FrankfurtDer Handelstag ist vorbei, doch erst jetzt fängt er richtig an. Verantwortlich dafür ist die Federal Reserve. Die amerikanische Notenbank (Fed) wird am Abend (MESZ) ihre Entscheidung bekanntgeben, ob sie die Wirtschaft wieder unterstützen wird oder nicht. "Die US-Konjunkturdaten sind schwach und die Fed hat zugesagt, das Wachstum anzukurbeln", sagte Fondsmanager Amer Khan von Shuaa Asset Management. "Die Leute erwarten von der Fed den 'Twist'. Sollten sie nichts tun, wäre das negativ und der Fokus würde sich wieder auf Europa richten."
Der Dax notierte heute dementsprechend unspektakulär. Zwar schwankte er am Morgen ein wenig, doch die Ausschläge hielten sich in engen Grenzen. Am Ende schloss der Dax den umsatzarmen Handelstag 0,5 Prozent im Plus auf 6.392 Punkte. Die zweite Reihe war etwas lebhafter. Der MDax konnte um ein Prozent steigen auf 10.404 Punkte und der TecDax lag 1,1 Prozent im Plus auf 748 Zähler.
- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)
+ 0,1 Prozent
- 0,3 Prozent
+ 0,1 Prozent
1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)
1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)
106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)
Bei der sogenannten "Operation Twist" geht es um eine Umschichtung des Anleihebestandes, um sukzessive kurzfristige durch langfristige Vermögenswerte zu ersetzen. Damit könnte die Fed die langfristigen Zinsen weiter drücken und so die Wirtschaft anschieben. Für eine erneute Lockerung der Geldpolitik (QE3), auf die einige Investoren setzten, sei es dagegen zu früh, betonte Helaba-Analyst Christian Schmidt.
Neben der Entscheidung der amerikanischen Notenbank sorgten auch kommende Gipfeltreffen für zurückhaltende Anleger. "Da will niemand auf dem falschen Fuß erwischt werden", erklärte ein Händler die Vorsicht der Anleger. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reist am Freitag nach Rom, wo sie mit Italiens Ministerpräsident Mario Monti, dem französischen Staatspräsidenten Francois Hollande und Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy über die Schuldenkrise beraten will.
Von den US-Börsen ging heute auch keine Trendwende aus. Der Dow Jones lag nach Frankfurter Börsenschluss 0,1 Prozent im Minus auf 12.825 Punkte, der S&P-500 gab 0,2 Prozent nach auf 1.356 Punkte und der Nasdaq-100 notierte 0,1 Prozent fester auf 2.623 Zähler.
Bundesregierung dementiert Multimilliarden-Hilfsplan
Die deutsche Regierung ist einem britischen Zeitungsbericht über einen angeblichen Multimilliarden-Hilfsplan für angeschlagene Euro-Länder mit Hilfe von Anleihen-Käufen der europäischen Krisenrettungsfonds entgegengetreten. Über derartige Initiativen haben man beim G20-Gipfel im mexikanischen Los Cabos nicht gesprochen, sagte ein deutscher Regierungsvertreter am Dienstag am Rande des Treffens. Die Regeln für den vorläufigen Rettungsschirm EFSF und den künftigen dauerhaften Hilfefonds ESM sehen die Option von Staatsanleihen-Käufen am Sekundärmarkt vor, aber nur unter bestimmten Bedingungen. So darf der EFSF sich nur am Sekundärmarkt betätigen, wenn die Europäsche Zentralbank zuvor (EZB) außergewöhnliche Marktbedingungen festgestellt hat.

@Deltaone
posten Sie bitte morgen und übermorgen in dem DAX-Forum, möglichst auch Daytrader_wave!

Kopf hoch, Mary! Einige der Foranten, die Sie zu nützlichen Kommentatoren erziehen möchten, kommen mit weniger als 150 Wörtern aus.

@SpanishMarie
Sie sind für Spanien zuständig.
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