Marktberichte

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Börse New York: Draghi setzt Euro unter Druck

Der New Yorker Aktienmarkt hat am Donnerstag mit Kursverlusten geschlossen. Mario Draghi hat es geschafft, den Euro binnen Minuten um zwei Cent ins Minus zu reden – das war der stärkste Kursrutsch seit Juni.

Die neuesten Arbeitsmarktdaten sind nicht zufriedenstellend. Investoren verkaufen ihre Aktien. Quelle: AFP
Die neuesten Arbeitsmarktdaten sind nicht zufriedenstellend. Investoren verkaufen ihre Aktien. Quelle: AFP

New York/FrankfurtEin schwächerer Euro und durchwachsende Konjunkturdaten haben am Donnerstag die Risikofreude an der Wall Street gedämpft. Die US-Börsen tendierten deutlich im Minus, nachdem EZB-Präsident Mario Draghi die wochenlange Aufwertung des Euro binnen Minuten mit wenigen Worten zunichte gemacht hatte.

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Seine Ankündigung in der Pressekonferenz nach der Zinssitzung des EZB-Rats, den Wechselkurs der Gemeinschaftswährung genau zu beobachten, drückte den Euro um bis zu zwei Cent deutlich unter die Marke von 1,34 Dollar. Es war der stärkste Kursrutsch seit Juni.

EZB unter Druck Draghi in der Klemme

Draghi muss entscheiden, ob er die Zügel straff hält - oder den Euro schwächt.

Dieser führte an den Aktienmärkten zu spürbarer Zurückhaltung. Die Marktteilnehmer seien nach den Draghi-Äußerungen unruhig, sagte Marktanalyst Andre Bakhos von LEK Securities. Zudem werde jeder Vorwand genutzt, um Gewinne einzustreichen.

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Der Dow-Jones der 30 Standardwerte gab 0,3 Prozent auf 13.944 Punkte nach. Im Handelsverlauf pendelte das Leitbarometer zwischen 13.852 und 13.988 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,2 Prozent auf 1509 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel 0,1 Prozent auf 3165 Punkte.

Der Dax legte während der EZB-Pressekonferenz zunächst um bis zu 1,1 Prozent zu, schloss dann aber im Sog schwächerer US-Börsen nur noch leicht im Plus bei 7590 Punkten. Der EuroStoxx50 ging 0,7 Prozent niedriger bei 2598 Zählern aus dem Handel.

Die wichtigsten Fragen zum Börsenjahr 2013

  • Kann ich mit sicheren Anlagen die Inflationsrate schlagen?

    Nein. Und das dürfte vorerst auch so bleiben, weil Zentralbanken und Regierungen die Zinsen unten halten. Nur so können sie vermeiden, dass Staaten von den Schulden erdrückt werden. Wer die Inflation schlagen will, muss begrenzt Risiken eingehen. Mit Aktien zum Beispiel.

  • Soll ich mein Eigenheim jetzt sanieren

    Wann, wenn nicht jetzt? Zehnjähriges Baugeld gibt’s für 2,5 Prozent, von der staatlichen KfW für eine neue Heizung oder ein gedämmtes Dach sogar ab einem Prozent. Auch der Einsatz von Erspartem lohnt: Auf der Bank bringt es kaum Zinsen, und Investitionen für Dämmung und Heizung schützen gut vor Inflation. Die wird stark von Öl-, Gas- und Strompreisen getrieben. Und: Maßnahmen, die Erhalt und Modernisierung dienen, steigern den Wiederverkaufswert.

  • Fällt der Garantiezins meiner Lebensversicherung

    Am Garantiezins aus alten Verträgen kann die Finanzaufsicht nur im Notfall rütteln. Wer neu abschließt, bekommt 1,75 Prozent auf Beiträge garantiert, nach Abzug von Provision und Kosten. Der Garantiezins orientiert sich an der Rendite von AAA-Anleihen im Schnitt der vergangenen zehn Jahre (zuletzt 3,7 Prozent). 60 Prozent davon können sich Versicherer als Garantiezins noch leisten – etwa 2,2 Prozent. Noch bleibt Luft.

  • Ist es Zeit, Schwarzgeld zu legalisieren?

    Das Schweizer Bankgeheimnis ist praktisch erledigt, weitere Steuer- CDs können durchaus noch in die Hände der Finanzbehörden geraten. Und: Per Selbstanzeige kommen Steuerhinterzieher relativ milde davon. Das muss aber nicht so bleiben. Nebenbei: Was passiert, wenn Bürger ihre Steuern nicht zahlen, lässt sich in Griechenland besichtigen.

  • Soll ich mein Vermögen zu Lebzeiten schon verschenken?

    Jedes Elternteil darf jedem Kind alle zehn Jahre bis zu 400.000 Euro steuerfrei schenken. Schön fürs Kind: Es bekommt das Elternhaus schon zu deren Lebzeiten und spart Steuern. Wer seine Villa nur steueroptimiert übertragen, aber selbst noch bewohnen will, sollte vorsichtshalber ein Nießbrauchsrecht eintragen lassen. Mit Kindern kann man sich zer- streiten, Verschenktes aber nur bei „grobem Undank“ zurückfordern. Die Hürden dafür aber sind hoch.

  • Ist mein Geld auf der Bank sicher?

    Käme eine deutsche Bank oder Sparkasse in Schieflage, müssten zunächst die Einlagensicherungs-systeme der Geldhäuser die Sparer entschädigen. Doch klar ist: Bei Pleite einer sehr großen Bank oder einer Kettenreaktion wären die Töpfe schnell leer. Unabhängig davon garantiert daher seit Ende 2010 das Gesetz pro Kopf und Bank 100.000 Euro; wer mehr hat, sollte das Geld also auf mehrere Banken verteilen.

  • Droht ein Aktiencrash?

    Eher nicht. Aktien sind, gemessen an der global schwachen Konjunktur und der Euro-Krise, zwar schon recht weit gelaufen. Und Aktienkurse zieht es nach unten, wenn die Wirtschaft darbt. Aber Investoren suchen Rendite. Sichere Staatsanleihen bringen zu wenig. Aktien solide geführter Konzerne mit guten Dividenden rentieren höher als Anleihen der Unternehmen. Wer Geld übrig hat, steckt einen Teil in solide Aktien.

  • Soll ich in Währungen außerhalb des Euro investieren?

    Die goldene Regel heißt: Setze nie alles auf eine Karte. Das gilt auch für Währungen. Problem: Die Fluchtwährungen, allen voran der Schweizer Franken, sind schon sehr teuer. Ein paar norwegische, schwedische oder kanadische Staatsanleihen aber können Sie Ihrem Depot ruhig beimischen.

  • Wie sichere ich meine Kinder ab?

    Indem Sie sicherstellen, dass sie etwas bekommen, wenn Ihnen etwas zustößt: Unerlässlich ist eine Risikolebensversicherung, für etwa 30 Euro monatlich gibt es im Todesfall 250 000 Euro. Dazu regelmäßig eine feste Summe ansparen, am besten in Aktien für ein Kinderdepot. Vorsichtige schließen noch eine Kinder-Invaliditätsversicherung ab, die greift weiter als eine Unfallpolice.

  • Soll ich jetzt Schulden machen?

    Kredite sind billig, Konsum kurbelt die Wirtschaft an. Ist Ihr Job sicher, kaufen Sie sich was Schönes, viel Zinsen gibt es sowieso nicht. Bei Immobilien gilt: Auch Niedrigzins-Kredite müssen verlängert und zurückgezahlt werden. In zehn Jahren können die Zinsen viel höher sein. Wer zu wenig tilgt, ist bis zur Rente nicht schuldenfrei. Baukredite also nur so hoch ansetzen, dass Sie die Rückzahlung in einem vernünftigen Zeitraum stemmen können.

  • Soll ich meine Immobilie verkaufen?

    Die Preise sind hoch, eigentlich ein guter Zeitpunkt. Aber die Euro-Krise ist nicht gelöst, Sachwerte bleiben gefragt. Wer verkaufen will, braucht vor allem aber einen Plan, wie er das Geld anlegt. Wer es nur auf dem Sparbuch parken möchte, sollte seine vermietete Wohnung behalten. Das gilt erst recht für das Eigenheim – so man sich wohl darin fühlt.

  • Soll ich Gold kaufen?

    Im Zweifel ja. Wer Gold als Währung betrachtet, kann Papier immer in Edelmetall tauschen, egal, zu welchem Preis. So gesehen ist Gold das einzige Tauschmittel, das Inflation und Währungsreform überlebt hat. Wer davor Angst hat, kauft Gold – als Versicherung.

  • Gibt es sicheres Tagesgeld für mehr als zwei Prozent Zins?

    Kaum. Solange die EZB Banken Geld für 0,75 Prozent gibt, müssen nur kapitalschwache Institute für zwei bis drei Prozent Geld sammeln. Oft greift dann nur die ausländische Einlagensicherung. Bei Pleiten wird es mühsam, an sein Geld zu kommen.

  • Soll ich in Oldtimer, Kunst, Uhren oder Wein investieren?

    Klar doch, wenn Sie Spaß daran haben – und etwas davon verstehen. Die Angst vor Inflation treibt die Preise von Sachwerten, auch von schönen, nutzlosen, wie Cézanne und Mercedes SL. Aber Vorsicht: Laien werden von Experten übervorteilt. Lassen Sie sich unabhängig beraten, auch wenn das erst mal Geld kostet.

In New York dämpften durchwachsene Konjunkturdaten zudem die Hoffnung auf eine baldige nachhaltige Erholung. Die wöchentlichen Erstaufträge auf Arbeitslosenhilfe gingen etwas zurück und unterstrichen damit den Trend einer lediglich moderaten Entwicklung. Die Produktivität der US-Wirtschaft sank im vierten Quartal so stark wie seit fast zwei Jahren nicht mehr.

  • 09.02.2013, 19:16 Uhrmiro

    maximilian@baehring.at
    Überprüfungen sind zwecklos bei so vielen Rechtschreibfehlern in nur einem Satz. gez.walterwerner.de

  • 08.02.2013, 08:27 UhrArminius

    "Draghi setzt Euro unter Druck"
    Eigentlich richtig wäre: "Draghi nimmt Teil des Auftriebsdrucks vom Euro weg"
    Der Euro ist eigentlich für die Mehrheit der Euro-Länder immer noch überbewertet.
    Richtig wäre ein Wechselkurs von $1,15,- bis $1,20,-
    Nur deutsche Großkonzerne haben Interesse an einem starken Euro, weil sie enorm ins Nichteuroausland ausgelagert haben. Vor allem die Gewinne die sie in der Eurozone realisiert haben wurden ins Nichteuroausland reinvestiert! Was einer Kapitalflucht gleich kommt und auch die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Spanien (60%) und anderen Euro-Ländern erklärt.

  • 08.02.2013, 01:23 Uhrarmedjihad@rocketmail.com

    Freitag!

    Ich verrate mal mein Kostüm ... einen echten Knaller!

    [...]

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