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Börse New York: Wall Street schafft es ins Plus

An der Wall Street will man den flauen August abhaken. Die schwachen Konjunkturdaten deuteten die Aktionäre aber heute positiv. Der Dow Jones stieg leicht auf 11.613 Punkte. Die Aktie von AT&T verliert kräftig.

An der Wall Street ging es heute abwärts für Technologie-Aktien. Quelle: AFP
An der Wall Street ging es heute abwärts für Technologie-Aktien. Quelle: AFP
New York
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Die US-Börsen haben am Mittwoch Boden gutgemacht. Anleger schöpften aus schwachen Konjunkturdaten die Hoffnung, dass die US-Notenbank Fed der US-Wirtschaft erneut unter die Arme greifen wird. „Der Markt war zuletzt ein bisschen schizophren“, sagte Steve Sosnick, Aktienstratege bei der Timber Hill/Interactive Brokers Group. „Aber allein der Gedanke an neue Konjunkturhilfen lässt alles ein bisschen rosiger aussehen.“

Einen Dämpfer bekamen die Anleger aber durch die Nachricht, dass die Milliardenübernahme der Telekom-Tochter T-Mobile USA durch den Telefonkonzern AT&T auf der Kippe steht. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 11.712 und einem Tief von 11.528 Punkten. Er schloss 0,5 Prozent höher bei 11.613 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 beendete den Handel ebenfalls 0,5 Prozent fester und erreichte einen Stand von 1218 Zählern. Der Technologie-Index Nasdaq legte 0,1 Prozent zu auf 2579 Stellen. Der Dax schloss 2,5 Prozent im Plus bei 5784 Punkten

Hauptgesprächsthema auf dem New Yorker Parkett war das am Dienstagabend veröffentlichte Protokoll der amerikanischen Notenbank zum jüngsten Fed-Zinsentscheid. Demnach plädierten mehrere Notenbanker für ein aggressiveres Vorgehen gegen das Abflauen der US-Konjunktur.

Am Mittwoch standen die Zeichen abermals auf Flaute, was die Erwartungen an die Fed weiter schürte. Die Industrieproduktion im Mittleren Westen der USA sank auf das niedrigste Niveau seit November 2009. In der US-Privatwirtschaft wurden im August 91.000 neue Stellen geschaffen.

Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Plus von 100.000 bei den Daten des privaten Anbieters ADP gerechnet. Besonders gefragt waren Industrie- und Rohstofftitel wie Caterpillar und Alcoa . Der Baggerhersteller verteuerte sich um 1,3 Prozent, der Aluminiumproduzent um 3,6 Prozent. Honeywell -Papiere stiegen um 1,1 Prozent.

Gut 3,8 Prozent abwärts ging es dagegen für die AT&T-Titel. Das US-Justizministerium klagt gegen die Übernahme von T-Mobile USA, wie aus Gerichtsunterlagen ersichtlich wurde. Die Transaktion berge die Gefahr, dass ein bedeutender Anbieter aus dem Mobilfunkmarkt verschwinde, hieß es . Die Telekom-Aktie schlossen in Frankfurt 7,6 Prozent im Minus.

In New York mussten auch andere Technologietel Federn lassen: Apple büßte 1,3 Prozent auf 384,83 Dollar ein. Nvidia gab 2,7 Prozent nach. AOL -Aktien gewannen dagegen 1,8 Prozent, nachdem ein Zeitungsbericht den Rückzug des Internetunternehmens von der Börse ins Gespräch gebracht hatte. An der New York Stock Exchange wechselten etwa 1,3 Milliarden Aktien den Besitzer. 1953 Werte legten zu, 1064 gaben nach und 90 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 2,03 Milliarden Aktien 1257 im Plus, 1272 im Minus und 116 unverändert.

Die US-Staatsanleihen haben am Mittwoch nachgegeben. Jüngste Wirtschaftsdaten nahmen den Anlegern etwas von der Sorge, dass die USA auf dem Weg in eine neue Rezession sein könnten. Damit sank ihr Bedürfnis, in Staatsanleihen einen sicheren Hafen zu suchen. Die zehnjährigen Staatsanleihen verringerten sich auf 99-02/32. Sie rentierten mit 2,23 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren auf 102-22/32 und hatten eine Rendite von 3,60 Prozent.

  • 31.08.2011, 22:23 UhrAnonymer Benutzer: pitpat

    wenn (sogar!) von "Bank Of America" ein sogen. "Hypothekenvergleich" angestrebt wird , dann ist dies doch als Einleitung in die Insolvenz zu verstehen?!

  • 31.08.2011, 20:03 UhrAnonymer Benutzer: Pendler

    Oje, was ist nur mit den USA los

    sie sehen nach oben
    so, wie man es bisher nur von den Ex-DDR Bürgern kennt.

    Man kann nur hoffen, dass die Helden von der Teaparty den Amis ihren Stolz wieder zurück geben. Leider ist es bei uns der FDP nicht gelungen, uns unseren Stoz wieder zu geben.

    Der dt. Michel will sich lieber im Staub wälzen

  • 31.08.2011, 18:14 UhrSiggi40

    „Zuletzt hatten Sorgen um eine schwache Erholung der US-Wirtschaft die globalen Börsen auf Talfahrt geschickt“

    Da muss irgend jemand was missverstanden haben. Dass es keine US-Wirtschaft mehr gibt, die sich erholen könnte, hat sich zwischenzeitlich sogar bei den Optimisten herumgesprochen.
    http://www.hintergrund.de/20090722437/wirtschaft/finanzwelt/kann-sich-die-us-wirtschaft-erholen.html

    Allerdings haben die Börsen nach Q1 um 25%, nach Q2 um 20% zugelegt. Und dies, obwohl sich bei den Firmen innerhalb eines Tages die Aussichten weder um 25% verbessert noch verschlechtert haben!!

    Ganz allein die (berechtigte) Hoffnung auf Q3 lässt die Börsenkurse wieder ansteigen. Bereits seit 2008 sind die Börsen weltweit ausschließlich liquiditätsgetrieben. In den letzten 3 Jahren erhielten die US-Bankster über 20 Billionen $ Steuergelder, auf Pump, für das Spielcasino, Europas Bankster 4589 Milliarden €, also gerade mal ¼ davon, die Armen.
    Dass die Börse nicht mehr im geringsten etwas mit einer wirtschaftlichen Entwicklung zu tun hat, sondern ausschließlich zum Zockerparadies verkommen ist, beschleunigt sogar den weltweiten Verfall der Realwirtschaft.
    Nur eine strikte Trennung von Geschäfts- und Zockerbanken könnte diesem Irrsinn ein Ende bereiten. Vor allem, dass die Steuerzahler der westlichen Industriestaaten immer mehr ausgeplündert werden, um das Zockerparadies aufrecht zu erhalten, das jeglicher rechtsstaatlicher Legitimation entbehrt und sich der Gerichtsbarkeit entzieht.

    Angesichts des Versagens der zur Kontrolle und Abhilfe berufenen Institutionen, ja noch mehr, ihrer Mittäterschaft oder Beihilfe zu den kriminellen Machenschaften, bleibt nur der Weg, dass das Volk selbst seine Souveränität zurückholt und selbst Anklage erhebt, das Urteil fällt und postwendend vollstreckt!

    Die Grundvoraussetzung für eine wirtschaftliche Erholung in den westlichen Industrieländern.

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