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Börse Frankfurt: Konjunktursorgen bremsen den Dax

Die Hoffnung auf eine baldige Lösung der europäischen Schuldenkrise hielt nicht lange vor. Schlechte Daten von der US-Konjunktur bremsen den Höhenflug des Dax. Einzelwerte konnten trotzdem kräftig zulegen.

Die Kurstafel an der Frankfurter Börse Quelle: Reuters
Die Kurstafel an der Frankfurter Börse Quelle: Reuters

FrankfurtMit Enttäuschung aufgenommene Konjunkturdaten aus den USA haben den Anstieg von Dax und Euro am Dienstagnachmittag abgebremst. Der deutsche Leitindex schloss 0,2 Prozent im Plus bei 6.459 Zähler, nachdem er zuvor bis auf 6.533 Punkte gestiegen war. Der Euro rutschte zum Dollar auf 1,3070 Dollar ab, nachdem die Gemeinschaftswährung am Morgen noch kurz über 1,32 Dollar notiert hatte. Der MDax der mittelgroßen Werte legte 1,4 Prozent auf 9.914 Punkte zu, der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 0,9 Prozent auf 744 Punkte.

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Der Konjunkturindex der Chicagoer Einkaufsmanager sank im Januar auf 60,2 Punkte. Analysten hatten mit einem Plus von 63 Zählern gerechnet. Das vom Conference Board ermittelte Verbrauchvertrauen verfehlte im gleichen Monat mit 61,1 Punkten die Erwartungen von 68 Stellen sogar noch deutlicher.

Zum Wochenauftakt hatte die Furcht vor einer Eskalation der Schuldenkrise den Dax ein Prozent niedriger bei 6.444 Punkten schließen lassen. Händlern zufolge hofften Investoren nun, dass die Hängepartie um das neue Rettungspaket für Griechenland bald ein Ende findet. Regierungschef Lukas Papademos zeigte sich zuversichtlich, die Verhandlungen über einen Forderungsverzicht privater Gläubiger bis Ende der Woche unter Dach und Fach zu bringe.

Der Tag an den Märkten (Stand: 17:55 Uhr)

  • Dax

    + 0,2 Prozent (6.329 Punkte)

  • Euro Stoxx 50

    - 0,2 Prozent (2.152 Punkte)

  • Dow Jones

    + 0,27 Prozent (12.529 Punkte)

  • Nikkei

    + 0,2 Prozent (8.580 Punkte)

  • Euro

    1,2571 Dollar (+ 0,3 Prozent)

  • Gold

    1.562 Dollar (+ 0,28 Prozent)

  • Öl (Brent)

    107,87 Dollar (+ 0,34 Prozent)

Den Ausgang des EU-Gipfels nahmen die Investoren unterschiedlich zur Kenntnis. Größere Überraschungen habe es nicht gegeben, sagte Helaba-Analyst Christian Schmidt. 25 der 27 EU-Staaten einigten sich bei ihrem Treffen am Montag auf ein härteres Spardiktat durch einen Fiskalpakt. Die Euro-Länder segneten auch den Vertrag zur vorzeitigen Einführung des permanenten Rettungsschirms ESM im Juli ab.

„Die europäischen Staats- und Regierungschefs waren am Vorabend in der Lage, einen weiteren Schritt in Richtung eines Fiskalpakts zu machen“, sagte hingegen Roger Peeters, Vorstand bei Close Brothers Seydler Research. Sollte dies ein Zeichen für baldige Fortschritte beim Schuldenschnitt für Griechenland sein, könnten die Märkte tief durchatmen. Angesichts einer drohenden Ausweitung auf Portugal mahnt er jedoch dazu, dass auch dies nicht das Ende der Schuldenkrise wäre.

Unter den Einzelwerten bekamen ThyssenKrupp ordentlich Rückenwind. IG Metall und ThyssenKrupp teilten am Dienstag mit, über den Verkauf der Edelstahlsparte des Essener Konzerns sei eine Einigung mit Outokumpu erzielt worden. Damit dürfte der Deal in trockenen Tüchern sein, sagte ein Händler. Es sei eine gute Nachricht, dass Thyssen nun endlich eine Lösung für seine Edelstahlsparte gefunden habe. Die Aktie stieg um bis zu 2,7 und führte damit die Gewinnerliste im Dax an. Outokumpu-Titel gaben in Helsinki 6,7 Prozent nach.

Im TecDax machten Gigaset einen Sprung nach oben: Die Aktien des Telefonherstellers verteuerten sich in der Spitze um 16,8 Prozent - den höchsten Stand seit Mitte November. Gigaset hat im vergangenen Jahr seinen Gewinn vervielfacht. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) belief sich nach vorläufigen Zahlen auf 54 Millionen Euro, im Vorjahr waren es noch drei Millionen. „Die Zahlen sprechen für sich - das war schon ein ordentlich gutes Ergebnis“, sagte ein Händler.

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  • 01.02.2012, 04:57 UhrAnonymer Benutzer: sky

    Was für ein saudummer Kommentar! Die in den staubigen Amtsstuben können das Phänomen allenfalls mit Feinstaubhäufigkeit erklären...;((( Soviel Feinstaub wie in manchen Köpfen herumfliegt, fliegen fiktive Aktien an der Börse herum.

  • 31.01.2012, 15:02 UhrAnonymer Benutzer: Aufklaerer

    Lassen Sie sich den Zusammenhang von Aktienmarkt und Real-Oekonomie von Ihrem Sachbearbeiter beim Arbeitsamt erklaeren.
    Vllt. spendiert der Ihnen auch mal einen Kurs in " Wirtschaft und Finanzen ".

  • 31.01.2012, 14:15 UhrAnonymer Benutzer: Schlaumeier

    Ist doch logisch. Es ist mehr Spielgeld da. Wie früher beim Monopoly. Das hat doch mit der Realwirtschaft nichts zu tun.
    FTD schrieb letzte Woche: "Die Idioten Aktienralley läuft" = vollkommen richtig.

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