
HB FRANKFURT. Der Dax hat am Freitag nach dem sogenannten "Hexensabbat" mit einem leichten Minus geschlossen. Zum Handelsende gaben die Indizes Börsianern zufolge wegen der schwächeren Entwicklung an den US-Börsen ihre frühen Gewinne größtenteils wieder ab. Der Leitindex ging mit einem Verlust von 0,2 Prozent auf 5 831 Punkte aus dem Handel. Der MDax gab 0,1 Prozent auf 7 393 Zähler nach, und der TecDax schloss mit einem Minus von 0,1 Prozent auf 815 Punkte.
An den Derivatebörsen liefen vor dem Wochenende Optionen und Futures auf Indizes und einzelne Aktien aus. In welche Richtung der Markt laufen würde, ließ sich Börsianern zufolge wegen dieses sogenannten "Hexensabbats" - dem großen Verfall - kaum vorhersagen.
Die dünnen Handelsumsätze in der insgesamt ruhigen Vorweihnachtszeit dürften auch kommende Woche zu größeren zufallsbedingten Schwankungen führen. "Der Feiertagshandel beginnt, nachdem in der abgelaufenen Handelswoche noch einmal gut zu tun war", sagte Commerzbank-Marktstratege Hans-Jürgen Delp.
Zum spannendsten Thema am Markt avancierten Meldungen vom Emirat Katar, es habe seine VW-Kaufoptionen ausgeübt und halte nun 17 Prozent der Stimmrechte an dem größten Automobilhersteller Europas.
Dadurch werden die Stamm-Aktien von Volkswagen noch vor Weihnachten aus dem Leitindex entfernt und stattdessen die Vorzüge aufgenommen, teilte die Deutsche Börse am Freitagabend in Frankfurt mit. Der Wechsel greife zum 23. Dezember. Da der Streubesitz der VW-Stammaktie unter zehn Prozent gefallen sei, erfülle das Papier nicht mehr die Kriterien für den Verbleib im Index. Auf entsprechende Spekulationen vor der Mitteilung reagierten die Aktien: Die Stämme drehten nach morgendlichen Kursgewinnen ins Minus und sanken am Dax-Ende um 4,7 Prozent auf 76,25 Euro. Die Vorzüge sanken um 0,4 Prozent auf 65,95 Euro vor.




