
FrankfurtDer Dax hat am letzten Wochenhandelstag kein Plus geschafft, obwohl er einige Male kurz davor war. Den Handel beendete der Deutsche Leitindex schließlich 0,68 Prozent niedriger bei 7.232 Punkten. Daran konnten auch die guten Zahlen der US-Banken und das gestiegene Verbrauchervertrauen nichts ändern.
„Auf der einen Seite steht für den Markt immer noch die Schuldenkrise im Mittelpunkt“, sagte ein Händler. „Da entsteht zunehmend der Eindruck, dass Spanien bald einen Hilfsantrag stellt, und das wäre zunächst einmal sehr positiv.“
Deshalb würde sich der Dax auch vergleichsweise gut behaupten. „Auf der anderen Seite kommen eher skeptische Aussagen von Unternehmen“, sagte der Börsianer weiter. „Aber weil man darauf auch schon wieder vorbereitet ist, ziehen diese den Markt nicht wirklich nach unten.“
Durchwachsene Bilanzsaison
Mit Enttäuschungen begann die US-Bilanzsaison, mit Enttäuschungen ging sie weiter. Nach Alcoa schockierte am Freitag AMD die Anleger mit seiner Bilanz, die er am Donnerstagabend bekanntgab. Der Chiphersteller kappte wegen einer weltweit schwachen Nachfrage seine Umsatzprognose für das dritte Quartal. AMD-Aktien sackten im US-Handel um zehn Prozent ab.
Ein Lichtblick im Bilanzreigen waren dagegen die Zahlen von JP Morgan Chase vom Freitag. Die US-Bank hatte die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Der Nettogewinn stieg auf 5,7 Milliarden Dollar von 4,3 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum, wie das Geldhaus am Freitag mitteilte. Der Gewinn je Aktie betrug 1,40 Dollar je Aktie. Von Thomson Reuters befragte Analysten waren im Durchschnitt von 1,24 Dollar ausgegangen. Die Einnahmen von 25,9 Milliarden Dollar übertrafen ebenfalls die Erwartungen. Die Aktie fiel allerdings im US-Handel nach einem positiven Start.
Für deutsche Bankaktien ging war das Bild uneinheitlich. Wegen Gerüchten darüber, dass sich die Einführung von Basel III verzögern könnte, stiegen die Aktien der Commerzbank. Spekulationen, dass neue, strenge Eigenkapitalvorschriften mit einer deutlichen Verspätung kommen könnten, hatten bereits am Vorabend die Finanzwerte angetrieben. „Auch wenn an dem Gerücht nichts dran ist, es wirkt noch nach“, sagte ein Händler. Die Commerzbank-Aktie führte den Dax mit einem Plus von 1,8 Prozent an. Die Aktien der Deutschen Bank schlossen dagegen 1,5 Prozent schwächer.
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren: +88,8 Prozent (ohne Dividenden)
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.888 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +52,7 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.527 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +31,3 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.313 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,1 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1101 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,3 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.103 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +228 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.285 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +314 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 4.142 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +428 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 5.275 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +221 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.205 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +92 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.916 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +151 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 2.509 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +67 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.666 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +56 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.559 Euro
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.095,90 Euro*
*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 0,92 Prozent (Spareckzins)
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.209 Euro*
*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 1,92 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.266 Euro*
*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 2,39 Prozent
Konjunkturdaten halfen kaum
Die Stimmung der US-Konsumenten hat sich überraschend aufgehellt, was dem Dax einen leichten Schub gab, ihn aber nicht dauerhaft ins Plus befördern konnte. Der Index für das Verbrauchervertrauen stieg Anfang Oktober auf 83,1 Zähler von 78,3 Punkten im September, teilten Thomson Reuters und die Universität Michigan am Freitag zu ihrer Umfrage mit. Das ist der höchste Wert binnen fünf Jahren. Von Reuters befragte Experten hatten einen Rückgang auf 78,0 Zähler erwartet. Der von Anlegern stark beachtete Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten der US-Verbraucher anzeigt.

GAU abgesagt!
Die relative Stärke, nicht die absolute, wird in den kommenden Jahren entscheidend sein. Und da gibt es derzeit mit deutschen Bluechips nichts zum Bibbern; jedenfalls niccht für mittelfristig oder langfristig orientierte Anleger.






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