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Börse New York: Job-Daten lähmen Wall-Street

Viele neue Anträge für Arbeitslosenhilfe verunsicherten die Wall Street am Donnerstag. Nach der jüngsten Rally endete der Handelstag am Donnerstag im Minus. An der Tech-Börse Nasdaq hingegen herrschte tolle Stimmung.

Händler an der NYSE: Die US-Wirtschaft verliert langsam aber sicher an Fahrt. Quelle: dapd
Händler an der NYSE: Die US-Wirtschaft verliert langsam aber sicher an Fahrt. Quelle: dapd

New YorkGemischte Konjunkturdaten haben am Donnerstag zahlreiche Anleger an der Wall Street zu Gewinnmitnahmen bewegt. So weckte eine unerwartet hohe Zahl von Arbeitslosen-Anträgen unter den Börsianern am Monatsende neue Zweifel an der konjunkturellen Erholung.

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Mit Spannung warteten Marktteilnehmer deshalb auf den Arbeitsmarktbericht für Dezember, der am Freitag veröffentlicht werden sollte. An der Computerbörse Nasdaq sorgten dagegen hervorragende Geschäftszahlen von Qualcomm für etwas bessere Stimmung. Auch an den europäischen Börsen hatten wachsende Zweifel an einer Fortsetzung der Rally für Verkäufe gesorgt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent schwächer bei 13.860 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 fiel 0,3 Prozent auf 1498 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq blieb dagegen nahzu unverändert bei 3142 Punkten. Trotz des Rückgangs verbuchte der S&P-500 im Januar mit einem Anstieg von insgesamt 5,1 Prozent seinen besten Monat seit Oktober 2011 und seinen besten Jahresstart seit 1997. Der Dax verabschiedete sich in Frankfurt mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 7776,05 Punkten aus dem Handel.

Eine ganze Reihe von Konjunkturdaten lieferte den Börsianern sowohl Kauf- als auch Verkaufsargumente. So beantragten in der vergangenen Woche 368.000 Amerikaner erstmals Arbeitslosenhilfe - Analysten hatten mit nur 350.000 gerechnet. Dagegen stiegen die US-Einkommen so stark wie seit acht Jahren nicht mehr. Auch der Anstieg der US-Konsumausgaben blieb im Dezember mit einem Plus von 0,2 Prozent hinter den Markterwartungen zurück. Für eine positive Überraschung sorgte hingegen der Konjunkturindex der Einkaufsmanager aus dem Großraum Chicago. Er stieg auf ein Neun-Monats-Hoch von 55,6 Punkten.

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Auch von Unternehmensseite kam ein gemischtes Bild. „Wir bekommen im Moment eine Reihe von sich widersprechenden Daten“, klagte Jack Ablin, Chef-Investmentstratege bei BMO Private Bank. Deshalb gebe es nicht viel Potenzial nach oben. Janelle Nelson von RBC Wealth Management machte für die Schwäche der Kursbewegungen auch die Zurückhaltung der Investoren vor den entscheidenden Arbeitsmarkt-Daten am Freitag verantwortlich.

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Die Aktien von Facebook büßten nach der Vorlage der Geschäftszahlen zunächst sieben Prozent ihres Wertes ein, konnten sich jedoch im Handelsverlauf wieder weitgehend erholen. Zwar nahm das Unternehmen mit Werbung inzwischen deutlich mehr ein, konnte die teilweise höheren Erwartungen am Markt damit aber nicht erfüllen. Auf den Verkaufslisten der Anleger standen auch die Papiere des weltgrößten Paketzustellers UPS. Sie verloren gut zwei Prozent an Wert, nachdem der Konkurrent der Deutschen Post wegen milliardenschwerer Pensionszahlungen im vierten Quartal in die roten Zahlen gerutscht war und sich unerwartet skeptisch geäußert hatte.

Dagegen waren die Anteilsscheine von Qualcomm gefragt. Wegen der weltweit guten Nachfrage nach den Chips des US-Unternehmens für Mobiltelefone, übertraf Qualcomm sowohl mit seinem Quartalsgewinn als auch Umsatz die Prognosen der Analysten und hob seinen Ausblick an. Die Aktien kletterten vier Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,93 Milliarden Aktien den Besitzer. 1546 Werte legten zu, 1413 gaben nach und 117 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,18 Milliarden Aktien 1523 im Plus, 946 im Minus und 111 unverändert.

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