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Börse New York: US-Konjunkturdaten belasten Wall Street

Die Wall Street hat schwach geschlossen. Der US-Haushaltsstreit lässt der Börse keine Ruhe - die enttäuschenden Konjunkturdaten taten ihr Übriges. Positive Nachrichten aus China und Spanien konnten kurz stützen.

Händler an der New York Stock Exchange. Quelle: dapd
Händler an der New York Stock Exchange. Quelle: dapd

New YorkEnttäuschende US-Konjunkturdaten und der anhaltende US-Haushaltsstreit haben die New Yorker Börsen zum Wochenauftakt belastet. Die US-Industrie schrumpfte einer Umfrage zufolge im November überraschend und bot damit das schwächste Bild seit mehr als drei Jahren. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager fiel auf 49,5 von 51,7 Punkten im Oktober, wie das Institute for Supply Management (ISM) mitteilte. Damit sank das Barometer erstmals seit August wieder unter die Marke von 50 Zählern, ab der es Wachstum signalisiert.

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Viele Händler verfolgten auch den Streit zwischen Republikanern und Demokraten im US-Kongress. Derzeit beharrten beide Seiten auf ihren Standpunkten, sagte Peter Cardillo von Rockwell Global Capital. "Aber wir wissen alle, wie viel auf dem Spiel steht und sie können nicht so blöd sein, eine weitere Rezession auszulösen", erklärte er mit Blick auf die Kongressabgeordneten. Sollten sich die Abgeordneten nicht bis Jahresende einigen, drohen den USA automatische Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen in Höhe von etwa 600 Milliarden Dollar.

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Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 0,5 Prozent auf 12.965 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank ebenfalls 0,5 Prozent auf 1409 Punkte. Der Technologie-Index Nasdaq fiel 0,3 Prozent auf 3002 Punkte. In Frankfurt ging der Dax 0,4 Prozent höher auf 7435 Punkten aus dem Handel.

Zur Stützung des Marktes trugen gute Konjunkturdaten aus Asien bei. Zum ersten Mal seit mehr als einem Jahr wuchs die chinesische Industrie im November trotz einer schwachen weltweiten Erholung. Auch der formelle spanische Hilfsantrag bei der EU für die Banken des Landes wurde mit Erleichterung aufgenommen. Die kurz vor Börsenschluss gebilligen Hilfen kamen aber zu spät, um den Handel ins Plus zu drehen.

Bei den Einzelwerten sprangen die Aktien des PC-Herstellers Dell 4,3 Prozent in die Höhe, nachdem die Bank Goldman Sachs ihre Empfehlung für die Aktie auf "kaufen" von "verkaufen" gewechselt hatte.

Gesucht waren auch die Anteilsscheine von Deckers, die sich um mehr als zehn Prozent verteuerten. Ein Brokerhaus hatte zuvor eine Kaufempfehlung für den Schuhhersteller ausgesprochen.

Auf den Verkaufslisten der Börsianer standen dagegen die Aktien des chinesischen Solarriesen LDK. Das Unternehmen verbuchte den sechsten Quartalsverlust in Folge und senkte seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr. Der Kurs des LDK-Papiers stürzte um 10,3 Prozent ab.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 660 Millionen Aktien den Besitzer. 1177 Werte legten zu, 1788 gaben nach und 127 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,66 Milliarden Aktien 1109 Werte im Plus, 1371 im Minus und 122 unverändert.

 

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