Marktberichte

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Börse Frankfurt: Dax nimmt neuen Anlauf auf Jahreshoch

Der Dax klettert weiter in Richtung 7700-Punkte-Marke. Der drohende Sturz von der "Fiskalklippe" schreckte die deutschen Anleger am Donnerstag nur wenig. Die Umsätze waren zum Jahresende allerdings verschwindend gering.

FrankfurtVor dem Jahreswechsel haben sich die meisten Anleger an Europas Aktienmärkten sehr bedeckt gehalten. Dazu trug auch das andauernde Hick-Hack um den US-Haushalt bei. Dabei gingen die meisten Marktteilnehmer am Donnerstag davon aus, dass in letzter Minute in Washington noch eine Einigung erreicht werden wird.

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"Alles andere wäre politischer Selbstmord", sagte ein Händler. Der Dax ging am Ende mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 7655 Punkte aus dem Handel. Am Nachmittag verhinderten Aussagen des Mehrheitsführers der Demokraten im US-Senat, Harry Reid, wonach das Land auf die Fiskalklippe zusteuert, größere Gewinne im Dax. Der Euro rutschte auf das Vortagesniveau von 1,3230 Dollar ab, nachdem er zuvor noch ein Tageshoch von 1,3284 Dollar erreicht hatte.

Die Prognosen der Finanzprofis

  • George Soros, Investor

    „Ich glaube, die größte Gefahr ist tatsächlich, möglicherweise, ein Währungskrieg.“ (25.01.2013)

  • Marc Faber, Investor

    „Zum ersten Mal seit vier Jahren, seit dem Tief im März 2009, liebe ich den Markt wieder. Denn je höher es geht, desto wahrscheinlicher ist, dass es zu einem schönen Crash kommt, einem gewaltigen Crash.“ (31.1.2013)

  • Bill Gross, Fondsmanager

    „Die EZB ist in diesem Tagen die härteste der Zentralbanken. Aber angesichts einer europäischen Arbeitslosigkeit von 12 bis 13 Prozent - verglichen mit 7,7 Prozent in den USA  - müssen sie etwas tun. Letztendlich müssten sie ihre Währung in Relation zum Dollar und anderen Währungen schwächen, damit sie wettbewerbsfähiger werden.” (08.03.2013)

  • Felix Zulauf, Vermögensverwalter

    „Ich sehe nichts von einer Normalisierung. Die strukturellen Probleme sind nach wie vor da, sie sind nur kaschiert worden und hat sie für eine gewisse Zeit in einem Meer von neugeschöpfter Liquidität ertränkt.“ (21.02.2013)

  • Jim Rogers, Rohstoffguru und Fondsmanager

    „Amerika ist die größte Schuldnernation in der Geschichte der Welt.“ (24.02.2012)

  • Steen Jakobsen, Chefvolkswirt bei der Saxo Bank

    „Ich persönlich hatte sehr negative Erwartungen insbesondere bezüglich der Realwirtschaft und den Aktienmärkten. Bei der Wirtschaft lag ich richtig, bei den Aktienmärkten nicht. Aber sollten Aktienmärkte nicht eigentlich der Realwirtschaft folgen?“ (28.2.2013)

  • Warren Buffett, Investor

    Sicherlich, die nähere Zukunft ist unklar. Amerika blickt dem Unbekannten aber seit 1776 ins Auge. (01.03.2012)

  • Nouriel Roubini, Ökonom

    „Die Risiken werden vom Markt derzeit zu niedrig eingeschätzt. Sie werden im ersten Halbjahr wohl eingedämmt bleiben, aber sie könnten wieder an die Oberfläche kommen.” (04.03.2013)

  • Stan Druckenmiller, Hedge-Fonds-Manager

    „Die Party kann noch für eine Weile so weitergehen. Ich weiß nicht, wann sie enden wird, aber ich schätze, dass sie sehr schlimm enden wird.“ (5.3.2013)

  • Jim O’Neill, Chairman Goldman Sachs Asset Management

    „Ich erwarte keine anhaltende Aufwärtsbewegung von dem derzeitigen Niveau, ohne dass es weitere Hinweise darauf gibt, dass die Wirtschaft in einem irrwitzig starken Tempo wächst.“ (18.03.2013)

  • Barry Knapp, Barclays

    „Der große Treiber ist die Fed. Eine Wachstumskorrektur am Ende des ersten oder zu Beginn des zweiten Quartals ist wahrscheinlich. Unser Problem sind die Auswirkungen der fiskalischen Kontraktion, stagnierendes Wachstum und Investoren, die zu enthusiatisch sind in Bezug auf den Häusermarkt.“

  • Dan Veru, Investment-Chef Palisade Capital Management

    „Ich denke es gibt viele Investoren die darauf warten, in den Markt einzusteigen.“

  • Mohamed El-Erian, Co-CIO bei Pimco

    „Europa hat zwei Stangen Dynamit angezündet. Die erste betrifft die Inhaber kleiner Konten. Müssen auch sie Zwangsabgaben leisten, drohen soziale und politische Unruhen und ein Austritt aus der Eurozone. Die Folgen der anderen Dynamitstange sind weit komplizierter und ungewisser. Es ist eine Frage der Unverletzlichkeit von Bankguthaben in Europa. Und eine Erinnerung, dass Europa zu viele Ziele verfolgt und zu wenig Instrumente hat.“ (18.03.2013 zur Zwangsabgabe für zyprische Sparer)

Die Politiker in Washington haben noch bis zum Jahresende Zeit, den für die Konjunktur verheerenden Mix aus Steuererhöhungen und Ausgabenkürzung zu verhindern. Sollte ihnen das nicht gelingen, droht der weltgrößten Volkswirtschaft nach Einschätzung von Analysten 2013 eine Rezession. Präsident Barack Obama brach seinen Weihnachtsurlaub auf Hawaii ab, um die Verhandlungen voranzutreiben. Außer dem Streit um Steuern und Ausgaben droht den USA auch noch eine Ausgabensperre, da der Bund die vom Parlament erlaubte Schuldenobergrenze reißen dürfte.

"Das klingt gar nicht gut", sagte ein Händler. "Aber der Markt setzt wohl doch darauf, dass sich am Ende die Vernunft durchsetzen wird." Positiv nahmen die Anleger den Rückgang der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA in der vergangenen Woche auf.


  • 27.12.2012, 22:09 UhrInsider

    Window Dressing ist angesagt.

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