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Börse Frankfurt: Dax rettet Gewinne ins Ziel

Einige Anleger scheinen sich schon in die Feiertage verabschiedet zu haben. Impulse kamen nur von den Konjunkturdaten der USA, die für gemischte Gefühle sorgten. Das reicht für ein ordentliches Plus.

Händler an der Frankfurter Börse: Impulse kamen heute fast nur aus den USA. Quelle: dapd
Händler an der Frankfurter Börse: Impulse kamen heute fast nur aus den USA. Quelle: dapd

„Zwei Tage vor Weihnachten werden keine neuen Positionen aufgenommen“, sagte ein Börsianer am Nachmittag, womit er den Handel treffend zusammenfasste. Der Dax schloss nach einem optimistischen Handelstag 1,1 Prozent höher bei 5.852 Punkten.

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Die einzigen Impulse im eher dünnen Handel kamen aus den USA in Form von Konjunkturdaten. Als die Zahlen veröffentlicht wurden machte der Dax einen Schwenker nach unten, erholte sich aber vom kleinen Knick.

Gemischte US-Konjunkturdaten

In der vorigen Woche haben nur 364.000 Amerikaner erstmals einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Dies waren so wenig wie zuletzt im April 2008. Von Reuters befragte Analysten hatten mit 375.000 gerechnet, nach 368.000 in der Woche davor. Dies sei der tiefste Stand seit dem Frühjahr 2008, bevor die USA dann im Zuge der Lehman-Pleite ins „Finanzmarkt-Desaster“ stürzte, betonte Vimombi Nshom von IFR Economics. Der schwache Arbeitsmarkt gilt als Achillesferse der US-Wirtschaft und verhindert derzeit ein stärkeres Wachstum.

Für bröckelnde Kurse sorgte allerdings das BIP der USA. Die US-Wirtschaft ist nämlich im dritten Quartal langsamer gewachsen als bislang angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt legte endgültigen Berechnungen zufolge mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 1,8 Prozent zu, teilte das Handelsministerium in Washington am Donnerstag mit. Zuvor hatte es noch ein Plus von 2,0 Prozent vermeldet.

Andererseits hat das Konsumklima in den USA angezogen. Das Baromter für das Konsumklima stieg im Dezember um 5,8 auf 69,9 Zähler, teilten Reuters und die Universität Michigan am Donnerstag nach endgültigen Berechnungen mit. In einer ersten Schätzung war lediglich ein Wert von 67,7 Punkten veranschlagt worden. Die Verbraucher schätzten sowohl die wirtschaftliche Lage als auch die Aussichten besser ein.

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Als letzten Faktor könnte eine Erholung von den Vortagesverlusten von zeitweise bis zu zwei Prozent verantwortlich sein, kommentierte Chefhändler Matthias Jasper von der WGZ Bank. Zudem werde der Dax vom guten technischen Chartbild gestützt, das auf eine Jahresendrally von etwa 200 bis 300 Punkten hindeute. Die Entwicklung der Börsenkurse gleiche eher einem täglichen Münzenwerfen, als dass die Notierungen fundamental getrieben würden, sagte der Experte.

Der Tag an den Märkten (Stand 17:45 Uhr)

In die vorweihnachtliche Ruhe platzte am Mittwochabend die Herunterstufung Ungarns auf Ramschstatus durch die Ratingagentur S&P. Damit zog Standard & Poor's den Kollegen von Moody's nach, die diesen Schritt schon vorigen Monat vollzogen hatten. Die Herunterstufung brachte den ungarischen Forint und den Budapester Aktienleitindex unter Druck. Zum Euro verbilligte sie sich auf bis zu 308,56 Forint und notierte am Vormittag noch bei 306,50 Forint.

  • 22.12.2011, 23:35 UhrAnonymer Benutzer: Oliver_Bergauer

    Ich käme damit auf ca. 56 englische Melonen! :-(
    Mit Schirm und Scharm haue ich sie mir schlussendlich auf den Kopf. :-)

  • 22.12.2011, 19:47 UhrAnonymer Benutzer: Suess

    Charttechnisch geht's da weiter runter, Analystenkommentare findest Du z.B. bei onvista

  • 22.12.2011, 19:47 UhrAnonymer Benutzer: Suess

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