FrankfurtAnleger haben die Verluste der Vorwoche zum Einstieg in Aktienmärkte genutzt. Der Dax schloss am späten Montagnachmittag 0,9 Prozent höher bei 8.383 Zählern. Vor dem Wochenende hatte der Leitindex zwei Tage in Folge nachgegeben und damit seiner vorangegangenen vierwöchigen Rekordjagd Tribut gezollt. Für den MDax ging es um 0,6 Prozent auf 14.067 Punkte hoch und der TecDax gewann 1,1 Prozent auf 969 Punkte.
Der mittelfristige Aufwärtstrend sei intakt, sagte Hendrik Klein, Chef des Hochfrequenz-Händlers und Vermögensverwalters Da Vinci Invest. Ähnlich urteilte Helaba-Analyst Christian Schmidt. Die bisherige Korrektur des Dax sei vergleichsweise gering ausgefallen.
Die Analysten der Credit Agricole beurteilten die Aussichten zurückhaltender und warnten vor größeren Kursschwankungen. "Die Märkte haben Schwierigkeiten zu verstehen, wie sich die Weltwirtschaft entwickelt und welche Auswirkungen die Aktivitäten der Notenbanken haben." Zahlreiche Zentralbanken wollen der Konjunktur mit Geldspritzen auf die Sprünge helfen. Zuletzt hatten enttäuschende Konjunkturdaten aus China und Spekulationen über eine vorzeitige Straffung der US-Geldpolitik die Märkte weltweit belastet.
Der Dax wird aus der Taufe gehoben. Basis der Berechnung ist der 30. Dezember 1987 mit einem Wert von 1.000 Punkten.
In Frankfurt geht das "Interbank Informations System" - kurz Ibis genannt und eine Art Vorläufer des Xetra-Systems - an den Start.
Die Börse führt den MDax ein, dem zunächst 70 mittelgroße Unternehmen angehören. Im März 2003 wird der MDax auf 50 Unternehmen verkleinert.
Bei der Privatisierung der Deutschen Telekom wird die T-Aktie als Volksaktie vermarktet. Das Interesse der Öffentlichkeit am Dax nimmt dramatisch zu.
Start des Neuen Marktes. Nach einer Reihe von Skandalen wird das Segment am 21. März 2003 wieder abgeschafft. Am 24. März 2003 wird als inoffizieller Nachfolger der TecDax eingeführt, dem 30 Tech-Aktien angehören.
Mit dem neuen elektronischen Handelssystem Xetra - kurz für "Exchange Electronic Trading" - bricht für die Börse ein neues Zeitalter an. Zunächst werden 109 Aktien auf Xetra gehandelt. Später öffnet die Börse Xetra für alle deutschen sowie für europäische und US-Aktien.
Der Dax erreicht ein Rekordhoch von 8136,16 Punkten. Händler begründen die Euphorie mit Fusionsfieber. Ein geplanter Zusammenschluss der Deutschen mit der Dresdner Bank scheitert aber. Die Dresdner Bank geht an die Allianz, die sie im Mai 2009 an die Commerzbank weiterreicht.
Auf dem Höhepunkt der Börseneuphorie wird die Chip-Tochter von Siemens, Infineon, zu einem Emissionspreis von 35 Euro an den Anleger gebracht. Die Platzierung ist 33fach überzeichnet. Beim Börsendebüt am nächsten Tag erreicht die Aktie in der Spitze knapp 85 Euro. Heute notieren die Infineon-Titel bei 6,60 Euro. Danach beginnt eine langjährige Abwärtsbewegung, die von den Anschlägen in New York und Washington am 11. September 2001 verschärft wird.
Der Dax rutscht unter 2200 Punkte und notiert damit so tief wie zuletzt im November 1995. Im Laufe des Jahres dreht er. Mit der Erholung der Weltwirtschaft in den Folgejahren wächst auch das Vertrauen in die Gewinnentwicklung der Unternehmen wieder.
Erstmals seit März 2000 steigt der Dax wieder über 8000 Punkte.
Mit 8.152 Zählern setzt der Dax einen neuen Meilenstein. Trotz erster Bankenpleiten und Notoperationen der EZB am Geldmarkt hält sich der Dax zu Beginn des Krisenjahres 2008 über 8000 Zählern. Doch ab dann geht es bergab.
Der Absturz der damals im Dax gelisteten Aktien des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate um 35 Prozent leitet die Talfahrt des Dax ein.
Die Krise der Banken hat Tribut gefordert: 56 Prozent hat der Dax seit dem Hoch vom 13.7.2007 eingebüßt. Mit 3588 Punkten erreicht er zeitweise den niedrigsten Stand seit Oktober 2003. Doch es gibt Hoffnung. Denn nur wenige Tage später wirft die Fed die Notenpresse an. Von nun an geht es mehr oder weniger bergauf. Anfang Mai 2011 steht der Dax schon wieder bei 7500 Punkten.
Der Dax knackt mehrere Tage hintereinander ein Allzeithoch nach dem anderen und erreicht den höchsten Stand aller Zeiten: 8.358,23 Punkte.
Der Dax schießt in der Spitze rund 0,9 Prozent ins Plus auf 8.558 Punkte – ein neues Allzeithoch. Gegen Handelsende beruhigt sich die Lage ein wenig. Am Ende schließt der Deutsche Aktienindex rund 0,7 Prozent fester auf 8.531 Zähler.
Aufgeschreckt durch enttäuschende Konjunkturdaten aus China gehen die Börsen rund um den Globus auf Talfahrt. Am härtesten trifft es den Nikkei. Der japanische Leitindex bricht um gut 1.100 Punkte oder 7,3 Prozent auf 14.483 Zähler ein und verbuchte damit den größten Tagesverlust seit der Atomkatastrophe von Fukushima. Das geht auch nicht am Dax vorbei. Am Ende verliert der Leitindex 2,1 Prozent auf 8.351 Punkte.
Schwierig wird es nach Einschätzung von Marktstratege Carsten Klude von MM Warburg für die Börsen erst, wenn die Notenbanken den Fuß vom Gaspedal nehmen. "Ich fürchte, dass die negativen Konsequenzen für die Konjunktur sehr dramatisch zu spüren sein werden", sagt der Experte. "Wir sind auf Gedeih und Verderb auf das niedrige Zinsniveau angewiesen."
DWS-Fondsmanager Andre Köttner warnt vor einer Überschätzung des Dax. "Sie können nicht die wirtschaftliche Stärke eines Landes allein an der Kursentwicklung der 30 größten börsennotierten Unternehmen messen - das ist ein Indiz unter vielen, mehr nicht", sagte der Anlageexperte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Sie müssen die ganze Welt in den Blick nehmen."
Spitzenreiter im Dax waren Commerzbank, deren Aktien sich nach einer Hochstufung und wenige Stunden vor Abschluss der milliardenschweren Kapitalerhöhung um 4,5 Prozent auf 8,02 Euro verteuerten. Die Papiere hatten in den vergangenen drei Monaten gut 27 Prozent und damit deutlich mehr als jeder andere Wert im deutschen Leitindex verloren. Die Titel der Deutschen Bank gewannen 1,7 Prozent.

"Die Märkte haben Schwierigkeiten zu verstehen, wie sich die Weltwirtschaft entwickelt und welche Auswirkungen die Aktivitäten der Notenbanken haben."
Die Märkte habe jeden Tag das Problem, irgendetwas zu verstehen. Mr. Market, willst du mich heiraten?

Tolle Analyse, was sind Sie klug! Bestimmt schon Milliardär mit der Strategie.
Was kostet sie?

Veto!
Das ist Berichterstattung par excellence.
Muss ich mir von einer Publikation sagen lassen, warum es wie weit wohin geht? Nein, muss ich nicht, will ich nicht. In den ausgebreiteten Gedärmen der bunten Vögel kann ich selbst besser lesen.






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