Marktberichte

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Börse Frankfurt: Dax im Minus - Anleger hoffen auf EZB

Vor der EZB-Sitzung am Donnerstag wagen sich die Anleger nicht aus der Deckung. Über weite Strecken dümpelte der Dax am Dienstag knapp unter 7000 Punkten. Schlechte US-Daten drückten den Index deutlich ins Minus.

DüsseldorfSchlechte Daten zur US-Konjunktur haben den Dax am Dienstag Verluste beschert. Nachdem der Leitindex über weite Strecken des Tages leicht unter der 7000-Punkte-Marke gedümpelt hatte, ging das Börsenbarometer mit einem Minus von 1,2 Prozent und 6932 Punkten in den Feierabend. Der MDax rutschte um 1,3 Prozent auf 10.905 Stellen, der TecDax verlor 0,7 Prozent und schloss bei 793 Zählern.

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Der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe in den USA war im August auf 49,6 gefallen. Von Bloomberg News befragte Analysten hatten mit einem Anstieg von 49,8 im Juli auf 50,0 Punkte gerechnet. Darüber hinaus fielen die Bauausgaben in der größten Volkswirtschaft der Welt im Juli um 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat, während Ökonomen einen Anstieg um 0,4 Prozent prognostiziert hatten.

Der Tag an den Märkten (Stand: 18:00 Uhr)

Zuvor stand der Börsentag ganz im Zeichen der am Donnerstag stattfindenden EZB-Sitzung, bei der Mario Draghi voraussichtlich Details zu den geplanten Anleihekäufen der Eurozonen-Peripherieländer vorstellen wird. Entsprechend zurückhaltend agierten die Anleger im Vorfeld.

Bereits am Morgen wurden die Kurse von einer Ansage der Ratingagentur Moody's unter Druck gesetzt. Sie hat die Europäische Union (EU) vor einer Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit gewarnt. Die Ratingagentur senkte in der Nacht zum Dienstag den Ausblick für die Top-Bonitätsbewertung der EU auf negativ. Sie begründete dies mit den negativen Aussichten für die Spitzennote der vier Schwergewichte Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Niederlande, die am meisten zum EU-Haushalt beitragen.

Börsengurus Diese Aktien haben die Superinvestoren im Depot

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Aussagen von EZB-Chef Mario Draghi vor EU-Abgeordneten sorgten allerdings für ein Gegengewicht. Den Parlamentariern zufolge hatte Draghi erklärt, der Kauf von Staatsanleihen mit einer Laufzeit von bis zu drei Jahren stelle keine Staatsfinanzierung dar. Dies ist für einen Händler ein Indiz dafür, dass die EZB in der Schuldenkrise nun doch aggressiver vorgehen will. Die Warnung der US-Ratingagentur Moody's, die Kreditwürdigkeit der EU - also inklusive von Nicht-Euro-Staaten wie Großbritannien - zu senken, rücke durch die Hoffnungen auf die EZB in den Hintergrund.

Die Woche an den Märkten

  • Montag

    Die neue Woche beginnt mit Daten für das verarbeitende Gewerbe in den einzelnen Staaten der Euro-Zone. Sogar für schwächere Staaten wie Italien rechnen die Experten mit einem Anstieg im Vergleich zum Juli.

  • Dienstag

    Für den Euro-Raum gibt es die Juli-Erzeugerpreise, die zwar weiter zurückgehen dürften, jedoch weniger stark als im Vormonat. Aus den USA kommt der ISM-Index zum verarbeitenden Gewerbe im August, der auf dem Niveau vom Juli liegen dürfte.

  • Mittwoch

    Der Dienstleistungsindex für die Länder der Euro-Zone bestimmt am Vormittag den Handel. Allgemein rechnen die Experten mit einer weiteren Enttäuschung. Am Nachmittag dominieren dann von der Wall Street aus die Daten zu den Lohnstückkosten und zur Produktivität im verarbeitenden Gewerbe im zweiten Quartal. Beide Indikatoren werden eher wenig Überraschungspotenzial bieten.

  • Donnerstag

    Heute ist der wichtigste Tag der Woche, nicht nur, weil die Europäische Zentralbank ihre Zinsentscheidung bekanntgibt. Dabei dürfte wie im vergangenen Monat schon eher der Ausblick von Präsident Mario Draghi als die tatsächliche Zinsentscheidung im Mittelpunkt des Anlegerinteresses stehen. Ebenfalls gibt es an diesem Tag Zahlen zum europäischen Inlandsprodukt im zweiten Quartal sowie die Auftragseingänge der deutschen Industrie im August. In den USA stehen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe an sowie der ISM-Index für das nichtverarbeitende Gewerbe.

  • Freitag

    Die deutsche Handelsbilanz und Industrieproduktion im Juli beschließen mit dem Arbeitsmarktbericht der USA die Woche.

Die Spitzen-Bewertung „AAA“ für die EU behielt Moody's zwar bei. Trotzdem könnte der Warnschuss den Druck auf die EZB erhöhen, bei ihrer Sitzung am Donnerstag einen detaillierten Plan zur Bekämpfung der europäischen Schuldenkrise vorzulegen. Im Juli hatte Moody's die Top-Note für die Bonität Deutschlands, der Niederlande und Luxemburgs bestätigt, nahm aber den Ausblick von „stabil“ auf „negativ“ zurück.

Prognosen der Börsenprofis „Dieses Mal wird es noch schlimmer“

  • Prognosen der Börsenprofis: „Dieses Mal wird es noch schlimmer“
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Wenig Auswirkung auf das Börsengeschehen hatten die am Nachmittag ebenfalls bekanntgegebenen Erzeugerpreise der Eurozone. Sie waren im Juli gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent gestiegen. Von Bloomberg News befragte Analysten hatten mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet.

  • 05.09.2012, 18:32 UhrRechner

    Nochmal langsam und zum Mitschreiben:

    DIE EU HAT KEINE SCHULDEN.

    NULL - NIX - ZEROTTO.

    DER EU-HAUSHALT WAR IMMER AUSGEGLICHEN - KEIN DEFIZIT.

  • 05.09.2012, 00:59 UhrW.S

    Mich interessiert nicht der DAX Stand, sondern das Unternehmen
    selbst. Es gibt immer unterbewertete Aktien im DAX, MDax u. SDax,
    die zur Altersvorsorge etwas taugen.
    Fundamental muss alles in Ordnung sein, keine Kapitalerhöhung
    anstehen( EKquote mind. 30%), KBV unter1, moderates KGV,
    Schuldenquote muss sich noch im Rahmen bewegen und vieles
    mehr.Die detailierten Ausführungen würden hier den Rahmen
    sprengen. Ich muss nur bereit sein die Gewinne nicht zu realisieren und das über 5Jahre. Danach weitere Anlageentscheidungen treffen. Gewinne und Div. immer wieder
    reinvestieren. Disziplin sehr wichtig und keine Gier entwickeln.
    ( siehe Schuler, Elexis, Init, Infineon). Wer Zeit hat das Commerzbankschnäppchen bei 1,24 Euro)
    MfG
    Walter Schmid

  • 05.09.2012, 00:25 UhrW.S

    @Dr.Leineweber
    Richtig erkannt. Ich kenne viele Rentner, die unter 1000Euro
    Rente beziehen. Die Politik geht immer davon aus, dass viele
    Rentner in Großbetriebe arbeiten, tolle Betriebsrenten bekommen und nicht zur Kenntnis nehmen, dass die Masse
    von solchen Renten nur träumen kann. Viele sind auf
    Hinzuverdienste angewissen, um nicht in der Alterarmut schon
    heute zu landen.Die Rente verkommt zur Grundrente und muss noch
    schrittweise versteuert werden.( Grundfreibetrag berücksichtig,
    2%jahrlich).
    Wenn man ewiglich Hartz 4 bekommt und nie gearbeitet hat,
    der hat mit Wohngeld, Stromzuschuss, GEZ Befreiung und
    noch vieles mehr auch eine schöne Rente als Single.
    MfG
    Walter Schmid

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