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Börse New York: Spanische Reformpläne bringen Wall Street in Schwung

Die Wall Street hat ihre fünftägige Verlustserie unterbrochen und höher geschlossen. Das krisengeschüttelte Euro-Land Spanien will mit neuem Sparprogramm aus der Krise. Das sorgte bei den Börsianern für gute Stimmung.

Händler an der NYSE: Viele Investoren begegneten den neusten geldpolitischen Maßnahmen der US-Notenbank mit großer Sorge. Die jüngsten US-Konjunkturdaten bestätigten ihre Sorgen. (Foto:Richard Drew, File/AP/dapd) Quelle: dapd
Händler an der NYSE: Viele Investoren begegneten den neusten geldpolitischen Maßnahmen der US-Notenbank mit großer Sorge. Die jüngsten US-Konjunkturdaten bestätigten ihre Sorgen. (Foto:Richard Drew, File/AP/dapd) Quelle: dapd

New YorkDas Sparpaket des Euro-Krisenlandes Spanien hat die New Yorker Anleger am Donnerstag in Kauflaune versetzt. Zur Freude der US-Investoren will die Regierung in Madrid die Krise mit ehrgeizigen Maßnahmen und einem zeitlich festgelegten Reformplan bewältigen. Für Zuversicht auf dem Parkett sorgten zuvor schon Spekulationen, dass die chinesische Regierung schon bald der heimischen Wirtschaft unter die Arme greifen wird. Ernüchterung verbreitete jedoch eine Reihe schwacher Konjunkturdaten aus den USA, die Hoffnungen auf eine zügige Wirtschaftserholung dämpften.

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Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Handelsverlauf zwischen einem Hoch von 13.522 und einem Tief von 13.413 Punkten. Er verabschiedete sich 0,5 Prozent höher bei 13.485 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 legte ein Prozent auf 1447 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 1,4 Prozent auf 3136 Stellen. In Frankfurt ging der Dax 0,2 Prozent fester bei 7290 Punkten aus dem Handel.

"Spanien tut im wesentlichen alles, was die EU will", sagte Paul Mendelsohn, Chef-Investment-Stratege von Windham Financial Services. Die Frage sei nur, ob die Regierung auch die einzelnen Provinzen und die Bevölkerung unter Kontrolle behalten könne. "Sie darf keine politische Instabilität riskieren." Die konservative Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy setzt vor allem auf Einschnitte im Sozialwesen.

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Außer auf Spanien konzentrierten sich die Anleger vor allem auf die Konjunkturentwicklung in China. "Es würde mich nicht überraschen, wenn die chinesische Zentralbank auf den Zug der geldpolitischen Lockerung aufspringt", erklärte Adam Sarhan von Sarhan Capital. "Wir müssen jedoch abwarten, ob es ein entschiedener Schub wird, oder eher eine symbolische Geste."

Die US-Wirtschaft wuchs offiziellen Angaben zufolge im zweiten Quartal deutlich langsamer als bislang angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt legte von April bis Juni nur mit einer Jahresrate von 1,3 Prozent zu statt wie zunächst berechnet von 1,7 Prozent. Zudem gingen im August die Industrieaufträge viel stärker zurück als von Experten prognostiziert. "Keine dieser Zahlen zeigt wirklich nach oben - deshalb fragen sich viele Investoren bereits, wie stark der Markt überbewertet ist", sagte Tim Speiss von dem Beratungsunternehmen EisnerAmper.

Auf dem New Yorker Parkett besonders gefragt waren die Papiere des US-Mischkonzerns General Electric, die 2,9 Prozent höher aus dem Handel gingen. Das Unternehmen steuert mit seiner Industriesparte auf ein überraschend hohes Umsatzplus zu. Die Aktien von Hewlett-Packard fielen nach einem negativen Analysten-Kommentar zunächst um 1,5 Prozent, schlossen dann aber 0,7 Prozent im Plus. Die Anteilsscheine von United Technologies reagierten auf einen zuversichtlichen Geschäftsausblick erst mit leichten Gewinnen, büßten zum Handelsschluss aber 0,2 Prozent ein.

An der Nasdaq legten die Papiere des Chip-Riesen Intel 1,9 Prozent zu, Spitzenreiter war an der Technologiebörse aber der iPhone-Hersteller Apple mit einem Plus von 2,4 Prozent auf 681,32 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 633 Millionen Aktien den Besitzer. 2254 Werte legten zu, 737 gaben nach und 109 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,7 Milliarden Aktien 1794 Titel im Plus, 663 im Minus und 125 unverändert.

  • 27.09.2012, 23:07 UhrEde

    +++ Beitrag von der Redaktion gelöscht +++

    Bitte achten Sie auf unsere Netiquette:

    http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • 27.09.2012, 22:56 UhrMrBurns

    Lo vais a conseguir, nos vamos a salir del Euro, en España cada vez hay más voces, no vamos a pasar por lo de Grecia. Si no nos deja pagaremos. Si yo le debo al banco 10.000€, yo tengo un problema... si le debo 1.000.000€, el problema es del banco. Aplicaros.

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