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Börse Frankfurt: Dax schließt nahe seinem Höchststand

Ein hoch volatiler Vormittag, ein ruhiger Nachmittag und ein erfreulicher Abendhandel: so könnte man den ersten Handelstag der Woche treffend beschreiben. Die größten Gewinner sind in der zweiten Reihe zu finden.

Gegen Abend dürfte den Händler gefallen haben, was sie auf ihren Monitoren an der Deutschen Börse in Frankfurt zu sehen bekamen. Quelle: AP
Gegen Abend dürfte den Händler gefallen haben, was sie auf ihren Monitoren an der Deutschen Börse in Frankfurt zu sehen bekamen. Quelle: AP

FrankfurtDer Dax hat am späten Montagnachmittag kräftig zulegen und das Niveau bis Handelsschluss halten können. Er konnte um 1,45 Prozent auf 6.057 Punkte zulegen und verfehlte dabei sein Tageshoch bei 6.067 Punkten nur knapp. Die Märkte waren vor dem wichtigen EU-Gipfeltreffen am Mittwoch hypernervös, sagte ein Börsianer. Auch andere Händler berichteten von einem dünnen Geschäft, denn die Anleger hielten sich vor den neuen wegweisenden Entscheidungen aus der Politik sowie wichtigen Konjunktur- und Unternehmenszahlen aus der laufenden Berichtssaison zurück. „Die Stimmung schwankt vor dem zweiten entscheidenden Euro-Gipfel am Mittwoch sehr stark“, sagte Ulrich Wortberg, Analyst bei der Landesbank Hessen-Thüringen.

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Der Tag an den Märkten (Stand: 17:40 Uhr)

Manager deutscher Konzerne blicken trotz Euro-Schuldenkrise zuversichtlicher in die Zukunft als viele ihrer Kollegen im Ausland: Sie wollen neue Mitarbeiter einstellen und rechnen mit steigenden Gewinnen. Nach einer am Montag veröffentlichten Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young erwarten 41 Prozent der deutschen Manager eine Verbesserung der Weltwirtschaft, 46 Prozent setzen auf weiteres Wachstum in Deutschland. Nur 16 Prozent beurteilen die globalen Konjunkturaussichten skeptisch.

Überdurchschnittlich groß ist hierzulande auch die Bereitschaft neue Mitarbeiter einzustellen. 39 Prozent der Firmen wollen die Zahl der Beschäftigten erhöhen. Damit liegen die deutschen Unternehmen im Ranking der großen Wirtschaftsnationen direkt hinter den Boomländern Indien, Brasilien und China. Der Studie zufolge haben die deutschen Unternehmen in den vergangenen Jahren ihre weltweite Marktposition verbessert und profitieren nun von dem Aufwärtstrend in den Schwellenländern.

Stimmen zur Schuldenkrise

  • Barack Obama, US-Präsident

    „So lange Europa keinen konkreten Plan für den Kampf gegen die Krise hat, halten die Turbulenzen an den Finanzmärkten an.“

  • Mohamed El-Erian, Chef von Pimco

    „Das, was wir in Griechenland im Schnelldurchlauf erleben, könnte eines Tages auch die USA erfassen, wenn sich die dortige Politik nicht ändert“

  • George Soros, Investor

    „Die derzeitigen Maßnahmen sind nicht ausreichend, kommen zu spät und lösen weltweit Verwerfungen auf den Finanzmärkten aus“

  • Charles Plosser, Fed-Gouverneur

    „Möglicherweise besitzen wir nicht die richtigen geldpolitischen Instrumente, um die Erkrankungen zu heilen, an denen das System leidet.“

  • Jose Manuel Barroso, EU-Kommissionspräsident

    „Wir sind jetzt wirklich mit einer wahrhaft systemischen Krise konfrontiert“

  • Nicolas Sarkozy, französischer Staatspräsident

    "Diejenigen, die den Euro zerstören, werden die Verantwortung dafür tragen, dass Konflikt und Trennung auf unserem Kontinent wieder auferstehen."

  • Angela Merkel, Bundeskanzlerin

    „Europa ist heute in einer der schwersten Stunde, vielleicht der schwersten Stunde seit dem Zweiten Weltkrieg.“

  • Hans-Werner Sinn, Chef des Ifo-Instituts

    „Es wird für die Politiker immer schwerer, einen Kurswechsel durchzusetzen. Sie werfen immer mehr gutes Geld dem schlechten hinterher und überlassen das Problem der jeweils nachfolgenden Politikergeneration. […] Es kommen noch große Lasten auf Deutschland zu.“

  • Dirk Müller, Börsenhändler und Buchautor

    "Wir haben nichts aus dem ersten Teil der Finanzkrise gelernt, es geht so weiter wie vorher."

  • Max Otte, Investor und Ökonom

    „Die Schuldenberge, die wir aufgetürmt haben, lassen sich nur durch Inflation beseitigen. Alles andere wäre fatal. Wenn dagegen so etwas passiert wie 1929, also eine Phase extremer Deflation bis hin zur Depression, dann gute Nacht.“

  • Bert Flossbach, Vermögensverwalter

    „Die Banken haben das Vertrauen, auf das sie mehr als jede andere Branche angewiesen sind, verspielt. Kein Wunder, dass der Kapitalmarkt kaum noch bereit ist, ihnen Geld zu leihen. Aufgeblähte Bilanzen, zu wenig Eigenkapital, falsche Anreizsysteme, komplexe Geschäfte und zunehmende Risiken machen Großbanken zu unkalkulierbaren Risiken für ihre Aktionäre, den Staat und damit die ganze Gesellschaft.“

  • Jürgen Heraeus, Unternehmer

    „Ich bin besorgt, aber ich bin vor allem realistisch. Wir werden eine Abwertung bekommen, wir werden vielleicht sogar eine Inflation bekommen. Ich möchte das Wort Währungsreform nicht in den Mund nehmen, aber irgendwo müssen diese riesigen Schulden bleiben.“

  • Thorsten Polleit, Chefvolkswirt Barclays Capital Deutschland

    „Die westlichen Länder stecken in der Wirtschafts- und Finanzkrise, einer Verschuldungskrise. Wie immer bei hoher Verschuldung ist die Gefahr groß, dass die Politik des Gelddruckens als das kleinste Übel angesehen wird. Ich lebe in ständiger Inflationssorge.“

  • Hans Olaf Henkel, Ex-BDI-Präsident

    „Es gibt eine Alternative zur ‚alternativlosen’ Euro-Politik: den gemeinsamen Austritt Deutschlands, Hollands, Österreichs und Finnlands aus der Euro-Zone.“

In der Eurozone sind die Auftragseingänge der Industrieunternehmen im August überraschend gestiegen. Auf Monatssicht seien die Aufträge um 1,9 Prozent geklettert, teilte die Europäische Statistikbehörde Eurostat am Montag in Luxemburg mit. Ökonomen hatten zuvor mit einem unveränderten Wert gerechnet. Im Vormonat waren die Aufträge noch um revidierte 1,6 (zunächst -2,1%) Prozent gesunken.

Im Jahresvergleich kletterten die Aufträge im August den Angaben zufolge um 6,2 Prozent und damit ebenfalls stärker als von Volkswirten prognostiziert. Diese hatten mit einem Anstieg um 5,8 Prozent gerechnet. Im Vormonat stiegen die Aufträge den Angaben zufolge im Jahresvergleich um revidiert 8,9 (zunächst +8,4) Prozent.

  • 24.10.2011, 23:31 UhrAnonymer Benutzer: Boersianer

    Immer schön Long bleiben und die Stopp-Loss Marken nach oben mitziehen in der Xmas-Rally bis 6500 + X. The trend is your friend seit 3 Wochen / Anfang Oktober (5200 / 5250).

    Die kurzen 100 - 200 Pkt. Rücksetzer sollten wirklich nur die versuchen auszunutzen, die das profesionell betreiben. Für den " normalen " Investoren bieten sie ideale Einstiegspunkte.

  • 24.10.2011, 23:23 Uhrdeltaone

    Endgültig letzter Beitrag:
    @Oxienergie: Du hast es genau richtig verstanden. Alles bestens!
    @gollum: Kenne auch keine echten Gründe, warum der Markt so nach Norden gedreht hat. Gehe von einem Rücksetzer aus, der gerne auch mehr als 300 Punkte betragen kann (bin gewaltig short) Nu muß ich aber ins Bettchen, damit ich morgen arbeitsfähig bin. Ciao@all

  • 24.10.2011, 23:15 Uhrdeltaone

    Ja, die Trolle haben sich getrollt. Und dabei gilt:
    Nec in eadem intentione aequaliter retinenda mens est, sed ad iocos devocanda.
    Guts Nächtle!

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