
HB FRANKFURT. Die Aussicht auf höhere Dividenden hat am Montag die Anleger wieder an den deutschen Aktienmarkt gelockt. Der Dax kletterte um knapp ein Prozent auf 7283 Punkte und schloss damit so hoch wie seit gut drei Jahren nicht mehr. Auch an den europäischen Börsen überwog der Optimismus. So stiegen der Stoxx50 und der EuroStoxx50 um je 0,8 Prozent. In London und Paris beliefen sich die Kursgewinne der Standardwerte ebenfalls auf je rund ein Prozent.
Viele Börsianer führten die höheren Kurse auch auf die leichte Entspannung in Kairo zurück, die sich in rückläufigen Kosten für ägyptische Kreditausfallversicherungen niederschlug. „Dass sich die Lage in Ägypten nicht weiter verschlechtert hat, hilft ein wenig“, fügte ein Händler hinzu. „Eine gewisse Verunsicherung geht davon aber weiter aus.“
Dennoch konnten sich vor allem die Aktien einiger Fluggesellschaften erholen, die zuletzt wegen der Ausfälle im Sog der Krise unter Druck gewesen waren. Im Dax stiegen die Aktien der Lufthansa um 2,7 Prozent und zählten damit zu den größten Dax-Gewinnern. Die im SDax notierten Papiere von Air Berlin legten 3,8 Prozent zu.
Ansonsten kamen am Aktienmarkt die Bilanzen von Solarworld und Drillisch im TecDax sowie Gea im MDax gut an. So stiegen Solarworld um 6,7 Prozent und zogen Q-Cells um 9,6 Prozent sowie Centrotherm und SMA Solar um je rund sieben Prozent in die Höhe. Der Solarboom hat dem Bonner Konzern unerwartet hohe Zuwächse beschert, woran die Aktionäre über eine höhere Dividende beteiligt werden sollen.
Der Mobilfunkanbieter Drillisch will den Aktionären ebenfalls mehr Dividende zahlen, was den Aktienkurs um 5,7 Prozent in die Höhe trieb. Auch Anlagenbauer Gea erhöht die Dividende und wurde von den Aktionären entsprechend belohnt: Die Titel stiegen um über 6,2 Prozent.




