Marktberichte

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Börse New York: Dow Jones verliert fast zwei Prozent

Am amerikanischen Arbeitsmarkt ist keine Erholung in Sicht. Deswegen trennen sich Anleger von US-Aktien. Die US-Börsen haben am Donnerstag deutlich im Minus geschlossen.

Händler an der NYSE: In einem nervösen Marktumfeld reagieren die US-Börsen auf jede wichtige Nachricht mit größeren Kursbewegungen. Quelle: dapd
Händler an der NYSE: In einem nervösen Marktumfeld reagieren die US-Börsen auf jede wichtige Nachricht mit größeren Kursbewegungen. Quelle: dapd

New YorkSchwache Konjunkturdaten haben die US-Börsen am Donnerstag in die Tiefe gezogen. Am US-Arbeitsmarkt ist noch immer keine Erholung in Sicht und der als Zugpferd für die Weltkonjunktur geltenden chinesischen Industrie scheint die Puste auszugehen. "Der Ursprung der Flaute liegt im angeschlagenen Europa. Die Krise erreicht nun alle anderen Regionen und Bereiche. Den Firmen brechen die Geschäfte weg", sagte ein Börsianer. Zur schlechten Stimmung trugen auch enttäuschende Quartalszahlen von Unternehmen bei.

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Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss zwei Prozent tiefer auf 12.573 Punkten. Im Handelsverlauf bewegte we sich zwischen 12.561 und 12.857 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 sank 2,2 Prozent auf 1325 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 2,4 Prozent auf 2859 Stellen. In Frankfurt ging der Dax mit einem Minus von 0,8 Prozent auf 6343 Punkten aus dem Handel.

In der vergangenen Woche stellten 387.000 Amerikaner einen Erstantrag auf Arbeitslosen-Hilfe. Volkswirte hatten auf eine etwas geringere Zahl gesetzt. Kim Forrest von Fort Pitt Capital Group äußerte die Befürchtung, dass die Firmen insgesamt langsam aber stetig viel Personal abbauen, obwohl es bislang kaum Nachrichten über Massenentlassungen gab. Zudem fiel der Konjunkturindex der Notenbank von Philadelphia im Juni auf minus 16,6 von minus 5,8 Punkten im Mai. Der Philly-Fed-Index gilt als einer der wichtigsten Früh-Indikatoren für die US-Produktion.

Dass sich die Schuldenkrise und die Verlangsamung der Weltwirtschaft in den Bilanzen der Konzerne widerspiegelt, belegte der Tabak-Konzern Philip Morris. Das Unternehmen senkte seinen Geschäftsausblick und folgte damit anderen konsumabhängigen Konzernen wie PepsiCo und Procter&Gamble . Philip Morris-Aktien gaben 3,3 Prozent nach.

Oracle verbilligten sich um 2,4 Prozent. Das Unternehmen hatte den Abgang eines Vizepräsidenten bekanntgegeben, den jedoch viele Anleger bereits erwartet hatten.

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Auf den Verkaufslisten standen auch Micron Technology. Die Dividendenpapiere des Chipherstellers brachen mehr als sieben Prozent ein, nachdem das Unternehmen das vierte Quartal in Folge einen Verlust ausgewiesen hatte.

Chinas Industrie verliert weiter an Fahrt. Der vorläufig veröffentlichte Einkaufsmanager-Index der britischen Großbank HSBC fiel im Juni auf ein Sieben-Monats-Tief von 48,1 Punkten, nachdem er im Mai noch bei 48,4 Zählern gelegen hatte. Damit notiert das Barometer bereits seit acht Monaten unter der Schwelle von 50 Punkten. Werte darüber zeigen ein Wachstum an, darunter eine schrumpfende Geschäftstätigkeit.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 860 Millionen Aktien den Besitzer. 568 Werte legten zu, 2447 gaben nach und 90 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1.77 Milliarden Aktien 517 im Plus, 1973 im Minus und 93 unverändert.

  • 22.06.2012, 08:10 UhrGierig

    @ Machiavelli,
    1930 oder 1940, kurz vor Stalingrad?
    Während die Regierungen in der Krise jeden Cent zusammenkratzen, haben die Menschen in Deutschland erstmals mehr als zehn Billionen Euro Vermögen in Form von Geld und Immobilien angehäuft. Das entspricht den Staatsschulden aller 27 EU-Mitglieder. Und manche Schätze sind da nicht mal eingerechnet.
    Berlin - Es erscheint auf den ersten Blick unglaublich. Können die Deutschen wirklich so viel Vermögen angehäuft haben, wie die 27 EU-Staaten insgesamt an Staatsschulden? Das jedenfalls hat der Bundesverband Deutscher Banken heute behauptet - und verweist auf eine verblüffende Statistik.
    Danach haben die Menschen in Deutschland tatsächlich mittlerweile erstmals mehr als zehn Billionen Euro Vermögen angehäuft, und das entspräche in der Tat den Staatsschulden aller 27 EU-Mitglieder zusammen.
    http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/0,2828,815440,00.html

  • 22.06.2012, 08:07 UhrMachiavelli

    Die Geschichte wiederholt sich, schon wieder spielt Deutschland mit dem Feuer.
    Merkel wird am Ende nur eine Alternative bleiben: aus der Währungsunion auszutreten. Der deutsch-national Gedanke wurde durch die Verschleppung der Krise geweckt und an ein Wiedereinschlafen ist nicht mehr zu denken. Wir schreiben 1930!
    Merkel (Deutschland) hat zu lange gezaudert, die Krise hätte sofort gelöst werden können, aber wann hat die Frau schon mal schnell entschlossen gehandelt?
    Vielleicht früher in der FDJ?
    Armes Europa, womit hast Du das verdient von einer in der DDR erzogene Kanzlerin zum Scheitern verurteilt!

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