Marktberichte

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Börse New York: Wall Street schließt kaum verändert

Der US-Haushaltsstreit bereitet amerikanischen Investoren weiterhin Kopfschmerzen. Doch Zynga-Aktionäre erleben einen schwarzen Tag. Nach einem neuen Deal mit Facebook geht die Zynga-Aktie auf Talfahrt.

Das Firmenlogo von Zynga. Die Aktie des Spieleentwicklers erlebt einen schwarzen Tag...schon wieder. Quelle: dapd
Das Firmenlogo von Zynga. Die Aktie des Spieleentwicklers erlebt einen schwarzen Tag...schon wieder. Quelle: dapd

New YorkGegenseitige Schuldvorwürfe von Politikern im Haushaltsstreit haben zum Wochen- und Monatsschluss die US-Börsen belastet. Präsident Barack Obama warf einer "Handvoll Republikanern" am Freitag vor, Steuersenkungen für die Mittelschicht zu verhindern, damit ausschließlich deren wohlhabende Klientel entlastet werde. Obamas republikanischer Gegenspieler John Boehner sprach kurz darauf von einem Stillstand im Konflikt um höhere Steuern und niedrigeren Staatsausgaben.

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Von der Wortwahl der Politiker sei zwar nichts Gutes zu erwarten, aber die Börse hoffe doch noch auf eine Einigung, gab Steve Goldman von Goldman Management die Stimmung an der Wall Street wieder. "Die Sprache muss schlimmer werden, bevor es besser wird." Ähnlich äußerte sich auch John Praveen von Prudential International Investments Advisers: "Wir erwarten eine Lösung in Washington und eine weitere Stabilisierung der Eurozone. Diese beiden Faktoren in Verbindung mit Liquidität und Rückenwind bei den Zinsen sollten zu einer Rally zum Jahresende führen."

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit 13.025 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 lag bei 1416 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq schloss mit einem Minus von knapp 0,1 Prozent bei 3010 Stellen. Die Woche beendeten Dow, S&P-500 und Nasdaq mit Kursgewinnen von jeweils 0,1, 0,5 und 1,5 Prozent. Auf den Monat gerechnet verlor der Dow 0,5 Prozent, während S&P-500 sowie die Nasdaq um 0,3 beziehungsweise 1,1 Prozent zulegten. In Frankfurt ging der Dax mit 7405,5 Stellen knapp im Plus aus dem Handel.

Bei den Einzelwerten trennten sich Anleger fluchtartig von Zynga-Aktien. Nach Jahren enger Partnerschaft führen die Internetkonzerne Facebook und Zynga künftig nur noch eine lockere Beziehung. Sie vereinbarten weitreichende Änderungen in ihrem Bündnis, die beiden größere Freiheiten erlauben. Die Anteilsscheine von Zynga brachen um über sechs Prozent ein, Papiere von Facebook gingen nach anfänglichen Verlusten mit einem Plus von fast 2,5 Prozent aus dem Handelverloren gut ein halbes Prozent.

Bei den Technologiewerten zählte Myriad Genetics mit einem Minus von fast 3,8 Prozent zu den Verlierern. Die Händler reagierten damit auf die Ankündigung des Obersten US-Gerichts, es werde sich mit der Grundsatzfrage der Patentierung menschlicher Gene beschäftigen. In dem anhängigen Verfahren ist Myriad beteiligt.

Von der Konjunktur kamen enttäuschende Daten: Die Konsumausgaben gingen im Oktober zum Vormonat um 0,2 Prozent zurück. Analysten hatten indes mit einer Stagnation gerechnet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,18 Milliarden Aktien den Besitzer. 1631 Werte legten zu, 1334 gaben nach und 128 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,2 Milliarden Aktien 1216 im Plus, 1230 im Minus und 124 unverändert.

 

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