
- 71,24 Prozent
Deutschlands Konzerne haben einer Studie zufolge infolge der Euro-Schuldenkrise an Gewicht an den Weltbörsen eingebüßt. Zwar platzierten sich wie im Vorjahr vier deutsche Adressen unter den 100 teuersten Unternehmen der Welt, wie die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young ermittelt hat. Allerdings nahm deren Börsenwert mit Ausnahme der Softwareschmiede SAP ab. Angeführt wird die Top-100-Liste wie schon 2010 vom US-Ölriesen Exxon.
Nur sieben von 30 Papieren im Dax dürften das Jahr im Plus beenden. Der größte Gewinner wird einer der Kleinsten sein: Merck KGaA. Mit einem Plus von 28 Prozent lässt der Darmstädter Chemie- und Pharmakonzern alle hinter sich. Nach Marktkapitalisierung ist das Unternehmen das zweitkleinste in der ersten deutschen Börsenliga; es ist gerade mal fünf Milliarden Euro wert, kleiner ist nur noch die Lufthansa.
100.062 Euro
101.450 Euro
102.280 Euro
102.360 Euro
103.690 Euro
106.430 Euro
107.430 Euro
107.490 Euro
111.780 Euro
112.550 Euro
115.910 Euro
117.380 Euro
122.820 Euro
123.130 Euro
124.210 Euro
127.360 Euro
129.610 Euro
130.690 Euro
132.230 Euro
183.500 Euro
Schwächster Wert im Dax ist auf Jahressicht – wenig verwunderlich – die Commerzbank. Unter dem Strich steht ein Minus von 71 Prozent. Im Frühjahr kostete die Aktie noch mehr als sechs Euro. Danach belastete zunächst die große Kapitalerhöhung den Kurs. Später wurde klar, dass die Commerzbank wohl noch mehr Kapital braucht. Die Aktie rutschte zwischendurch fast auf Pennystock-Niveau, also die Nähe der Ein-Euro-Marke. Solange die Kapitalfrage nicht geklärt sei, sollten Anleger noch nicht auf steigende Kurse setzen, meint Dirk Becker von Kepler Equities. Die Aktie sei allerdings auch schon zu günstig, um auf fallende Kurse zu wetten.
Schuldenkrise und nervöse Anleger sorgten für Turbulenzen beim Euro: Das Jahr 2011 war definitiv kein gutes Jahr für den Euro. Die Gemeinschaftswährung hat im zu Ende gehenden Jahr ein Minus von gut drei Prozent verzeichnet und damit das zweite Jahr in Folge einen Verlust. Und dennoch: Angesichts der Fülle an Problemen in der Euro-Zone halten viele Analysten das Minus des Euro für moderat.

Ich beende ein gutes Börsenjahr:
Depotanalyse sagt: "Performance Kapitalentwicklung relativ in %: 38,25".
Mal sehen, was 2012 bringt...

endlich ein kleiner sprung und dennoch stellen heute die 5.900 einen widerstand dar...wir prallen (noch) ab...
mal gucken ob es am montag zum 2.1.12 etwas optimistischer am markt zugeht...






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