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Börse New York: Gute Konjunkturdaten stützen New Yorker Börsen

Gute US-Konjunkturdaten haben der Wall Street moderate Gewinne beschert. Nach den Äußerungen von US-Präsident Barack Obama über die bevorstehenden Haushaltsverhandlungen hat die Börse mit leichten Gewinnen geschlossen.

Aktienhändler an der Wall Street: Der US-Präsident hält die Börsen in Atem. Quelle: dpa
Aktienhändler an der Wall Street: Der US-Präsident hält die Börsen in Atem. Quelle: dpa

New YorkUnerwartet gute Konjunkturdaten haben die US-Börsen am Freitag gestützt. Gleichwohl blieben die Anleger zurückhaltend, weil weiter unklar ist, wie die "Fiskalklippe" in den USA umschifft werden soll. Zum Jahreswechsel drohen automatisch hohe Belastungen für die US-Wirtschaft, wenn sich Regierung und Opposition nicht noch auf einen Kompromiss bei Einnahmen und Ausgaben einigen. Der gerade wiedergewählte Präsident Barack Obama lud führende Vertreter beider Kongress-Parteien zu Gesprächen ins Weiße Haus in der nächsten Woche ein. An den Börsen schürte zudem das absehbar schwächere Wachstum in den Euro-Zonen-Schwergewichten Deutschland und Frankreich Sorgen, die Konjunkturkrise könnte Europa noch länger in ihrem Bann halten.

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Der Dow-Jones-Index schloss nach einem schwachem Auftakt kaum verändert auf 12.815 Punkten. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 12.743 und 12.890 Stellen. Der breiter gefasste S&P 500 legte 0,2 Prozent auf 1379 Zähler zu, der Index der Nasdaq um 0,3 Prozent auf 2904 Stellen. Im Wochenvergleich büßte der Dow 2,1 Prozent, der S&P 2,4 Prozent und der Nasdaq-Index 2,6 Prozent ein. In Frankfurt ging der Dax 0,6 Prozent tiefer mit 7163 Punkten ins Wochenende.

Die Stimmung der US-Konsumenten ist so gut wie seit mehr als fünf Jahren nicht mehr. Der Index für das Verbrauchervertrauen im November stieg nach vorläufigen Berechnungen auf 84,9 Zähler von 82,6 Punkten im Vormonat. Experten hatten 83,0 Punkte erwartet. Der Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten im Voraus anzeigt.

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Obama sagte, zur Lösung des Haushaltsstreits müssten Ausgabenkürzungen mit höheren Einnahmen kombiniert werden. So sollten wohlhabende Amerikaner etwas mehr Steuern zahlen. Er sei offen für Kompromisse, das Ergebnis müsse aber ausgewogen sein. Die Republikaner hatten zuvor erklärt, Obamas Forderung nach höheren Steuern nur für wohlhabende Bürger nicht mitzutragen. Vielmehr müssten Steuerschlupflöcher geschlossen werden. Mit Beginn 2013 setzen nach jetzigem Stand automatisch milliardenschwere Steuererhöhungen und Einsparungen ein. Damit soll der Haushalt saniert werden. Doch Experten fürchten, die Maßnahmen könnten die USA in eine neue Rezession stürzen.

Auf den Verkaufslisten standen Groupon-Aktien. Das Online-Schnäppchenportal hatte im dritten Quartal bei Umsatz und Ergebnis enttäuscht. Die Papiere verloren knapp 30 Prozent auf 2,76 Dollar. Vor Jahresfrist waren sie noch das Zehnfache wert.

 

Auch die Papiere des größten US-Unterhaltungskonzerns Walt Disney standen auf den Verkaufslisten der Börsianer. Dank guter Geschäfte mit seinen Freizeitparks und dem Sportfernsehsender ESPN schraubte Disney im Sommerquartal zwar den Gewinn nach oben. Das Film-Geschäft lief aber schwach. Die Aktien verloren rund sechs Prozent.

Papiere von J.C. Penney gaben fünf Prozent nach. Der Handelskonzern hatte einen unerwartet kräftigen Umsatzrückgang für das Quartal bekanntgegeben.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 740 Millionen Aktien den Besitzer. 1428 Werte legten zu, 1552 gaben nach und 116 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,8 Milliarden Aktien 1232 im Plus, 1208 im Minus und 105 unverändert.

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