
New YorkEine Umsatzwarnung des Chipherstellers Intel und Zweifel an den jüngsten EU-Beschlüssen zur Bekämpfung der Schuldenkrise haben die US-Aktienmärkte am Montag ins Minus gezogen. Branchenprimus Intel senkte wegen Lieferengpässen im Zuge der Überschwemmungen in Thailand seine Erwartung für den Erlös im vierten Quartal um rund eine Milliarde Dollar. Zudem warnten die drei großen US-Ratingagenturen zu Wochenbeginn, die Beschlüsse der EU-Staats- und Regierungschefs vom vergangenen Freitag gingen nicht weit genug. Auf den Verkaufszetteln standen vor allem Bankentitel.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,3 Prozent schwächer bei 12.021 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 11.940 und 12.181 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 fiel 1,5 Prozent auf 1236 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 1,3 Prozent auf 2612 Punkte. Der Dax rutschte um 3,4 Prozent auf 5785 Zähler ab und schloss damit auf dem tiefsten Stand seit Ende November.
„Die Märkte zweifeln an der Vereinbarung, die in der vergangenen Woche erzielt wurde“, sagte Peter Cardillo von Rockwell Global Capital in New York. Langfristig sei die Absichtserklärung sicherlich positiv, aber kurzfristig löse sie nicht das Schuldenproblem. Andrew Wilkinson von Miller Tabac & Co sagte: „Europa bereitet immer noch Albträume.“ Die meisten Investoren würden ihre anfangs positive Einschätzung zu den Ergebnissen gerade noch einmal überdenken.
Moody's und Fitch erklärten jeweils, der EU-Gipfel habe wenig neue Maßnahmen zur Lösung der Schuldenkrise in der Euro-Zone gebracht. Der Zusammenhalt in der Währungsgemeinschaft sei weiterhin gefährdet. Die EU-Länder hatten sich mit Ausnahme Großbritanniens auf dem Gipfel auf eine stärkere wirtschaftliche Integration und strengere Haushaltsdisziplin geeinigt.




