Der aktuelle Punktestand des Dax interessiere ihn nicht. Er beobachte vielmehr die Entwicklung des weltweiten Index MSCI World, weil dieser den Zustand der Weltwirtschaft gut abbilde. Köttner trat im März die Nachfolge von DWS-Urgestein Klaus Kaldemorgen an und verwaltet seitdem zwei Flaggschiffe der Fondsgesellschaft, den Vermögensbildungsfonds I und den Akkumula.
Angesichts der sich dem Ende zuneigenden Bilanzsaison rücken nun Konjunkturdaten verstärkt in den Fokus. Kapitalmarktanalyst Stefan Scheurer von Allianz Global Investors geht davon aus, dass der Index der Federal Reserve von Richmond zum verarbeitenden Gewerbe am Dienstag das Bild einer sich erholenden US-Wirtschaft belegen wird.
Auch die Lage am Wohnungsmarkt werde sich mit den am Dienstag und Donnerstag erwarteten Daten wohl weiter verbessern. Der unter anderem durch gestiegene Immobilienpreise erreichte Vermögenszuwachs dürfte sich in einem verbesserten Verbrauchervertrauen am Dienstag widerspiegeln. Am Donnerstag bekommen die Anleger zudem Einblick in vorläufige Zahlen zum US-Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal.
War es zum Wochenauftakt in den USA ruhig, so herrscht am Dienstag eher auf europäischer Seite Ruhe. Es sind keinerlei nennenswerte Nachrichten zu erwarten. Von Unternehmensseite präsentiert die Hornbach Holding ihr Jahresergebnis, KWS Saat die Zahlen für das dritte Quartal. Jenseits des großen Teichs kommen Daten von Canadian Solar, Tiffany Co. und von United Natural Foods.
Die Zinsentscheidung der Bank of Canada ist die einzige nennenswerte Nachricht, die die Märkte bewegen dürfte. Da diese Notenbank in der Vergangenheit nicht unbedingt die Märkte bewegt hat, dürfte das allerdings auch diesmal so sein. Quartalszahlen berichten der IT-Dienstleister Cor FJA sowie der österreichische Bauriese Strabag. Aus den USA kommen Zahlen von Avago, Copart, Daktronics und Dryships.
Halb Deutschland begeht den Feiertag Fronleichnam. Trotzdem hat die Deutsche Börse geöffnet. Weil aber zumindest in einem Teil des Landes Händler an ihren Arbeitsplätzen sind, dürfte es an der Börse etwas lebhafter zugehen als an Christi Himmelfahrt und am Pfingstmontag. Am Nachmittag kommen Daten zum US-Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal sowie Daten zum Häusermarkt im April. Ihre Zahlen präsentieren Guess und Metro Bancorp.
Weil viele Händler den Tag freinehmen, dürfte auch der Wochenausklang eher ruhig bleiben. Zumal aus Europa wie aus Japan keinerlei nennenswerte Konjunkturdaten kommen werden. Einzig am Nachmittag werden aus den USA einige, wenn auch bedingt interessante Gradmesser veröffentlicht. Beispielsweise der Einkaufsmanagerindex aus Chicago oder das Konsumklima der Uni Michigan.
Für die Euro-Zone stehen unter anderem am Donnerstag Statistiken zum Wirtschaftsvertrauen und am Freitag zum Arbeitsmarkt an. Die Job-Daten werden wohl die unterschiedlichen Entwicklungstrends in Deutschland und anderen großen europäischen Volkswirtschaften bestätigen, schätzt die UniCredit. Zudem wird die Baumarktkette Hornbach am Dienstag über den Geschäftsverlauf informieren.
Auch das Zahlenwerk des Wiesbadener Gabelstapler-Herstellers Kion ebenfalls am Dienstag dürfte für Börsianer interessant werden. Die den Finanzinvestoren KKR und Goldman Sachs gehörende Gesellschaft könnte nach bisherigen Informationen aus Finanzkreisen schon im Juni den Gang aufs Börsenparkett wagen.

"Die Märkte haben Schwierigkeiten zu verstehen, wie sich die Weltwirtschaft entwickelt und welche Auswirkungen die Aktivitäten der Notenbanken haben."
Die Märkte habe jeden Tag das Problem, irgendetwas zu verstehen. Mr. Market, willst du mich heiraten?

Tolle Analyse, was sind Sie klug! Bestimmt schon Milliardär mit der Strategie.
Was kostet sie?

Veto!
Das ist Berichterstattung par excellence.
Muss ich mir von einer Publikation sagen lassen, warum es wie weit wohin geht? Nein, muss ich nicht, will ich nicht. In den ausgebreiteten Gedärmen der bunten Vögel kann ich selbst besser lesen.






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