
New YorkDie Wall Street nutzt die verkürzte Handelswoche mit Kursgewinnen. Anleger setzten auf eine Fortsetzung der lockeren Geldpolitik der großen Notenbanken. Bestätigt sahen sie sich durch jüngste Äußerungen von EZB-Direktor Jörg Asmussen und eines Mitglieds des geldpolitischen Rates der Bank von Japan. Für zusätzlich Impulse sorgt der Case/Shiller-Index sorgen. Er weißt für März einen Anstieg der Immobilienpreise um über zehn Prozent aus. Das ist der stärkste Anstieg seit sieben Jahren.
Ebenfalls positiv: Die Stimmung unter den Konsumenten in den USA hat sich im Mai überraschend stark aufgehellt: Das Verbrauchervertrauen stieg auf den höchsten Stand seit über fünf Jahren. Der Index kletterte von revidierten 69,0 (zunächst 68,1) Punkten im April auf 76,2 Zähler, teilte das private Forschungsinstitut Conference Board am Dienstag in Washington mit. Dies sei der höchste Wert seit Februar 2008. Experten in den USA hatten zuvor mit einem deutlich geringeren Anstieg auf 71,2 Punkten gerechnet. „Die Konsumenten sind erheblich optimistischer über die kurzfristigen Aussichten“, hieß es in einer Erklärung des Conference Board. Auch die Aussichten für den Jobmarkt würden als positiver als zuvor eingeschätzt, hieß es weiter.
Vergangene Woche noch waren Sorgen aufgekommen, dass die US-Notenbank (Fed) ihre Konjunkturhilfen früher zurückfahren könnte als erwartet. „Wenn die Fed ihren Stimulus zu drosseln beginnt, wird das sich auf die Märkte auswirken“, sagte Tad Hill, Chef von Freedom Financial Group. „Aber Einzelhandel und Hausbau liefern ausreichend Unterstützung, dass wir unsere Gewinne halten können, vor allem wenn Japan ganz deutlich macht, welche Politik es verfolgt.“
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notiert ein Prozent höher mit 15.450 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 legte ein Prozent auf 1667 Zähler zu. Der Technologie-Index Nasdaq gewann 1,2 Prozent auf 3499 Stellen. Am Montag waren die US-Börsen wegen eines Feiertags geschlossen geblieben.
Zu den Kursgewinnern zählten insbesondere Finanzwerte. Bank of America etwa kletterten 1,7 Prozent, Citigroup 1,9 Prozent. Tiffany -Aktien zogen 5,2 Prozent an. Die Juwelierkette brillierte zum Jahresauftakt mit einem überraschend hohen Umsatzplus. Der Kurs des Arzneimittelherstellers Omthera schoss 95 Prozent in die Höhe. Der britische Pharmakonzern AstraZeneca will die Firma für bis zu 443 Millionen Dollar kaufen.





