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Börse New York: Wall Street wegen fehlender Konjunkturdaten gelähmt

An den US-Börsen belohnen sich die Aktionäre mit Gewinnmitnahmen. Bei den Einzelwerten steht Walt Disney im Fokus. Das Unternehmen will trotz Rekordergebnis im letzten Jahr weiter wachsen.

Am Mittwoch neigen die US-Anleger zu Gewinnmitnahmen. Quelle: ap
Am Mittwoch neigen die US-Anleger zu Gewinnmitnahmen. Quelle: ap

New YorkDie zunehmende Nervosität der Anleger hat die Finanzmärkte am Mittwoch unter Druck gesetzt. Wie in Europa sicherten auch an der Wall Street viele Anleger ihre Gewinne. Weil keine wichtigen Konjunkturdaten bekanntgegeben wurden, fehlte vielen Investoren ein Leitfaden für den Handel.

Der Dow-Jones der 30 Standardwerte sowie der breiter gefasste S&P 500 legten leicht auf 13.986 beziehungsweise 1512 Punkte zu. Im Handelsverlauf pendelte der Dow zwischen 13.913 und 13.991 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel 0,1 Prozent auf 3168 Punkte.

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Der Dax beendete den Handel 1,1 Prozent niedriger bei 7581 Zählern und schloss damit auf dem tiefsten Stand seit acht Wochen. Auch die anderen europäischen Märkte gerieten zunehmend unter Druck, so dass der EuroStoxx50 mit einem Abschlag von 1,3 Prozent bei 2617 Punkten aus dem Handel ging. Die Vorsicht an den Märkten rührte nicht zuletzt von den anhaltenden Sorgen um die politische Stabilität in Südeuropa her.

In New York gehörten Anteilsscheine von Transportunternehmen zu dem größten Verlierern. CH Robinson Worldwide stürzte nach einem schwächer als erwarteten Quartalsgewinn fast zehn Prozent ab und zog weitere Branchengrößen mit sich.

Aktien von Liberty Global rutschten 2,7 Prozent ab. Der US-Kabelriese schluckt für knapp 16 Milliarden Dollar den zweitgrößten britischen Kabelfernsehanbieter Virgin Media - eine der größten Übernahmen in der Medienbranche seit Jahren.

Aktien von Walt Disney konnten sich gegen die maue Stimmung stemmen und legten 0,4 Prozent zu. Der Micky-Maus-Konzern erwartet 2013 - nach Rekorden bei Umsatz und Nettogewinn im vergangenen Jahr - weiteres Wachstum. Das Unternehmen hatte zuletzt für gut vier Milliarden Dollar die legendäre Weltraum-Serie "Star Wars" von Regisseur George Lucas gekauft und will neue Filme für die Reihe produzieren.

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Konkurrent Time Warner legte mit einem Plus von 4,1 Prozent deutlich stärker zu. Dank Einsparungen und Restrukturierungen stieg der Gewinn im vierten Quartal überraschend stark um 50 Prozent auf 1,16 Milliarden Dollar.

Ein Quartalsgewinn über den Erwartungen trieb auch den Internetspiele-Anbieter Zynga nach oben. Je Aktie fiel auf bereinigter Basis ein Überschuss von einem Cent an. Branchenexperten hatten mit einem Verlust gerechnet. Die Titel rückten um mehr als neun Prozent vor.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 680 Millionen Aktien den Besitzer. 1741 Werte legten zu, 1210 gaben nach und 138 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,99 Milliarden Aktien 1334 im Plus, 1085 im Minus und 136 unverändert.