
FrankfurtDie Hoffnung auf eine Erholung der Weltwirtschaft sorgte an den europäischen Börsen für steigende Kurse. Der Dax sprang am Montag auf den höchsten Stand seit 17 Monaten. Der MDax schaffte mit 11.730,62 Zählern sogar ein Rekordhoch. Der deutsche Leitindex legte in der Spitze 1,1 Prozent auf bei 7.487 Punkte zu. Später bröckelten jedoch die Gewinne und der Dax schloss nur 0,4 Prozent fester bei 7.435 Punkten.
Hauptgrund für die Zuversicht der Investoren war die Tatsache, dass die chinesische Industrie im November zum ersten Mal seit mehr als einem Jahr wieder gewachsen ist. Die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft setze so ein Hoffnungszeichen für die globale Konjunktur, sagten Börsianer.
„Die Prognosen für das nächste Jahr sind gut, und die chinesischen Daten bestätigen das“, sagte Marktstratege Jörg Rahn von Marcard, Stein & Co. „Auch der spanische Einkaufsmanagerindex gibt Grund zur Hoffnung, und so kurz vor Jahresende nimmt man einzelne Daten gern zum Anlass, um noch in den Markt einzusteigen.“ Das verarbeitende Gewerbe in Spanien ist im November zwar nochmals geschrumpft, allerdings war der Rückgang so gering wie zuletzt im Juli 2011.
Einkaufsmanagerindizes für die Industrie kommen aus China, der Schweiz, Deutschland, Großbritannien und den USA.
In den USA stehen die Bauausgaben und der Autoabsatz auf dem Veröffentlichungskalender. Die Finanzminister der Euro-Gruppe treffen sich in Brüssel.
Der Präsident der regionalen Notenbank von St. Louis, James Bullard, spricht über die Weltwirtschaft und die Geldpolitik der USA.
Die Erzeugerpreise für die Euro-Zone werden veröffentlicht.
Der Verband der Automobilindustrie VDA gibt seine Jahrespressekonferenz.
Unternehmensanalysten blicken auf die außerordentliche Hauptversammlung von Deutsche Wohnen.
Einkaufsmanagerindizes für den Bereich Dienstleistungen stehen für die Euro-Zone und Deutschland an.
Aus den USA kommt eine Datenflut: der Arbeitsmarktbericht, die Produktivitätszahlen, Auftragseingänge für die Industrie und der Einkaufsmanagerindex für den Bereich Dienstleistungen.
Die Bank von England eröffnet ihre geldpolitische Sitzung.
Deutschland und Spanien versteigern Anleihen. Auf der Unternehmensseite werden Tesco und Group Zahlen veröffentlichen.
Die Deutsche Börse berät über die Zusammensetzung ihrer Indizes.
Aus der Schweiz werden die Arbeitslosenquote und die Verbraucherpreise gemeldet.
Deutschland steht mit dem Bauindex und dem Auftragseingang für die Industrie auf dem Plan.
Die Briten warten auf die Industrieproduktion.
Für die USA sind die neusten Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe interessant.
Nach dem Ende der Ratssitzung wird die EZB ihre Zinsentscheidung bekanntgeben.
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft gibt eine Pressekonferenz zur Geschäftsentwicklung des laufenden Jahres.
Die Bank von England beendet ihre geldpolitische Sitzung.
Frankreich begibt Staatsanleihen.
Unternehmenszahlen präsentieren Carl Zeiss Meditec, Air Berlin.
Von Siemens werden Details zum Osram-Spin-off erwartet.
Verkehrszahlen kommen von Aer Lingus und Easyjet.
In Österreich werden die Außenhandelszahlen und der Index der Großhandelspreise publiziert.
Die Österreichische Nationalbank veröffentlicht ihre Prognose für das Land von 2012 bis 2015.
Aus den USA kommen ein Arbeitsmarktbericht und das Verbrauchervertrauen.
Firmendaten melden Club Med, Air France und SAS.
Einen zusätzlichen - wenn auch nur kurzwierigen - Schub erhielt der Markt mit der Nachricht, dass Spanien jetzt bei der EU einen formellen Hilfsantrag für seine Banken gestellt hat. Seit Wochen war darauf spekuliert worden. "Das ist der einzig vernünftige Schritt für die Institute, und deshalb wird das vom Markt honoriert", erklärte ein Händler die europaweit anziehenden Kurse.
Lediglich Investoren am spanischen Markt wurden skeptischer. Der Madrider Leitindex bröckelte ab und notierte noch 0,8 Prozent im Plus. Der Index der spanischen Banken rutschte sogar leicht ins Minus. Am Vormittag hatten die Indizes bis zu 1,2 beziehungsweise 1,3 Prozent gewonnen.
Zur positiven Grundstimmung am Markt trug Rahn zufolge auch bei, dass das griechische Angebot zum Rückkauf von Staatsanleihen über dem Marktpreis liegt. Investoren hätten eine niedrigere Offerte befürchtet. Der Leitindex in Athen gewann 1,8 Prozent und damit deutlich stärker als der breite europäische Markt. Der Index für die griechische Bankenbranche stieg sogar um 6,8 Prozent. Die Geldhäuser gehören zu den größten Gläubigern des griechischen Staates.

Ich habe ja nicht generell etwas gegen Futures. Zur Absicherung eines Portfolios sind sie bestens geeignet. Aber um Aktien zu kaufen, benötigt man halt erst einmal eine gewisse Liquidität.
Ebenfalls schönen Abend noch.

Japp, korrekt!
meinte natürlich 7430,5. danke.
ja gut, hast recht! die, die seit jahresanfang short sind (häh, wer is so "klug" und ist seit jahresanfang short??
meine "anlagehorizont" ist im sek./min./std. bereich...
ggf. auch mal ein, eineinhalb wochen, wenn die posi gegen einen läuft, sich dann aber wieder ausgleicht.
ein wichtiger punkt: ich werde nie für mich beanspruchen zu prognostizieren wo der DAX (oder wad auch immer) Dec. 2013 steht. Wer sich daran ausrichtet und auf diese Analysten-Dödel hört ist selbst schuld.
Ich bin lieber mein eigener (mal guter, mal schlechter) "Analyst" und meine Erwartungen bleiben auch bei mir.
Alles andere ist m.E. höchst unseriös unprofessionel.
Sayonara und schönen Abend.

Ich hatte Anfang letzter Woche vor der Bonitätsherabstufung von EU-Ländern inkl. Deutschland gewarnt (Moodys hatte ja am Freitag schon mal den ESM herabgesetzt quasi als Vorgeschmack)behaltet dies stets im Hinterkopf - kann sonst über Nacht sehr sehr teuer auf der Longseite werden.






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