
HB NEW YORK. Belastet von Einbrüchen bei Technologie- und Finanzwerten haben die US-Börsen am Freitag ihre Talfahrt ungebremst fortgesetzt. Die Anleger reagierten Händlern zufolge immer noch mit teils massiven Verkäufen auf die Pläne von Präsident Barack Obama zur Regulierung der Bankenbranche. Auch die Entwicklung des Dollar und in dem Zusammenhang die der Rohstoffpreise, wurde weiter mit Aufmerksamkeit verfolgt.
Derivatehandel setzt auf Korrektur
Anleger mieden Bankenwerte aus Sorge, dass die vorgeschlagenen Reformen die Gewinne der Finanzbranche empfindlich treffen werden. Die Anleger reagierten zudem kritisch darauf, dass sie noch länger auf die Bestätigung von Notenbankchef Ben Bernanke für eine zweite Amtszeit warten müssen. Zudem beobachteten Marktteilnehmer, dass institutionelle Derivatehändler derzeit bei Bankaktien und Einzelhandelstiteln auf eine deutliche Korrektur nach unten setzten.
Hinzu kamen als weitere Belastungsfaktoren negativ aufgenommene Unternehmensnachrichten von Google und vom Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) , sagten Börsianer. Zudem beobachteten Marktteilnehmer, dass institutionelle Derivatehändler derzeit bei Bankaktien und Einzelhandelstiteln auf eine deutliche Korrektur nach unten setzten.
S&P-500 unter 1 100 Punkten
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab zum Handelsschluss 2,1 Prozent auf 10 172 Punkte nach. Damit rutschte er auf den tiefsten Stand seit November 2009. Auf Wochensicht bedeutete dies ein sattes Minus von 4,12 Prozent. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 2,2 Prozent auf 1 091 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte sogar 2,7 Prozent ein und schloss bei 2 205 Stellen.

Technologiewerte zogen den Markt weiter in die Tiefe: Der Chiphersteller AMD übertraf zwar die Erwartungen, schockierte aber die Investoren mit der Aussicht auf schrumpfende Umsätze. AMD-Titel brachen mehr als zwölf Prozent auf 7,88 Dollar ein.
Der Internetkonzern Google verlor 5,7 Prozent auf 550,01 Dollar. Google lieferte zwar gute Gewinnzahlen, blieb aber beim Umsatz hinter den Erwartungen einiger Experten zurück.
Der Mischkonzern General Electric und die Imbiss-Kette McDonald's stemmten sich dank überraschend guter Ergebnisse gegen den Abwärtstrend. GE-Aktien legten 0,6, McDonald's 0,3 Prozent zu.
An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,5 Milliarden Aktien den Besitzer. 556 Werte legten zu, 2519 gaben nach und 78 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,8 Milliarden Aktien 731 Titel im Plus, 1975 im Minus und 101 unverändert.




