Aus Asien kommen ebenfalls positive Vorgaben. In Japan zogen die Aktienkurse nach positiv aufgenommenen Daten zur Industrieproduktion kräftig an: Der Nikkei gewann zwei Prozent, in Hongkong gewann der Hang-Seng-Index ebenfalls mehr als ein Prozent.
Zu den größten Gewinnern in Japan gehörten die Aktien von Solarunternehmen. Diese folgten dem positiven Trend aus Deutschland. Zu Wochenbeginn hatten deutsche Solaraktien und Windkraftaktien kräftig zugelegt. Am stärksten profitieren Nordex-Papiere mit einem Plus von gut 13 Prozent, aber auch Q-Cells, Solarworld und Phoenix Solar zogen um acht bis neun Prozent an. Hintergrund war der Regierungskompromiss zum Atomausstieg, der an den Märkten neue Phantasie für erneuerbare Energien schürte. Bereits nach der Atomkatastrophe in Japan hatten die Aktien des Sektors kräftig zugelegt, in den vergangenen Wochen waren sie aber teils massiv zurückgefallen.
Moody's mit kritischen Blick auf Japan
Die US-Ratingagentur Moody's sieht die künftige Kreditwürdigkeit Japans skeptischer. Die Experten deuteten wie zuvor schon die Ratingagenturen Standard & Poor's und Fitch eine mögliche Herabstufung der Bonität an. Derzeit werde die Einstufung "Aa2" für Staatsanleihen in einheimischer und ausländischer Währung daraufhin überprüft, teilte Moody's am Dienstag in Tokio mit. Auslöser seien Zweifel, dass Japans Finanzstärke langfristig unter den Folgen der Erdbebenkatastrophe leiden könnte. Nur mit einer konsequenten Strategie könne die Regierung ein Ausufern des Haushaltsdefizits verhindern. Nach Ansicht der Analysten könnte der hohe Schuldenstand Japans ohne geeignete Gegenmaßnahmen noch wesentlich über das gegenwärtige Niveau steigen. Dieses liege bereits deutlich über dem anderer Industrieländer. Japans Staatsverschuldung belief sich Ende 2010 auf 210 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Moody's zeigte sich auch über das künftige Wirtschaftswachstum Japans besorgt. Vor wenigen Tagen hatte Fitch seinen Ausblick für die langfristige Beurteilung der Bonität Japans von "stabil" auf "negativ" gesenkt. Die Ratingagentur stuft die Bonität des Landes derzeit mit der Note "AA" ein. Im April hatte Standard & Poor's seinen Ausblick ebenfalls von "stabil" auf "negativ" heruntergestuft.
Die wohl bekannteste und beliebteste Bewertungskennziffer für Anleger ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), das Verhältnis von Aktienkurs zu Unternehmensgewinnen. Als Faustregel gilt: Je niedriger das KGV umso besser. Aber Vorsicht: Es gibt kaum eine Größe, bei der die Unternehmen besser tricksen können als beim Gewinn. Schauen Sie nicht nur auf die Gewinne eines einzigen Jahres. Ein gutes Unternehmen sollte über viele Jahre bewiesen haben, dass es profitabel arbeitet. Ein einziger Ausreißer nach oben ist noch lange kein Qualitätssiegel. Außerdem kommt es darauf an, welcher Gewinn gemeint ist. Im Folgenden stellen wir verschiedene Gewinn-Kennziffern vor.
EBIT steht für "Earnings before interest and taxes". In den USA wird die Kennzahl EBIT als Operating Income bezeichnet. Dieses operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern wird gewöhnlich für die Beurteilung der Ertragssituation des Unternehmens, insbesondere im internationalen Vergleich herangezogen. Jedoch ist das EBIT nicht nur das reine Ergebnis vor Zinsen und Steuern, wie es weitläufig bezeichnet wird, sondern genauer gesagt das operative Ergebnis vor dem Finanz- und damit Beteiligungsergebnis, was je nach Unternehmen großen Einfluss auf den Gewinn vor Steuern haben kann. Das EBIT kann alternativ auch berechnet werden, indem von Umsätzen (inkl. sonstiger betrieblicher Erträge) alle operativen Kosten abgezogen werden.
Das EBITDA steht für "Earnings before interest, taxes, depreciation und amortization" aus dem Englischen. Dieses Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Amortisation von immateriellen Wirtschaftsgütern hat Cash-Flow-Charakter, da die liquiditätsunwirksamen Abschreibungen ähnlich wie bei der indirekten Cash-Flow-Berechnung zum Jahresüberschuss hinzu addiert werden. Das EBITDA wird häufig für junge, wachstumsstarke Unternehmen oder Unternehmen mit außergewöhnlich hohem Abschreibungsbedarf als Kennzahl verwendet, die gegebenenfalls negative Jahresüberschüsse erwirtschaften. Das EBITDA lässt sich auch berechnen, indem von den Umsätzen (inkl. sonstiger betrieblicher Erträge) alle operativen Kosten abgezogen und Abschreibungen addiert werden.
Der Cash-Flow ist eine der wichtigsten Kennzahlen, um die Ertragskraft eines Unternehmens zu beurteilen. Der Cash-Flow aus dem operativen Geschäft zeigt das Saldo aus Mittelzufluss und -abfluss an, lässt also Rückschlüsse auf frei verfügbare Mittel eines Unternehmens zu. Im Gegensatz zu den verschiedenen Gewinnkennziffern lässt sich der Cash Flow kaum durch Bilanztricks schön rechnen. Er eignet sich besonders gut, um Unternehmen innerhalb einer Branche zu vergleichen. Nachteil: Der Cash Flow schwankt stark. Vergleiche über mehrere Jahre sind schwierig. Ein niedriges Kurs-Cash-Flow-Verhältnis (KCV) deutet darauf hin, dass der Kurs im Vergleich zum Cash-Flow günstig ist.
Für manch konservativen Anleger ist Größe entscheidend. Je höher die Marktkapitalisierung, also der aktuelle Börsenwert eines Unternehmens, umso geringer die Kursschwankungen. Soweit die Theorie. Zwar schwankt der Aktienkurs großer Konzerne im langfristigen Durchschnitt weniger stark als der von kleineren Unternehmen. Eine Garantie gegen Kursverluste ist das aber nicht. Während der Finanzkrise verloren auch so hochkapitalisierte Dax-Aktien wie Eon oder Siemens kräftig an Wert. Aber die Kurschancen nach oben sind wesentlich kleiner als bei den Kleinen.
Eine von Anlegern meist vernachlässigte Größe ist das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV). Es setzt den aktuellen Aktienkurs eines Unternehmens in Beziehung zu den Umsätzen. Dabei liefert das KUV sehr verlässliche Hinweise darauf, ob eine Aktie möglicherweise interessant sein könnte - oder nicht. Denn anders als der Gewinn lassen sich die Umsätze nicht so leicht manipulieren. Wie bei den anderen Verhältnis-Kennziffern gilt auch beim KUV: Je niedriger der Wert desto besser. Besonders wichtig ist diese Zahl bei sehr jungen Unternehmen, die noch keine oder nur sehr geringe Gewinne erwirtschaften.
Die Dividendenrendite ergibt sich aus dem Verhältnis aus der Dividende und dem aktuellen Aktienkurs. Gerade in unsicheren Zeiten gibt die Kennziffer aber einen recht guten Hinweis auf die Qualität einer Aktie. Allgemein gilt: Je höher die Dividendenrendite, desto rentabler ist eine Aktie. Aufschlussreich ist ein Blick auf die Dividendenrendite vor allem im Vergleich zu anderen Anlageklassen wie etwa Anleihen. Bei einigen Aktien liegt die Dividendenrendite sogar höher als die Rendite für Anleihen desselben Unternehmens. Aber: Während der Zins bei Anleihen fest ist, kann die Höhe der Dividenden schwanken.
Eine wichtige Größe, um zu erkennen, ob ein Unternehmen an der Börse günstig bewertet ist oder nicht, ist das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV). Dabei werden die Vermögenswerte eines Unternehmens in Relation zum aktuellen Aktienkurs gesetzt. Das KBV spielt für Value-Investoren wie Warren Buffett eine große Rolle. Sie glauben, dass der Buchwert den "wahren" Wert eines Unternehmens widerspiegelt. Wird ein Unternehmen an der Börse unter seinem Buchwert gehandelt, schließt der Value-Investor darauf, dass der Markt den eigentlichen Wert unterschätzt. Die grobe Regel lautet: Je niedriger das KBV, desto größer das Kurspotenzial - vorausgesetzt, dem Unternehmen drohen in absehbarer Zukunft keine heftigen Abschreibungen oder gar die Pleite.
Wichtig ist es für Anleger zu wissen, wie rentabel das Eigenkapital eines Unternehmens arbeitet. Die Eigenkapitalrendite berechnet sich aus dem Verhältnis des Gewinns zum Eigenkapital. Je höher der Wert desto besser. Allerdings gibt es - wie beim KGV - auch hier ein definitorisches Problem. Welcher Gewinn ist gemeint, was wird als Eigenkapital gezählt? Je nach Rechnungslegung kann es so zu großen Unterschieden kommen.
Das Beta misst die Schwankungsintensität (Volatilität) einer Aktie im Vergleich zu einem Index während eines bestimmten Zeitraums der Vergangenheit. Je höher das Beta eines Unternehmens ist, desto höher ist folglich die Volatilität und damit das Risiko für den Investor. Ziel der Investor Relations ist es unter anderem, dieses Beta durch zeitnahe und ausführliche Kommunikation möglichst gering zu halten. Das Beta wiederum hat wichtige Bedeutung für die Berechnung der Eigenkapitalkosten oder Optionsscheinprämien. Denn je höher die Kapitalkosten eines Unternehmens sind, desto niedriger ist nach dem DCF-Modell der Unternehmenswert.
Ausgezeichnet, lieber "Michail", wie Sie sich hier auf mich einlassen! Ich schrieb es ja, nix geht über die Qualität dieses Forums. Wo ist eigentlich "aruba"? Der oder Die fehlt an dieser Stelle irgendwie noch.
Das ist doch Lotto oder gar Spielhölle was diese Börsengauner da abziehen
Heuto so und morgen so
Jaja, die guten Wirtschaftsdaten:
http://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/nachrichten/us-immobilienmarkt-rutscht-wieder-in-die-krise/4239708.html
Der US-Immobilienmarkt steht tiefer als in der Krise, und das trotz billionenschwerer Hilfspakete. Nur hier in Deutschland ist eine Sonderkonjunktur, die vor allem aus Bonzenautokäufen von Wallstreet & chinesischen Millionären beruht.





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