Marktberichte

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Börse Tokio: Aktien in Fernost profitieren von China

Die Stimmung an der Börse in Tokio bleibt gut. Gute Konjunkturdaten aus China und ein schwächerer Yen treiben die Aktienkurse weiter hoch. Chinas Industrie wuchs im November erstmals seit 13 Monaten wieder.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. Quelle: dapd
Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. Quelle: dapd

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Tokio

Positive Konjunktursignale aus China haben am Montag den meisten Aktienmärkten in Fernost zu Gewinnen verholfen. In Tokio schloss der Nikkei auf dem höchsten Stand seit sieben Monaten. Statistiken aus China zeigten, dass Japans größter Exportmarkt an Schwung gewinnt.

Der in der Volksrepublik stark vertretene Baumaschinenhersteller Hitachi legte daraufhin 1,6 Prozent zu. In Tokio sorgte auch ein schwächerer Yen für gute Stimmung - zugunsten weiterer Exporttitel. Die Wirtschaftsdaten aus China brachten allerdings gerade an den dortigen Börsen keine neuen Impulse, nachdem die Anleger schon am Freitag enthusiastisch auf Entwicklungspläne der Pekinger Regierung reagiert hatten.

Der Tag an den Märkten (Stand: 15:32 Uhr)

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss in Tokio 0,1 Prozent im Plus bei 9458 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index trat bei 781 Punkten auf der Stelle. Auch die Börse in Singapur bewegte sich kaum vom Fleck, während die Aktienmärkte in Taiwan und Südkorea deutliche Gewinne verbuchten. Gewinnmitnahmen brachten den Börsen in Hongkong und Shanghai Verluste von jeweils mehr als 0,4 Prozent ein.

Chinas Industrie wuchs einer Umfrage zufolge im November erstmals seit 13 Monaten wieder. Laut endgültigen Daten der Bank HSBC kletterte der Einkaufsmanagerindex auf 50,5 Punkte von 49,5 Punkten im Oktober. "Das bestätigt, dass sich Chinas Wirtschaft weiter langsam erholt", schrieb der Chefvolkswirt der HSBC für China, Hongbin Qu. Bereits am Samstag hatte das Statistikamt einen Anstieg des offiziellen Einkaufsmanagerindexes im November auf 50,6 Punkte vermeldet - den höchsten Stand seit sieben Monaten.

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Europas Schuldenkrise und die schwache US-Konjunktur machen Chinas Wirtschaft zu schaffen. Sie drückten das Wachstum im dritten Quartal auf ein Dreieinhalb-Jahrestief. Das Bruttoinlandsprodukt legte um 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Für das Gesamtjahr strebt die Regierung ein Plus von 7,5 Prozent an. 2011 waren es noch 9,2 Prozent.

Bei den japanischen Einzeltiteln waren nicht zuletzt wegen der schwächeren Landeswährung vor allem Exportwerte gefragt. So legten die Papiere von Nissan ein Prozent zu. Bei Ricoh waren es 1,7 und bei Canon sogar 2,7 Prozent.

Dagegen gaben die Papiere von Toyota 0,6 Prozent nach. Der Inselstreit zwischen Japan und China drückt weiter kräftig auf den Absatz des Autobauers. Im November brachen die Verkäufe in der Volksrepublik im Vergleich zum Vorjahresmonat um gut ein Viertel auf etwa 60.000 Autos ein, wie ein Toyota-Manager sagte.

Singapore Airlines verhandelt über den Verkauf ihres Anteils an der britischen Fluggesellschaft Virgin Atlantic. Namen von möglichen Interessenten nannte Singapore Airlines (SIA) in der Mitteilung am Montag nicht. SIA hält 49 Prozent an der 1984 von Richard Branson gegründeten Fluggesellschaft. Branson selbst besitzt 51 Prozent.

Wie zwei mit den Verhandlungen vertraute Personen zuvor der Nachrichtenagentur Reuters sagten, führt die größte US-Fluggesellschaft Delta Air Lines diesbezüglich Gespräche mit Singapore Airlines. Delta bemüht sich seit zwei Jahren um einen Einstieg bei Virgin Atlantic, um so mehr Flüge von und nach London Heathrow anbieten zu können. Virgin ist dort nach British Airways die zweitstärkste Airline.

 

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