Marktberichte

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Börse New York: Boeing wird an Wall Street nach Zwischenfällen bestraft

Boeing verlor fünf Prozent, nachdem Zwischenfälle Sorgen vor neuen Problemen mit dem Modell „Dreamliner“ geschürt hatten. Unterm Strich endete der letzte Handelstag an der Wall Street allerdings mit einem leichten Plus.

US-Händler sehen einen verhaltenen Dow Jones. Quelle: ap
US-Händler sehen einen verhaltenen Dow Jones. Quelle: ap

New YorkDie US-Börse hat sich mit einem Plus ins Wochenende verabschiedet. Erfreuliche Zahlen der US-Großbanken JP Morgan und Wells Fargo wurden durch eine Gewinnwarnung des Deutsche-Post-Rivalen UPS in etwa ausgeglichen. Marktstratege Fred Dickson von D.A. Davidson & Co sagte, dass sich die Händler vor dem Wochenende mit ihren Engagements zurückgehalten hätten.

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„Die Investoren lehnen sich zurück und warten die Flut von Unternehmenszahlen in der kommenden Woche ab.“ Die Umsätze blieben dementsprechend dünn.

Der Dow-Jones-Index legte um moderate 0,02 Prozent auf 15.464 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,3 Prozent auf 1680 Zähler vor. Die Technologiebörse Nasdaq stieg 0,6 Prozent auf 3600 Punkte.
Im Wochenvergleich verbesserte sich der Dow um 2,1 Prozent, der S&P um 2,9 Prozent und der Nasdaq um 3,5 Prozent. Die Aussicht auf eine anhaltende Geldschwemme der US-Notenbank hielt Aktienanleger in Deutschland auch am Freitag bei Laune. Der Dax stieg um 0,7 Prozent auf 8213 Punkte.

Die US-Erzeugerpreise im Juni kletterten stärker als erwartet. Für den unerwartet hohen Anstieg der US-Erzeugerpreise von 0,8 Prozent (Analystenschätzung: 0,5 Prozent) waren insbesondere höhere Benzin-Preise verantwortlich. Diese könnten sich zu einer Belastung für die konsumabhängige US-Wirtschaft entwickeln.

Auch die Kernrate - ohne die stark schwankenden Preise für Energie und Lebensmittel - war mit 0,2 Prozent leicht höher als die vorhergesagten 0,1 Prozent. Dies könnte auf einen stärkeren Inflationsdruck hinweisen, was wiederum die Fed darin bestärken könnte, ihre Konjunkturprogramme zurückzufahren.

Im Fokus stand unter anderen Titeln der von Boeing: Die Aktien des Airbus-Rivalen verloren knapp fünf Prozent. Zuvor war bekannt geworden, dass ein Boeing-Dreamliner auf dem Londoner Flughafen Heathrow aus ungeklärter Ursache in Brand geraten und eine andere Maschine des Typs wegen technischer Probleme sicherheitshalber nach Manchester zurückgekehrt war.

Bei den Einzelwerten standen Bankentitel im Fokus, nachdem JP Morgan und Wells Fargo Quartalszahlen vorgelegt hatten. Dabei gab JP Morgan einen deutlichen Gewinnsprung von fast einem Drittel bekannt. Die Aktie drehte allerdings nach einem positivem Auftakt 0,3 Prozent ins Minus. Wells Fargo steigerte Einnahmen und Gewinn stärker als erwartet. Der Anteilsschein verteuerte sich um 1,8 Prozent.

Unangenehm überrascht wurden die Händler dagegen von einer Gewinnwarnung des Logistikkonzerns UPS kurz vor Börseneröffnung. Dessen Aktien brachen rund sechs Prozent ein.

Zu den Gewinnern zählten die Aktien des Arzneimittelherstellers Alexion Pharmaceuticals mit einem Kursaufschlag von fast 13 Prozent. Der Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzern Roche ist Kreisen zufolge an dem US-Unternehmen interessiert. Der in Basel ansässige Konzern versuche derzeit, sich die Finanzierung für die Übernahme von Alexion Pharmaceuticals zu sichern, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 680 Millionen Aktien den Besitzer. 1487 Werte legten zu, 1477 gaben nach und 120 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,55 Milliarden Aktien 1356 im Plus, 1104 im Minus und 116 unverändert.

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