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Börse Frankfurt: „Es gibt genügend Angstfaktoren“

Auf seinem Weg zu neuen Höhen ist dem Dax am Mittwoch etwas die Puste ausgegangen. Analysten meinen, dass die Rally dennoch nicht vorbei ist. Allerdings gibt es auch skeptische Stimmen. Die Nachricht des Tages lautet aber: Deutsche Börse und NYSE möchten fusionieren.

HB FRANKFURT. Eine Megafusion unter den Börsenbetreibern wird erst am Donnerstag ihren Niederschlag an den Aktienmärkten finden: Die Aktien der Deutschen Börse waren wegen Fusionsgesprächen des Frankfurter Unternehmens mit der Nyse Euronext am Mittwochnachmittag ausgesetzt.

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Dem Dax ging unterdessen die Puste aus. Der Leitindex schloss mit 7320 Punkten nahezu unverändert, nachdem er zuvor noch 0,4 Prozent auf 7350 Punkte zugelegt hatte und damit das dritte Drei-Jahres-Hoch in drei Tagen ereicht hatte.

„Es fehlt einfach ein Zünder, um den Dax in die eine oder andere Richtung zu bewegen“, sagte ein Händler. Die Stimmung am Markt bleibt dennoch gut. Die meisten Analysten gehen davon aus, dass die Gewinne der Unternehmen in diesem Jahr kräftig zulegen werden, von neuen Rekorden ist die Rede. "Die deutsche Wirtschaft boomt. Die Industrieproduktion wächst weiter im zweistelligen Bereich. Geht es nach den Unternehmen, wird dieser Trend so schnell auch nicht gebrochen. Die Zuversicht über den künftigen Geschäftsgang könnte besser kaum sein", sagt Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der VP Bank. So lange das so bleibt, greifen die Anleger weiter zu Aktien. Damit könnte es für den Dax noch höher hinaus gehen. "Die Unternehmen berichten gut, es läuft gut, und das wird weiter antreiben", sagt Carsten Klude, Aktienstratege von MM Warburg.

Doch es gibt auch skeptische Stimmen. Ad van Tiggelen, Anlagestratege bei ING Investment Management, kann den Optimismus mancher Kollegen nicht verstehen. Er hält die Gewinnprognosen für überzogen. "Die Ertragsentwicklung vorherzusagen ist nicht einfach. Im Nachhinein erweisen sich die Vorhersagen häufig als zu optimistisch", sagt van Tiggelen. Insgesamt bleibe das Umfeld für Aktien zwar günstig. Steigende Zinsen und höhere Rohstoffpreise würden sich aber sicherlich bemerkbar machen. Auch der Vergleich mit dem Superjahr 2010 werde nicht leicht sein, vor allem in der zweiten Jahreshälfte.

„Es gibt auch genügend Angstfaktoren, die nicht vergessen werden dürfen“, merkte ein Börsianer an. „Schuldenkrise, Inflation, die politischen Spannungen in Ägypten. Schnelle Sprünge nach oben sind vorerst wohl nicht mehr zu erwarten.“ Seit im September erste Spekulationen aufkamen, dass die US-Notenbank Fed der Wirtschaft erneut unter die Arme greifen könnte, hat der Dax 25 Prozent an Wert gewonnen. Im November hatte die Fed dann ihr Anleihenkaufprogramm um 600 Mrd. Dollar aufgestockt.

  • 09.02.2011, 22:14 UhrAnonymer Benutzer: Schoko

    @rs-depot.de, verstehe ich nicht. wenn ich dem trend nur folge, ehisst das doch, dass ich interherrenne. wie erlenne ich denn, ob und wann der trend kippt? wenn man das koennte, waeren wir alle reich.

  • 09.02.2011, 11:44 UhrAnonymer Benutzer: rs-depot.de

    Solange der Dax steigt sollte man auch dabei bleiben. Wenn der Trend kippt (z.b. in bezug auf die 200-Tage-Linie), sollt man aber aussteigen. Trendfolgesysteme sind die beste Versicherung gegen starke Rückschläge.

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