Marktberichte

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Börse New York: Mögliches Patt in Italien drückt US-Kurse

Die Sorge vor einer Pattsituation bei der Wahl in Italien hat die US-Kurse zum Börsenschluss kräftig abrutschen lassen. Dabei geriet besonders die Finanzbranche unter Druck. Doch es gab auch einen Gewinner.

Händler an der Wall Street. Quelle: dpa
Händler an der Wall Street. Quelle: dpa

New YorkDas Schreckensszenario einer politischen Blockade im klammen Euro-Land Italien hat am Montag die New Yorker Bösen und die europäische Gemeinschaftswährung auf Talfahrt geschickt. Der S&P 500 gab prozentual so stark nach wie seit Anfang November nicht mehr an einem Tag. Mit der Zitterpartie um den Wahlausgang gewann bei den Anlegern die Furcht vor einem Ende des italienischen Reformkurses und Rückschlägen bei der Stabilisierung der Währungsgemeinschaft die Oberhand.

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"Wir wollen nicht wieder mit der Angst um ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone konfrontiert werden", sagte Art Hogan von Lazard Capital Markets. Besonders unter Druck gerieten Aktien der Finanzbranche, die Italiens massive Schuldenprobleme schmerzhaft zu spüren bekommen könnten.

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Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,5 Prozent im Minus auf 13.784 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 büßte 1,8 Prozent auf 1487 Zähler ein. Die Technologiebörse Nasdaq sank um 1,4 Prozent auf 3116 Punkte. Der Euro verlor ein Prozent auf 1,3051 Dollar. In Frankfurt schloss der Dax nach ungewöhnlich hohen Umsätzen 1,5 Prozent fester bei 7773 Zählern, nachdem er am Vormittag bis zu 2,6 Prozent zugelegt hatte - als es noch nach einem Wahlsieg der Reformer in Italien aussah. Wie auch andernorts in Europa hatte der Wahl-Krimi die deutschen Aktienmärkte fest im Griff.

Beim Votum in Italien dürfte jüngsten Hochrechnungen zufolge kein Bündnis genug Stimmen für eine Regierungsbildung errungen haben. Das Land steuert damit auf ein politisches Patt zu - das genaue Gegenteil dessen, was sich auch die Märkte für die drittgrößte Volkswirtschaft der europäischen Währungsunion in dieser entscheidenden Phase gewünscht hätten.

In New York fiel der KBW-Banken-Index um 2,7 Prozent. Gegen den Abwärtstrend des Dow stemmte sich die Buchhandelskette Barnes & Noble, deren Anteilsscheine mehr als elf Prozent in die Höhe schossen. Die Anleger spendeten damit Beifall für Pläne von Direktoriums-Chef Leonard Riggio, die von ihm erschaffenen und inzwischen schwächelnden Buchgroßmärkte des Konzerns zu übernehmen.

Buchhandelskette Barnes & Noble prüft Filialgeschäft-Verkauf

Vorsitzender hat für die Bereiche Booksellers und barnesandnoble.com ein Gebot vorgelegt.

Damit könnte sich Barnes & Noble ganz auf das im digitalen Zeitalter zukunftsweisende Geschäft mit dem elektronischen Lesegerät Nook konzentrieren - einem Konkurrenzprodukt zum Kindle von Amazon. Amazon-Papiere gaben 2,1 Prozent nach.

Lichtblick an der Nasdaq war der Biotechkonzern Amgen, der von einer Negativ-Nachricht für die Konkurrenz profitierte. Ein Rivale zog ein Medikament zurück, das bei der Behandlung von Blutarmut mit Amgens Verkaufsschlager Epogen konkurriert. Amgen-Anteilsscheine schlossen 3,1 Prozent höher.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 820 Millionen Aktien den Besitzer. 664 Werte legten zu, 2369 gaben nach und 79 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von etwa 1,9 Milliarden Aktien 465 im Plus, 2041 im Minus und 90 unverändert.

  • 26.02.2013, 01:00 UhrDagmarK

    "Wir wollen nicht wieder mit der Angst um ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone konfrontiert werden"

    Ihr [...] könnt nur mit dem Euro Kohle machen, die Bürger profitieren von einem Auseinanderbrechen des Euros, fallen wir doch dann nicht mehr in die Sippenhaft.

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • 25.02.2013, 22:34 UhrEde

    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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