FrankfurtViele Fragen und kaum Antworten. Die Anleger sind im Hinblick auf die Wahlen in Griechenland verunsichert. Der Dax präsentierte sich deswegen heute volatil. Am Ende musste der deutsche Aktienindex ein Minus von 0,1 Prozent auf 6.152 Punkte hinnehmen. Die zweite Reihe fand am Mittwoch auch keinen Weg ins Plus. Der MDax schloss 0,8 Prozent tiefer auf 9.969 Punkte und der TecDax sank um 0,4 Prozent auf 734 Zähler.
Dabei sah es am Anfang gar nicht so schlecht aus. Gute Vorgaben aus Amerika und Asien sorgten für einen vielversprechenden Start beim Dax. Doch von seinem Tageshoch bei 6.221 Punkten ging es schnell abwärts bis zu einem Minus von einem Prozent.
Vier Tage vor den Parlamentswahlen in Griechenland war die Nervosität größer als der Mut. Keiner weiß so wirklich wohin die Reise geht und dementsprechend hoch ist die Risikoaversion bei den Börsianern.
Selbst die Anleger in den USA sind verunsichert. Der Dow Jones notierte nach Frankfurter Börsenschluss orientierungslos mit 0,1 Prozent im Minus auf 12.561 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 gab ebenfalls 0,1 Prozent nach auf 1.323 Punkte. Nur der Nasdaq-100 schaffte ein Plus von 0,3 Prozent auf 2.552 Punkte.
- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)
+ 0,1 Prozent
- 0,3 Prozent
+ 0,1 Prozent
1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)
1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)
106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)
„Privatanleger sind kaum noch am Markt und die institutionellen halten sich vor der Wahl in Griechenland zurück, denn keiner will seinen Kunden ein Kuckucksei ins Nest legen“, sagte Robert Halver, Leiter Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank. Der Verfallstermin an den Derivatebörsen am Freitag, wenn unter anderem Futures und Optionen auf Aktien und Indizes auslaufen, spiele dagegen höchstens eine untergeordnete Rolle.
„Es ist in erster Linie der Nebel, den die Politiker verbreiten, der den Investoren den Durchblick nimmt und für hohe Verunsicherung und damit schwankende Märkte sorgt“, ist er überzeugt. Dabei verwies er auch auf die Aussage von Italiens Ministerpräsident Mario Monti, dass sein Land keine Euro-Hilfe brauche. „Da schrillen bei mir alle Alarmglocken, denn derselbe Satz war auch von Griechenland, Irland, Portugal und Spanien zu hören.“
Im Falle von Italien machen erneut die Anleiherenditen Sorgen. Trotz der Reformbeteuerungen der Regierung musste das hoch verschuldete Land den Investoren die höchsten Zinsen seit Dezember zahlen. Die durchschnittliche Rendite für einjährige Anleihen stieg auf knapp vier Prozent, nach zuletzt rund 2,3 Prozent. Regierungschef Mario Monti wies Spekulationen zurück, dass Italien als nächstes Euro-Land auf Finanzhilfen angewiesen sei.
Die allgemeine Unsicherheit an den Börsen führte letztlich zu niedrigen Umsätzen. "Kein Händler möchte am Sonntagabend erkennen, dass er die Lage falsch eingeschätzt hat, und dass er am Montag seinen Stuhl räumen muss", erklärte Marktstratege Lars Kremkow von Activtrades die Lage an den Aktienmärkten.

Wenn zyklische Invests wie VW gerade "unten" sind, dann scheint momentan wohl schon eine Krise zu sein, nicht?
PS: 2:0 @ Halbzeit!

Italien braucht doch den Rettungsschirm. Wir werden belogen!!!






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