Bereits gestern verkündete Ben Bernanke, Chef der US-Notenbank Federal Reserve, den Leitzins außergewöhnlich lange - und zwar bis Ende Jahr 2014 - niedrig zu halten. Damit dürfte die derzeit gültige Bandbreite von null bis 0,25 Prozent noch drei weitere Jahre gelten.
Einige Anleger zeigten sich jedoch skeptisch, weil sie das Versprechen der US-Notenbank als Zeichen einer schwachen Konjunktur werteten. „Wenn die Fed uns sagt, dass die Zinsen niedrig bleiben werden, muss die Erholung auf wackligen Beinen stehen“, sagte Marktanalystin Louise Cooper von BGC Partners in London. Ihr Kollege Michael Sneyd von der BNP Paribas interpretierte die Aussagen der Notenbank dahingehend, dass es für eine weitere Lockerung der Geldpolitik nicht unbedingt einer Verschlechterung der Konjunkturdaten bedürfe.
Fast alle Dax-Werte befanden sich bei Börsenschluss im Plus. Größter Gewinner waren Papiere des Energiekonzerns RWE. Sie stiegen um fünf Prozent auf 28,48 Euro. Auch Aktionäre von Thyssen Krupp konnten sich freuen. Der Wert ihrer Anteile legte um 4,4 Prozent zu. Laut Börsianern sorgte die Forstsetzung der Verhandlungen des Stahl- und Industriekonzerns mit dem finnischen Konkurrenten Outokumpu für ein Ansteigen des Aktienwerts auf 22,14 Euro. Die im MDax gehandelten Papiere des Thyssen-Krupp-Konkurrenten Salzgitter verteuerten sich um 6,8 Prozent auf 48,67 Euro.
Die Aktien der Deutschen Börse zeigten sich vom drohenden Scheitern der Fusionspläne mit der New York Stock Exchange (Nyse Euronext) wenig beeindruckt und gewannen 3,9 Prozent auf 45,23 Euro. Händler sagten, die in einem Pressebericht genannten Probleme seien nicht neu. Außerdem verwiesen sie darauf, dass sich am Markt die Meinung durchsetze, die Deutsche Börse werde eigenständig erfolgreicher sein als in einem Verbund mit dem US-Wettbewerber.
Eine Kaufempfehlung der Analysten von Nomura hatte auch den Lufthansa-Aktien neuen Schub gegeben. Die Titel des Luftfahrtkonzerns kletterten um 3,7 Prozent auf 10,74 Euro. Nomura hatte erklärt, insgesamt seien in den Aktienkursen der Luftfahrtbranche die hohen Ölpreise und eine schlechte Wirtschaftsentwicklung in der Euro-Zone schon berücksichtigt. Nomura stufte Lufthansa daher von „neutral“ auf „buy“. Nach starken Quartalszahlen des US-Baumaschinenherstellers Caterpillar legten auch die Aktien des Fahrzeug- und Maschinenbaukonzerns MAN zu. Ihr Wert stieg um 2,7 Prozent auf 81,86 Euro.
Nach zuletzt zwei verlustreichen Handelstagen konnten sich auch die Aktien des Industriekonzerns Siemens im Laufe des Handelstages etwas fangen. Nach dem Pendeln zwischen Gewinn- und Verlustzone notierten die Papiere zum Handelsschluss knapp 0,1 Prozent fester bei 73,58 Euro. Weil die Münchener mit dem Ausbau des Geschäftsfeldes Alternative Energien nicht wie geplant vorankommen, trennten sich Anleger am Dienstag und Mittwoch von den Papieren. Mit minus fünf Prozent war Siemens gestern noch der größte Dax-Verlierer.
Der Markt kann nicht Recht geben: das ist auch nicht seine Aufgabe.
Bedenken wir lediglich, dass das "freie Spiel der Kräfte" Wesensbestandteil der Märkte sein soll.
Das erklärte Volatilitäten der Gegenwart ebenso, wie jene der Vergangenheit.
Kein Markt war je "fest" - wir Gegenwärtigen neigen dazu das zu überschätzen.
Und wer heutzutage noch überrascht ist über "Innovationsgeschwindigkeiten" sollte sich nicht wundern, zu welchen Wundern "Dromologie" (die Lehre von der Geschwindigkeit, glaubt man nicht nur Virilio) in der Lage zu sein scheint.
stimmt, aber vor 10.000 Punkten wird die BlödZeitung keine AktienTipps geben.
Und zur Zeit wird noch soviel Schwarzgemahlt, dass genügend luft nach oben ist





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