Die Renditen der portugiesischen Staatsanleihen sind am Freitag auf den höchsten Stand seit Einführung des Euro gestiegen. Immer mehr Investoren stellten sich darauf ein, dass das klamme Land ähnlich wie Griechenland ein zweites Hilfspaket und einen Schuldenschnitt brauche, sagten Händler. Die Rendite der zehnjährigen Anleihen stieg zeitweise um 25 Basispunkte auf 15,36 Prozent.
Die Rendite der zehnjährigen spanischen Staatsanleihen ist heute dagegen auf den niedrigsten Stand seit November 2010 gefallen. Stimmungsaufhellend wirkte Händlern zufolge eine erfolgreiche italienische Auktion kurzlaufender Anleihen. Zwei Händler sprachen daneben von einer verstärkten Nachfrage aus Asien. „Einige asiatische Anleger mussten ihre Short-Positionen eindecken“, sagte einer von ihnen. Die Rendite der spanischen Zehnjährigen fiel bis auf 4,807 Prozent nach 4,987 Prozent im späten Vortagesgeschäft.
Italien konnte Papiere mit sechsmonatiger Laufzeit deutlich billiger am Markt platzieren als noch vor einem Monat. Die Zinslast ging zurück auf 1,97 Prozent; noch im Dezember musste Rom 3,25 Prozent zahlen. Die Renditen auf zehnjährige italienische Anleihen fielen daraufhin auf 5,968 Prozent nach 6,072 Prozent im späten Vortagesgeschäft.
„So lange Europa keinen konkreten Plan für den Kampf gegen die Krise hat, halten die Turbulenzen an den Finanzmärkten an.“
„Das, was wir in Griechenland im Schnelldurchlauf erleben, könnte eines Tages auch die USA erfassen, wenn sich die dortige Politik nicht ändert“
„Die derzeitigen Maßnahmen sind nicht ausreichend, kommen zu spät und lösen weltweit Verwerfungen auf den Finanzmärkten aus“
„Möglicherweise besitzen wir nicht die richtigen geldpolitischen Instrumente, um die Erkrankungen zu heilen, an denen das System leidet.“
„Wir sind jetzt wirklich mit einer wahrhaft systemischen Krise konfrontiert“
"Diejenigen, die den Euro zerstören, werden die Verantwortung dafür tragen, dass Konflikt und Trennung auf unserem Kontinent wieder auferstehen."
„Europa ist heute in einer der schwersten Stunde, vielleicht der schwersten Stunde seit dem Zweiten Weltkrieg.“
„Es wird für die Politiker immer schwerer, einen Kurswechsel durchzusetzen. Sie werfen immer mehr gutes Geld dem schlechten hinterher und überlassen das Problem der jeweils nachfolgenden Politikergeneration. […] Es kommen noch große Lasten auf Deutschland zu.“
"Wir haben nichts aus dem ersten Teil der Finanzkrise gelernt, es geht so weiter wie vorher."
„Die Schuldenberge, die wir aufgetürmt haben, lassen sich nur durch Inflation beseitigen. Alles andere wäre fatal. Wenn dagegen so etwas passiert wie 1929, also eine Phase extremer Deflation bis hin zur Depression, dann gute Nacht.“
„Die Banken haben das Vertrauen, auf das sie mehr als jede andere Branche angewiesen sind, verspielt. Kein Wunder, dass der Kapitalmarkt kaum noch bereit ist, ihnen Geld zu leihen. Aufgeblähte Bilanzen, zu wenig Eigenkapital, falsche Anreizsysteme, komplexe Geschäfte und zunehmende Risiken machen Großbanken zu unkalkulierbaren Risiken für ihre Aktionäre, den Staat und damit die ganze Gesellschaft.“
„Ich bin besorgt, aber ich bin vor allem realistisch. Wir werden eine Abwertung bekommen, wir werden vielleicht sogar eine Inflation bekommen. Ich möchte das Wort Währungsreform nicht in den Mund nehmen, aber irgendwo müssen diese riesigen Schulden bleiben.“
„Die westlichen Länder stecken in der Wirtschafts- und Finanzkrise, einer Verschuldungskrise. Wie immer bei hoher Verschuldung ist die Gefahr groß, dass die Politik des Gelddruckens als das kleinste Übel angesehen wird. Ich lebe in ständiger Inflationssorge.“
„Es gibt eine Alternative zur ‚alternativlosen’ Euro-Politik: den gemeinsamen Austritt Deutschlands, Hollands, Österreichs und Finnlands aus der Euro-Zone.“
Die Rendite der in neun Jahren fälligen Anleihen aus Irland fiel unter sieben Prozent. Denn auch von der Insel gab es positive Nachrichten. Dublin hatte am Vortag erstmals seit dem Antrag auf Hilfskredite im November 2010 einen vorsichtigen Schritt zurück auf den Anleihemarkt gewagt. Die Regierung bot Investoren an, die im Januar 2014 fällige Anleihe mit einer Rendite von 4,9 Prozent gegen einen ein Jahr länger laufenden Bond mit einer Rendite von 5,15 Prozent zu tauschen. Gestern wurde bekannt, dass die angestrebten 3,5 Milliarden Euro tatsächlich getauscht wurden.
Irlands Premier Enda Kenny wertete das als Vertrauensbeweis. Er bekräftigte, dass sich Irland ab 2013 wieder teilweise und ab 2014 wieder komplett selbständig über Anleihen refinanzieren will.
Der Dax wird weiter steigen. Endlich bekommt er den Lohn für sein geduldiges Verhalten in der Vergangenheit. Dax- Produkte versprechen keine großen Renditen,aber eine lukrative Geldanlage bei relativ wenig Risiko. Die Aussichten für den Dax sind mehr als günstig, wenn auch die "sogenannten Experten" versuchen die aufkommende positive Stimmung zu drücken. Aber was heißt schon Experte ? Die ganze Welt ist voll von Experten. Für alles gibt es "selbsternannte" Experten. Jeder "Profilierungssüchtige" nennt sich Experte. Auf die kann man sicherlich nicht bauen. Deshalb sollte jeder nach seinem "Bauchgefühl" entscheiden. Keinesfalls auf Empfehlung eines Experten. Denn dann ist er und sein "Sauer-Erspartes" verloren.
ich werde euch updaten was mit den hellas-bonds weiter passiert.
am 05/3. wird jedenfalls erstmal die a0t7c7, und danach am 15/6. die 844080 (beide gekauft im juli 2011 mit 96,38 bzw. 94,74 % und rendite von 8,3 bzw. 14,7 % p.a.) ohne probleme zu 100 % getilgt.
@ r2d2, mit der klage bist du auf den richtigen weg !
happy trading and investing :-)
1)Empfindlich: >=5+1 Zitat - Wenn man nicht weiter kann, wird die Niveaukeule geschwungen.
2)Merkwürdig: Was war den hier "persönlich"? Und schon wieder Ursache und Wirkung verwechselt.
3)Lächerlich: Überlassen kann man nur etwas, was einem gehört. Gehört KeepCool dieses Forum?
4)Unglaubwürdig: Ihre Kommentare werden hier wohl auch in Zukunft lesbar sein.
5)Unsäglich: Für mich ein konstruierter Gegensatz - nur weil ich täglich taktisch handele, mein Interesse an strategischen Belagen zu bestreiten, blendet nicht nur die Historie der letzten 6 Monate aus, es ist auch faktisch unbegründet und zeigt nur einmal mehr die Begrenztheit der Argumente.
6)Bedauerlich: Auch wenn man nicht einer Meinung ist, könnte man am sachlichen (!) Austausch Interesse haben - wohl zu viel verlangt.





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