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Börse Frankfurt: Dax schafft wieder nicht die Wende

Den dritten Tag in Folge schließt der Dax schwach. Die Anleger suchen vergeblich nach Orientierungspunkten und halten sich lieber fern von Aktien. Einzige Überraschung am heutigen Tag: Die Commerzbank.

Händler winken schon ab: Diese Handelswoche macht keinen Spaß. Quelle: dpa
Händler winken schon ab: Diese Handelswoche macht keinen Spaß. Quelle: dpa

Und wieder ein Handelstag im Minus. Den Dax plagen seit Wochen Schwächenanfälle. Vorgaben aus den USA drückten ihn schon zum Start ins Minus. Am Ende des heutigen Tages verlor der Leitindex 1,7 Prozent auf 5.675 Punkte. Die zweite Garde der Indizes zeigte sich ebenfalls von einer schlechten Seite. Der MDax der mittegroßen Werte verlor über zwei Prozent auf 8.412 Punkte und der TecDax notierte 1,6 Prozent tiefer auf 662 Zähler.

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Die gestrige Konferenz zur Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed zerstörte die Hoffnung einiger Anleger auf ein neues Anleihekaufprogramm. Stattdessen verwies der geldpolitische Ausschuss in einem Kommentar auf "signifikante Abwärtsrisiken". Die abflauende Rezessionsgefahr erfordere, laut der Fed, außerdem derzeit keine Konjunkturspritzen.

Neben der Fed kamen erneut Belastungsfaktoren seitens der Politik. Bundeskanzlerin Angela Merkel erteilte einer erhöhten Haftungsobergrenze des dauerhaften Euro-Rettungsschirms ESM erneut eine Absage. „Die europäischen Institutionen betonen immer wieder nachdrücklich, was sie nicht gewillt sind, zu tun“, kritisierte Kit Juckes, leitender Analyst der Societe Generale. „Den Markt belastet dabei die Tatsache, wie wenig sie in einem entschuldeten Finanzsystem zu riskieren bereit sind - und das vor den Feiertagen.“

Der Tag an den Märkten (Stand: 18:00 Uhr)

Auf dem Frankfurter Parkett standen wieder einmal die Finanztitel im Fokus. Am Morgen noch verhältnismäßig stark erhöhte sich die Volatilität der Titel zur Mittagszeit. Zu Handelsschluss verlor die Deutsche Bank 1,9 Prozent auf 27,24 Euro und die Allianz notierte 2,1 Prozent schwächer. Im Gegensatz dazu konnte die Commerzbank heute von der Wiederbelebung des Bankenrettungsfond Soffin profitieren. Zur Mittagszeit schossen die Aktien an die erste Stelle unter den Dax-Werten und beendeten den heutigen Handelstag 5,2 Prozent im Plus auf 1,23 Euro.

Der Staat soll Banken im kommenden Jahr notfalls unter die Arme greifen können, damit sie höhere Kapitalanforderungen erfüllen. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch in Berlin, den vor einem Jahr stillgelegten staatlichen Bankenrettungsfonds Soffin wieder zu aktivieren. Wegen des Widerstands aus der FDP wird aber weiterhin auf Zwangsmaßnahmen für Banken verzichtet. Die Finanzaufsicht Bafin erhält aber mehr Befugnisse und kann früher eingreifen, sollte das Finanzsystem in Deutschland insgesamt gefährdet sein. „Das Ziel von Soffin II ist: schneller, weiter, früher“, hieß es in Regierungskreisen. Mit der Wiederbelebung des Soffin möglichst ab Februar oder März schafft die Koalition ein Instrument, um Banken stützen zu können, sollten sie die bis Mitte 2012 geforderten höheren Anforderungen der europäischen Bankenaufsicht nicht selbst stemmen können. Entscheidend für den Kursanstieg der Commerzbank war, dass Banken künftig Staatsanleihen in eine Bad Bank unter dem Dach des SoFFin auslagern könnten, sagte ein Börsianer. In der ersten Auflage des SoFFin von 2008 bis 2010 war das nur für toxische Wertpapiere möglich.

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  • 14.12.2011, 22:38 Uhrdaytrader

    " eng ", im vergleich zu einem dax-titel. aber auch in fuchs gehen im schnitt 100 - 150k stücke am tag um !

  • 14.12.2011, 22:09 UhrAnonymer Benutzer: Ein_leser

    @ Daytrader
    So ganz glaubwürdig erscheint das nicht. Ich kenne diese Papier nicht. Aber wer sich in einem engen Markt engagieren will, der holt doch nicht zuvor X-beliebige Leute mit ins Boot, um den Markt noch enger zu machen.

    Sorry, das nehme ich Ihnen ohne weitere Erläuterungen nicht ab. Das kling nach Bauernfängerei. Aber vielleicht erklären Sie das.

  • 14.12.2011, 21:07 UhrAnonymer Benutzer: Bilanzanalyst

    @ KeepCool

    Ohne Gefühl geht nicht viel. Könnte man derartige Entwicklungen analysieren, dann gäbe es jeden Abend eine Ansage, wie Morgen der Preis sein müsste.
    Bilanzen lesen und insbesondere bewerten ist nicht einfach. Aber Dollarkurs?
    Ich setze prinzipiell auch eher darauf, dass Amerika aus der Krise besser raus kommt. Insofern "Gut Holz".

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