Marktberichte

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Börse New York: US-Börsen gehen mit Plus zum Thanksgiving

In den USA sorgten die unterbrochenen Euro-Verhandlungen für Enttäuschung. Die Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas machte den Anlegern aber Mut. Die US-Börsen schlossen im Plus.

Die US-Händler bereiten sich auf den morgigen Feiertag vor. Quelle: AFP
Die US-Händler bereiten sich auf den morgigen Feiertag vor. Quelle: AFP

New YorkDie Verkündung einer Waffenruhe in Nahost hat den US-Börsen am Mittwoch Auftrieb gegeben. Die neue Zitterpartie um Griechenland begrenzte aber die Gewinne an der Wall Street. Zudem zogen sich viele Investoren am Tag vor dem Thanksgiving-Feiertag bereits aus dem Handel zurück, der deshalb so dünn ausfiel wie kaum an einem anderen Tag in diesem Jahr.

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Die an der Wall Street Verbliebenen richteten ihr Augenmerk auf Zahlen vom Arbeitsmarkt und zum Verbrauchervertrauen, die ihnen aber nur wenig Kaufimpulse lieferten. Auch der US-Haushaltsstreit machte den Anlegern weiter zu schaffen, fürchten sie doch mit drohenden Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen das Abgleiten der US-Wirtschaft in die Rezession.

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Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 12.845 und einem Tief von 12.786 Punkten. Er schloss 0,4 Prozent höher bei 12.836 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 stieg um 0,2 Prozent auf 1391 Zähler und verbuchte damit den vierten Handelstag in Folge ein Plus. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 0,3 Prozent auf 2926 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax 0,2 Prozent fester bei 7184 Punkten.

Der Technologie-Konzern IBM notierte 0,6 Prozent höher und verhalf dem Dow im Vergleich zu den anderen Indizes so zu einem etwas größeren Plus. Doch vor dem Feiertag am Donnerstag war das Handelsaufkommen insgesamt sehr gering. Zudem sollte die Börsen am Freitag nur verkürzt handeln.

"Der Markt ist bereits im Thanksgiving-Modus", sagte Analyst Andre Bakhos von Lek Securities. Auf substanzielle Nachrichten zu Griechenland müsse der Markt weiter warten, ergänzte Bakhos. Den Euro-Finanzministern gelang es in der Nacht zuvor nicht, die Finanzierungslücke Griechenlands zu schließen. Somit liegt die dringend benötigte Hilfstranche für das südeuropäische Land weiter auf Eis.

Frischen Wind erhofften sich die Anleger von neuen Konjunkturdaten - doch vergeblich. Der Index für das Verbrauchervertrauen stieg im November nach endgültigen Berechnungen nur minimal. Unter den Konsumenten bleibt die Stimmung damit angespannt, die bei einem Scheitern der US-Haushaltsverhandlungen drohende "Fiskalklippe" sorgt auch bei ihnen für Unsicherheit.

USA Konjunkturerholung im Stand-By-Betrieb

Die US-Konjunktur erholt sich leicht: Der Sammelindex der Frühindikatoren ist im Oktober stärker gestiegen als erwartet. Doch die drohende „Fiskalklippe“ könnte die USA zum Jahresende dennoch in die Rezession ziehen.

Auch am Arbeitsmarkt suchten die Investoren vergeblich nach einer Nachricht, die als Zündfunke für die Börse dienen könnte. In der vergangenen Woche haben sich zwar weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Mit 410.000 ist der Wert aber immer noch vergleichsweise hoch. Grund dafür ist der Wirbelsturm "Sandy", der weite Teile der Wirtschaft lahmgelegt hatte.

Bei den Einzelwerten standen auch die Aktien des weltgrößten Traktor-Herstellers Deere im Mittelpunkt. Zwar verdiente der Agco-Rivale dank höherer Preise besser. Der Markt hatte jedoch mehr erwartet, die Papiere verloren 3,7 Prozent. Lichtblick war die Softwareschmiede Salesforce.com, deren Anteilsscheine fast neun Prozent höher gehandelt wurden. Der auf dem Markt für Cloud-Software mit SAP konkurrierende Konzern wurde dafür belohnt, dass er die Markterwartungen im dritten Quartal erfüllte und seinen Jahresausblick bekräftigte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 520 Millionen Aktien den Besitzer. 2009 Werte legten zu, 956 gaben nach und 116 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,4 Milliarden Aktien 1556 Titel im Plus, 854 im Minus und 109 unverändert.

 

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