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Börse Frankfurt: Die Herbstrally ist beendet

Der deutsche Leitindex beschließt den Tag, an dem er nicht ein einziges Mal im Plus gestanden hatte, mit deutlichen Abschlägen. Besonders betroffen sind mal wieder die Finanzwerte, auch die europäischen.

Nur noch zum Haareraufen: der deutsche Leitindex rauscht kräftig in den Keller. Quelle: dpa
Nur noch zum Haareraufen: der deutsche Leitindex rauscht kräftig in den Keller. Quelle: dpa

FrankfurtDer diesjährige Oktober war für die Dax-Anleger der beste seit Auflage des Indizes vor 23 Jahren. Der letzte Handelstag des Monats hat den Anlegern aber keine Freude gemacht: der deutsche Leitindex fällt deutlich zurück und ging mit einem Minus von 3,23 Prozent 6.141 Punkten aus dem Handel. Nachdem die Beschlüsse des Euro-Gipfels in der vergangenen Woche an den Börsen euphorisch aufgenommen worden waren, melden sich nun die Bedenkenträger zurück. Aus Furcht vor möglichen Fallstricken bei den Gipfel-Beschlüssen zur Bekämpfung der europäischen Schuldenkrise nutzten einige Aktienanleger die Gelegenheit zu Gewinnmitnahmen.

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Er gehe davon aus, dass in den kommenden Tagen einige Haare in der Suppe der Euro-Rettungspläne gefunden würden, sagte Marktstratege Stan Shamu von IG Markets. „Die mäßige Nachfrage bei der italienischen Anleihe-Emission am Freitag ist ein Zeichen für die Zweifel der Investoren, dass die Krise wirklich eingedämmt werden kann“, fügte er hinzu. Italien hatte seine Bonds nur mit rekordhohen Zinsen bei Investoren platzieren können.

Zu den Verlierern zählten europaweit die Finanzwerte, die in der Vorwoche dank der Erleichterung rund um die Gipfel-Beschlüsse teilweise zweistellige prozentuale Kursgewinne verbucht hatten. Im Dax büßten Deutsche Bank-Aktien 8,6 Prozent auf 30,34 Euro und Commerzbank-Titel 7,9 Prozent auf 1,78 Euro ein. In der Vorwoche hatten Deutsche Bank allerdings 19,3 und Commerzbank 14,4 Prozent gewonnen. Die französischen Bankenwerte Societe Generale und BNP Paribas verloren je mehr als sechs Prozent, Italiens Intesa Sanpaolo und UniCredit vier bis sechs Prozent.

Der Tag an den Märkten (Stand: 18:00 Uhr)

Klare Indizien für einen Abschwung gibt es - zumindest in Deutschland - aber nach wie vor nicht. Auch die am Morgen veröffentlichten Einzelhandelszahlen für das dritte Quartal fielen gut aus. Die Einzelhändler steigerten ihren realen Umsatz um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, teilte das Statistische Bundesamt mit. Im Großhandel fiel das Plus mit 1,8 Prozent noch deutlicher aus. Experten sagen deshalb für das dritte Quartal einen kräftigen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes voraus. „Da auch die Industrieproduktion im dritten Quartal kräftig gewachsen ist, erwarten wir insgesamt für die deutsche Wirtschaft ein Wachstum um mehr als einem halben Prozent“, sagte Commerzbank-Analystin Ulrike Ronsdorf.

  • 02.11.2011, 11:42 UhrAnonymer Benutzer: Manu

    Grad bei 1.2168. Der soll sich mal noch ein bisschen anstrengen damit er wenigstens 1.2190 schafft ;-9

  • 01.11.2011, 07:28 UhrRealist

    @ nacho

    Und was hat delta nun gesagt? Nichts als Binsenweisheiten, wie üblich. Weder er noch sonst Jemand weis es genau. Aber einen Hinweis möchte man doch noch geben:
    Wenn es also zum Euro-Crash kommt,dann führt das selbstverständlich auch zu einem erheblichen Einbruch in Industrie und Gewerbe. Viele Unternehmen sind "auf Kante" und können das nicht ohne Einbußen managen. Deshalb bleibt ein Euro-Crash vermutlich kein Währungs-Crash sondern führt auch zu einem Wirtschaftseinbruch erheblichen Ausmaßes. Damit würden dann fast alle Investitionen betroffen sein, also auch Aktien, Immobilien und Rohstoffe. Gold hat dabei seine eigenen "Gestze". Es gäbe noch viele pro und kontra Argumente. Die sprengen den Rahmen und vermutlich auch die Vortellungskraft von Daytradern. Letztere haben kaum "Beziehungen" zu Investitionen.

  • 31.10.2011, 22:19 Uhrdeltaone

    @Nacho: Da wollte ich die Kiste gerade ausschalten, und dann lese ich Deine Frage. Probiere mal eine Antwort:
    1. Absatz: Kurzfristig käme es dann m.E. eher zu starkem Abgabedruck im Dax, auch wenn reale Werte grundsätzlich langfristig die bessere Wahl sind.
    2. Absatz: Ein so starker Anstieg schrie einfach nach einer Korrektur, wer immer nur einatmet, platzt irgendwann. Insofern eine noch gesunde Reaktion, die sich aber weiter fortsetzen könnte.
    Zu Deiner Frage: Ein Großteil der Daxaktien liegt in angelsächsischen Händen (Großbanken, Versicherungen, Pensionsfonds etc). Zum nationalen Abgabedruck aufgrund schlechter News oder Ängste/guter News und Hoffnungen kommen dann die Verkaufsorder/Kauforder dieser Investoren und verstärken den Trend. Der Dax ist außerdem stark von zyklischen Aktien (Bank, Industrie, Automobile) dominiert, die ein Beta > 1 haben, ein weiterer Verstärker.
    Soweit nachvollziehbar?

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