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Börse New York: Wall Street beendet schlechtestes Quartal seit 2008

Sorgen über die Entwicklung der Weltkonjunktur haben der Wall Street am Freitag starke Kursverluste eingebrockt. Einen Dämpfer versetzten dem Markt insbesondere enttäuschende Wirtschaftsdaten aus China.

Händler an der Wall-Street: Der Handel wurde von Konjunktursorgen überschattet. Quelle: dpa
Händler an der Wall-Street: Der Handel wurde von Konjunktursorgen überschattet. Quelle: dpa

New YorkIn China schrumpften die Geschäfte der Industrie im September den dritten Monat in Folge, wie der Einkaufsmanagerindex der Großbank HSBC zeigte. Das Damoklesschwert der europäischen Schuldenkrise belastete den Handel. Die Aktie von Morgan Stanley brach gleich um mehr als zehn Prozent ein und zog andere Finanzwerte mit sich. Am Markt kamen Befürchtungen auf, das Institut könnte zu viele faule Kredite krisengeschüttelter europäischer Banken in den Büchern haben.   

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Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss mit einem Minus von 2,2 Prozent bei 10.913 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte der Index zwischen 10.909 und 11.152 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1131 Punkten, ein Minus von 2,5 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 2,6 Prozent und ging mit 2415 Punkten aus dem Handel. Für die Woche ergibt sich für den Dow ein Plus von 1,3 Prozent, der S&P-Index verliert 0,4 Prozent, die Nasdaq büßt 2,7 Prozent ein. In Frankfurt schloss der Dax 2,4 Prozent tiefer mit 5502 Punkten.   

Der Tag an den Märkten (Stand 18:00 Uhr)

„Es ist die Fortsetzung eines schrecklichen Quartals und eines schrecklichen Monats“, kommentierte Marktökonom Peter Cardillo von Rockwell Global Capital das Handelsgeschehen. Der S&P-500 hat unter dem Eindruck der Eurokrise und wegen der Furcht vor einer neuen Rezession im zurückliegenden Vierteljahr zwölf Prozent verloren. Es ist das schlechteste Quartal seit dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008. Allein im September verlor der Dow sechs Prozent, der S&P-Index gab 7,2 Prozent nach und die Nasdaq 6,4 Prozent.   

Neben den Konjunkturdaten aus der Volksrepublik belastete ein starker Anstieg der Verbraucherpreise in der Euro-Zone die Aussichten der Börsianer. Die Inflation kletterte überraschend auf ein Drei-Jahres-Hoch. Das dämpfte Spekulationen über eine rasche Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank. Niedrigere Zinsen würden Unternehmern die Aufnahme von Krediten für neue Geschäftsaktivitäten erleichtern.

Leitindizes Schwarzes Quartal für Europa

  • Leitindizes: Schwarzes Quartal für Europa
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Das stärkere Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung im September konnte Anleger nur kurz von allgemein weiter vorherrschenden Sorgen über die Entwicklung des Arbeitsmarktes und der Konjunktur ablenken.   

Finanzwerte kamen unter die Räder. Die Papiere von Citigroup , JPMorgan Chase und des Versicherungsriesen AIG verloren je mehr als vier Prozent.   Die Aktien von Ingersoll Rand stürzten mehr als zwölf Prozent ab. Das Industriekonglomerat senkte seine Ergebnisprognosen und enttäuschte damit die Anleger.   

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,32 Milliarden Aktien den Besitzer. 608 Werte legten zu, 2434 gaben nach und 55 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,03 Milliarden Aktien 571 im Plus, 1990 im Minus und 85 unverändert.


  • 01.10.2011, 08:05 UhrAnonymer Benutzer: CanaryWharf

    @lowabras

    Sie leben in Brasilien - auch ich habe es vorgezogen abzuwandern.
    *
    Nicht nur das Deutschland lendenlahm geworden ist emigriert ein produktiver u. konsumbereiter Teil der Bevölkerung auch noch. Die Migration ist seit Jahren stagnierend oder erodiert gar.
    Wo soll Nachfrage herkommen?
    Wer zahlt Steuern u. Abgaben um die Bürokratie zu unterhalten?
    Wird der Steuerzahler weiterhin für die Beamten die Bezüge u. Pensionen und für sich selber Renten und Sozialversicherungen bezahlen können und wie hoch werden die Beiträge steigen?
    Wer wird Wohnraum benötigen?
    *
    Mehr Kindergeld wird das Problem nicht lösen. Deutschland hat mit Griechenland gemein: Einen teuren Staat mit vielen Privilegien der Beamtenschaft. Der Unterschied ist, dadurch das die Deutschen treu und dumm ihre Steuern zahlen u. der Export soviel Cash generiert war die Tilgung der Zinsen der Schulden bisher möglich. Nur was passiert mit der Verschuldung wenn die Ratingagenturen auf die obengenannten Fragen Antworten erwartet oder noch schlimmer wenn die Weltwirtschaft lahmt und die Exporte einbrechen? Die Politik, die sich in Deutschland aus der "Elite der Beamtenschaft" zusammensetzt, hat auf diese Fragen keine Antworten.

    Niedrige Zinsen u. Marketing/Werbung werden in den sprichwörtlich reifen Ländern Europas zu nicht mehr Konsum führen können schlichtweg weil die Konsumenten ausgehen.

  • 01.10.2011, 00:18 UhrAnonymer Benutzer: lowabras

    Irgendwie finde ich es laecherlich, davon auszugehen, dass wenn die Bundesbank die Zinsen von 1,5% nicht um 0,25% senkt, die Wirtschaft gebremst wuerde.
    Ich lebe in Brasilien. Hier zahlen Konsumenten 100% und mehr Zinsen, kleine und mittlere Unternehmen 36-55% p.a. an Unternehmenskrediten und die Wirtschaft brummt mit 4-7,5% Wachstum jaehrlich!
    Es ist fuer die Unternehmen stoerend ja, aber es hat bei einer stabilen Konjunktur keinen Einfluss auf das Wachstum.
    Man kann diese imensen Zinsen auch nicht mit der Inflation erklaeren. Sie liegt zwar bei ca. 6,5%, erklaert aber keinesfalls die Differenz zu deutschen Krediten.
    Das groesste Problem der bisherigen Industrielaender ist, dass es keinen natuerlichen Bedarf an Konsum mehr gibt. Bedarf muss durch mehr Marketing und Werbeausgaben dort erst erzeugt werden, wobei diese Ausgaben oft groesser sind, als der damit erzielte Absatz. Nach dem Motto Waren zu verkaufen die niemand braucht, fuer Geld das keiner hat.
    Wo soll da noch das Wachstum herkommen? Aus China? ein, die produzieren zu 80% fuer den Export und bauen auch bald die paar Maschinen noch selbst, die sie bisher aus Deutschland eingekauft haben.

  • 30.09.2011, 23:43 UhrAnonymer Benutzer: whisky

    Hoffentlich treffen die Politiker bald die richtige Entscheidung: Finanztransaktionssteuer.

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