
TokioNach dem massiven Kurseinbruch in der vergangenen Woche hat der japanische Aktienmarkt auch am Montag deutliche Abschläge hinnehmen müssen. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index büßte 3,2 Prozent ein und beendete den Handel auf einem Stand von 14.142 Punkten. Damit verlor der Nikkei binnen drei Handelstagen rund neun Prozent.
Das ist der stärkste Kursrutsch seit mehr als zwei Jahren. Unter anderem lastete ein etwas festerer Yen auf den Kursen exportorientierter Firmen wie Toyota und Sony. Auch machte den Anlegern erneut die Konjunktur in China Sorgen sowie die Aussicht auf einen Ausstieg der US-Notenbank aus ihrer ultralockeren Geldpolitik.
Händler sagten zudem, Hedge Fonds im Besitz von Nikkei- und Topix-Futures setzten ihren in der vergangenen Woche begonnen Verkauf der Papiere fort. Am Donnerstag war der Nikkei um rund sieben Prozent eingebrochen - so viel wie seit der Fukushima-Katastrophe im März 2011 nicht mehr.
Am Freitag hatte er nach einer Berg- und Talfahrt knapp ein Prozent fester geschlossen. Grund für die Turbulenzen waren schon in der vergangenen Woche vor allem eher schwache Konjunkturdaten aus China. Die Gewinnentwicklung der dortigen Industrie taugte am Montag nicht dazu, die Anleger zu entspannen. Zwar beschleunigte sich das Gewinnwachstum der Unternehmen, allerdings im Vergleich zu relativ niedrigen Zahlen des Vorjahres.





