
HB FRANKFURT/DÜSSELDORF. Gestützt auf Kursgewinne bei Auto-Aktien hat der Dax sich zum Wochenschluss knapp über 6 200 Punkte gehalten. Geprägt wurde der Handel vor allem vom großen Verfall an den Terminmärkten, den Börsianer wegen teils heftiger Kursausschläge auch "Hexensabbat" nennen. Diese blieben heute allerdings aus, der Dax pendelte mit eher geringen Ausschlägen zwischen Plus und Minus. Der Leitindex schloss schließlich 0,1 Prozent niedriger bei 6 216,98 Zählern, auf Wochensicht gewann der Index aber 2,8 Prozent. Der MDax verbesserte sich um 0,2 Prozent auf 8 464 Zähler und die Technologiewerte des TecDax verloren 0,1 Prozent auf 777 Punkte. Das Handelsvolumen im Dax stieg verfallsbedingt auf 260 (Vortag: 112) Millionen. Aktien. Der Umsatz kletterte auf 8,5 (3,1) Mrd. Euro.
Die US-Börsen notierten bei Handelsschluss in Europa leicht im Plus. Der Dow-Jones-Index und der S&P500 stiegen jeweils um 0,2 Prozent. Der Nasdaq-Composite legte 0,3 Prozent zu.
Nach der erfolgreichen Platzierung spanischer Staatsanleihen am Donnerstag war die Gesamtstimmung auch dank des sich stabilisierenden Euro aber grundsätzlich wieder besser. "Bei den Anlegern scheint zudem eine Art Gewöhnung an das Thema Schuldenkrise eingetreten zu sein", sagte ein Händler. Sie ließen sich von der unsicheren Haushaltslage in Südeuropa nicht mehr so schnell aus der Fassung bringen.
Gestützt wurde der Dax am Freitag vor allem von stärkeren Autowerten: Nach einem positiven Kommentar der Credit Suisse bauten BMW und Daimler ihre Vortagesgewinne aus und setzten sich an die Spitze des Dax. Dank des anziehenden Absatzes und einer günstigen Wechselkursentwicklung habe er seine Ergebnisprognosen angehoben, schrieb Credit-Suisse-Analyst Arndt Ellinghorst in einem Kommentar. Er liege nun 50 Prozent über dem Konsens.
Ellinghorst hob das Kursziel für Daimler auf 50 von 47 Euro und das für BMW auf 52 von 45 Euro und bekräftigte in beiden Fällen die Einstufung "Outperform". In der Gunst der Anleger standen auch Porsche-Titel: Gute Geschäftszahlen trieben die Titel des Sportwagenbauers um rund ein Prozent. Das vor der Eingliederung in den Volkswagen-Konzern stehende Unternehmen hat für die ersten neun Monate des seit August laufenden Geschäftsjahres einen deutlichen Umsatzzuwachs ausgewiesen.




