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Börse Tokio: Euro-Krise zieht Nikkei runter

Skeptisch blicken die japanischen Anleger nach Europa. Neben Zypern rückt Italien wieder in den Fokus. Mit großen Geschäften halten sich die Japaner zurück. Die Kurse fallen kräftig.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. Quelle: Reuters
Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. Quelle: Reuters

TokioSorgen über die politische und finanzielle Stabilität in Europa haben den asiatischen Börsen am Donnerstag Verluste beschert. Besonders im Blick der Anleger waren die Lage in Italien sowie das Finanzsystem Zyperns, wo im Laufe des Tages die Banken erstmals seit knapp zwei Wochen wieder öffnen sollten. Der Euro notierte weiterhin in der Nähe seines Viermonatstiefs.
Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 1,26 Prozent tiefer bei 12.336 Punkten. Die MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans gab um 0,6 Prozent nach. Auch die Börsen in Taiwan Singapur, Hongkong und Shanghai verzeichneten Verluste. Die chinesischen Börsen wurden zusätzlich durch Maßnahmen der Aufsichtsbehörden zur schärferen Kontrolle beim Verkauf von Finanzprodukten gedrückt. Lediglich die Börse in Südkorea legte leicht zu.

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Zu den Verlierern in Tokio gehörten Exportunternehmen wie Sony, dessen Titel knapp drei Prozent im Minus lagen. "Zahlreiche Faktoren drücken auf die Stimmung", sagte Hirokazu Yuihama von Daiwa Securities in Tokio. "Die Unsicherheit über die Zukunft Zyperns trotz der Rettungsmaßnahmen, die politische Instabilität in Italien und schlechte Wirtschaftsdaten aus der Euro-Zone."
Der italienische Mitte-Links-Chef Pier Luigi Bersani sollte im Laufe des Tages Präsident Giorgio Napolitano über seine Sondierungsgespräche zur Regierungsbildung informieren. Es galt als unwahrscheinlich, dass Bersani eine Koalition zustandebringt. In Zypern sollten nach Abwendung einer Staatspleite erstmals die Banken wieder öffnen. Es wurde erwartet, dass die Bürger des Euro-Landes zu Tausenden auf ihre Ersparnisse zugreifen. In der Nacht brachten Lastwagen massenweise Bargeld zu einem Gebäude der Zentralbank in der Hauptstadt Nikosia. Polizisten und Hubschrauber überwachten den Transport.
Der Euro zeigte sich in Fernost kaum verändert zum Dollar. Ein Euro wurde mit 1,2788 Dollar bewertet nach 1,2780 Dollar im späten New Yorker Handel. (

  • 31.03.2013, 10:56 Uhrr-tiroch@t-online.de

    wenn der Nikkei das wahre Ausmaß der explodierenden krise wüßte, muß er auf die Intensivstation. aber laut Schäuble sind ja alle Länder immer auf einem guten Weg, gell?

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