
FrankfurtNach dem Rückschlag vor dem Wochenende hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag seinen Erholungskurs fortgesetzt. Marktstratege Chris Weston vom Broker IG sprach von einer guten Dynamik, nachdem der Dax am Vortag fast auf Tageshoch geschlossen hatte. Hinzu kamen positive Vorgaben aus Übersee. Der am Nachmittag veröffentlichte Case/Shiller-Index weist für März einen Anstieg der Immobilienpreise um über zehn Prozent aus. Das ist der stärkste Anstieg seit sieben Jahren. Das bedeutet: Die Erholung der US-Konjunktur bekommt weiter gute Unterstützung vom Immobilienmarkt.
Bei Börsenschluss notierte der Dax 1,6 Prozent fester bei 8480 Punkten. Zuvor knackte der Leitindex mehrmals die Marke von 8500 Zählern. Mit seiner Performance knüpft der Dax weiter an die positive Entwicklung zum Wochenauftakt an. Der MDax rückte um 1,4 Prozent auf 14.317 Stellen vor, der TecDax gewann 1,2 Prozent und kletterte auf 980 Punkten. Für den EuroStoxx 50 ging es um 1,65 Prozent auf 2841 Zähler nach oben.
Der Dax wird aus der Taufe gehoben. Basis der Berechnung ist der 30. Dezember 1987 mit einem Wert von 1.000 Punkten.
In Frankfurt geht das "Interbank Informations System" - kurz Ibis genannt und eine Art Vorläufer des Xetra-Systems - an den Start.
Die Börse führt den MDax ein, dem zunächst 70 mittelgroße Unternehmen angehören. Im März 2003 wird der MDax auf 50 Unternehmen verkleinert.
Bei der Privatisierung der Deutschen Telekom wird die T-Aktie als Volksaktie vermarktet. Das Interesse der Öffentlichkeit am Dax nimmt dramatisch zu.
Start des Neuen Marktes. Nach einer Reihe von Skandalen wird das Segment am 21. März 2003 wieder abgeschafft. Am 24. März 2003 wird als inoffizieller Nachfolger der TecDax eingeführt, dem 30 Tech-Aktien angehören.
Mit dem neuen elektronischen Handelssystem Xetra - kurz für "Exchange Electronic Trading" - bricht für die Börse ein neues Zeitalter an. Zunächst werden 109 Aktien auf Xetra gehandelt. Später öffnet die Börse Xetra für alle deutschen sowie für europäische und US-Aktien.
Der Dax erreicht ein Rekordhoch von 8136,16 Punkten. Händler begründen die Euphorie mit Fusionsfieber. Ein geplanter Zusammenschluss der Deutschen mit der Dresdner Bank scheitert aber. Die Dresdner Bank geht an die Allianz, die sie im Mai 2009 an die Commerzbank weiterreicht.
Auf dem Höhepunkt der Börseneuphorie wird die Chip-Tochter von Siemens, Infineon, zu einem Emissionspreis von 35 Euro an den Anleger gebracht. Die Platzierung ist 33fach überzeichnet. Beim Börsendebüt am nächsten Tag erreicht die Aktie in der Spitze knapp 85 Euro. Heute notieren die Infineon-Titel bei 6,60 Euro. Danach beginnt eine langjährige Abwärtsbewegung, die von den Anschlägen in New York und Washington am 11. September 2001 verschärft wird.
Der Dax rutscht unter 2200 Punkte und notiert damit so tief wie zuletzt im November 1995. Im Laufe des Jahres dreht er. Mit der Erholung der Weltwirtschaft in den Folgejahren wächst auch das Vertrauen in die Gewinnentwicklung der Unternehmen wieder.
Erstmals seit März 2000 steigt der Dax wieder über 8000 Punkte.
Mit 8.152 Zählern setzt der Dax einen neuen Meilenstein. Trotz erster Bankenpleiten und Notoperationen der EZB am Geldmarkt hält sich der Dax zu Beginn des Krisenjahres 2008 über 8000 Zählern. Doch ab dann geht es bergab.
Der Absturz der damals im Dax gelisteten Aktien des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate um 35 Prozent leitet die Talfahrt des Dax ein.
Die Krise der Banken hat Tribut gefordert: 56 Prozent hat der Dax seit dem Hoch vom 13.7.2007 eingebüßt. Mit 3588 Punkten erreicht er zeitweise den niedrigsten Stand seit Oktober 2003. Doch es gibt Hoffnung. Denn nur wenige Tage später wirft die Fed die Notenpresse an. Von nun an geht es mehr oder weniger bergauf. Anfang Mai 2011 steht der Dax schon wieder bei 7500 Punkten.
Der Dax knackt mehrere Tage hintereinander ein Allzeithoch nach dem anderen und erreicht den höchsten Stand aller Zeiten: 8.358,23 Punkte.
Der Dax schießt in der Spitze rund 0,9 Prozent ins Plus auf 8.558 Punkte – ein neues Allzeithoch. Gegen Handelsende beruhigt sich die Lage ein wenig. Am Ende schließt der Deutsche Aktienindex rund 0,7 Prozent fester auf 8.531 Zähler.
Aufgeschreckt durch enttäuschende Konjunkturdaten aus China gehen die Börsen rund um den Globus auf Talfahrt. Am härtesten trifft es den Nikkei. Der japanische Leitindex bricht um gut 1.100 Punkte oder 7,3 Prozent auf 14.483 Zähler ein und verbuchte damit den größten Tagesverlust seit der Atomkatastrophe von Fukushima. Das geht auch nicht am Dax vorbei. Am Ende verliert der Leitindex 2,1 Prozent auf 8.351 Punkte.
Zusätzlichen Schwung brachten überraschend positive Daten zum US-Konsum. Das Verbrauchervertrauen stieg auf den höchsten Stand seit über fünf Jahren. Der Index kletterte von revidierten 69,0 (zunächst 68,1) Punkten im April auf 76,2 Zähler. Das ist der höchste Wert seit Februar 2008, Experten hatten nur mit einem Anstieg auf 71,2 Punkten gerechnet. „Die Konsumenten sind erheblich optimistischer über die kurzfristigen Aussichten“, hieß es in einer Erklärung des Conference Board. Auch die Aussichten für den Jobmarkt würden als positiver als zuvor eingeschätzt, hieß es weiter.
„Die Bullen kommen aus der Deckung“, sagte Händler Jonathan Sudaria von Capital Spreads. „Die Notenbanken bleiben bei ihrer lockeren Geldpolitik und Investoren wollen neue Höchststände sehen“, brachte Tom Robertson, Händler bei Accendo Markets, die aktuelle Stimmung auf den Punkt. So lange keine neue Krisen-Nachricht den Markt erschüttere, steuerten Investoren weiter die Marke von 9000 Punkten im Dax an. Allerdings hatte vergangene Woche ein Einbruch des Tokioter Aktienmarkts um mehr als sieben Prozent Anleger weltweit aufgeschreckt.
Laut Hendrik Klein, Chef des Hochfrequenz-Händlers und Vermögensverwalters Da Vinci Invest, sei der mittelfristige Aufwärtstrend intakt. Ähnlich urteilte Helaba-Analyst Christian Schmidt. Die bisherige Korrektur des Dax sei vergleichsweise gering ausgefallen.

Na und? Das war doch eine ganz andere Situation. Da eher mit Zinssenkungen und QE zu rechnen ist, mache ich mir dieses Jahr gar keine Sorgen um den Dax;)

Und 2011 haben Sie wohl vergessen,als der DAX im Sommercrash ansatzlos über 2600 Punkte einbüßte?

Sie dürfen nicht vergessen,K+S kommt von unter 4 Euro in 98.Die 25,20,15,10-Jahresrendite ist positiv.Oder etwa nicht?Eine Coba oder eine DBK würden sonst was dafür geben,die Kurse von vor 15 Jahren nur ansatzweise zu reichen.Eine DBK stand z.B.Anfang 1990 noch bei über 40 Euro umgerechnet.Heute unter 37.Eine K+S zur selben Zeit bei unter 2.Heute über 30.Ist das nichts?






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