
TokioEnttäuschende Konjunkturdaten aus Europa haben die japanische Börse am Freitag belastet. Aktien exportorientierter Unternehmen verloren an Wert. Der Nikkei-Index gab 1,2 Prozent auf 11.173 Punkte nach. Der MSCI-Index für die Region Asien/Pazifik (ohne Japan) notierte auf dem Stand vom Donnerstag.
Die jüngsten Daten zur Wirtschaftsentwicklung in Europa interpretierten viele Anleger als Zeichen, dass die Schuldenkrise noch nicht ausgestanden ist. Die Euro-Zone steckt tief in der Rezession. Die Wirtschaft der Währungszone ist Ende 2012 so stark zurückgegangen wie seit dem Höhepunkt der Finanzkrise vor knapp vier Jahren nicht mehr.
Vier Prozent an einem Tag - das ist ungewöhnlich viel für den Nikkei-Index, der immerhin 225 Werte umfasst. Doch es gab noch viel bessere Tage. Die Hitliste.
14. Okt. 2008 9.447,57 1.171,14 Punkte 14,15 Prozent
2. Okt. 1990 22.898,41 2.676,55 Punkte 13,24 Prozent
15. Dez. 1949 109,62 11,12 Punkte 11,29 Prozent
30. Okt. 2008 9.029,76 817,86 Punkte 9,96 Prozent
21. Okt. 1987 23.947,40 2.037,32 Punkte 9,30 Prozent
17. Nov. 1997 16.283,32 1.200,80 Punkte 7,96 Prozent
31. Jan. 1994 20.229,12 1.471,24 Punkte 7,84 Prozent
29. Okt. 2008 8.211,90 589,98 Punkte 7,74 Prozent
10. Apr. 1992 17.850,66 1.252,51 Punkte 7,55 Prozent
21. Mär. 2001 13.103,94 912,97 Punkte 7,49 Prozent
Die Anteilscheine von Canon tendierten ein Prozent leichter, Toyota -Papiere verloren fast drei Prozent an Wert, Sony-Aktien waren 3,8 Prozent günstiger zu haben.
Investoren hielten sich zudem im Vorfeld des am Freitag beginnenden G20-Treffens in Moskau zurück. Es wird erwartet, dass dort unter anderem das Thema Währungsdumping zur Sprache kommt - und Japan in die Kritik geraten könnte, weil das Land mit einer Geldschwemme eine Talfahrt seiner Landeswährung angeschoben und so die Wettbewerbschancen seiner Firmen im Ausland verbessert hatte.
Die Weltbank und auch die russische Zentralbank hatten mit Blick auf die Gefahr, dass andere Staaten nachziehen, vor einem heraufziehenden Währungskrieg gewarnt. Die sieben führenden Wirtschaftsnationen, zu denen Japan gehört, haben sich demonstrativ vor dem Treffen zu freien Wechselkursen bekannt.
Japans Ministerpräsident Shinzo Abe ist offenbar kurz davor, sich auf einen Kandidaten für den Chefsessel der Notenbank des Landes festzulegen. Der Regierungschef werde voraussichtlich in den kommenden Tagen seine Wahl treffen, wen er für den am 19. März freiwerdenden Posten nominieren wolle, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag von mit dem Prozess vertrauten Personen.
Für die Aktienmärkte ist der Yen-Kurs gegenüber dem Dollar ein Gradmesser für die Abwertung der Landeswährung. 2012 fiel der Yen 15 Prozent gegenüber zehn großen Weltwährungen - so viel wie seit 1979 nicht mehr. Dies ergibt sich aus einem Bloomberg-Index.
Die Notierung erfolgt in Yen pro Dollar, etwa: 85 Yen. Wenn dieser Wert steigt, etwa auf 90 Yen, steigt der Wert der US-Währung, und es sinkt der Wert der japanischen Währung.
Die neue japanische Regierung will die Konjunktur ankurbeln. Dafür nutzt sie alle Hebel. Einer davon ist auch die Schwächung der Währung. 2012 fiel der Yen um 11 Prozent gegenüber dem Dollar - so stark wie seit sieben Jahren nicht mehr.
Die japanische Regierung hat ein enormes Konjunkturpaket im Volumen von 20,2 Billionen Yen (173 Milliarden Euro) abgesegnet. Damit sollen unter anderem große öffentliche Bauprojekte im Nordosten des Landes finanziert werden. Rund 600.000 Arbeitsplätze verspricht sich Regierungschef Shinzo Abe davon.
Ministerpräsidenten Shinzo Abe drängt die Notenbank, ihre Geldpolitik weiter zu lockern und so die Fiskalpolitik zu flankieren. Die Zeitung Nikkei zitierte Abe mit den Worten, Japan habe wegen des starken Yen seine Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt. Er wolle, dass die Notenbank sich auch für ein Maximum an Beschäftigung in Japan verantwortlich fühle.
Das Bruttoinlandsprodukt in Japan ist auf Jahresbasis im dritten Quartal um 3,5 Prozent geschrumpft. Ökonomen erwarten, dass es im vierten Quartal 2012 um 0,6 Prozent zurückgegangen ist.
Für das erste Quartal 2013 erwarten Ökonomen wieder ein Wachstum von 1,6 Prozent in Japan.
Die Konjunkturschwäche geht mit einem Wertverfall der Währung einher. Anfang 2013 liegt der Dollar gegenüber mit fast 90 Yen auf dem höchsten Niveau seit Juni 2010, also seit mehr als zweieinhalb Jahren. Gegenüber dem Euro markiert der Yen die niedrigsten Kurse seit Mai 2011, also seit mehr als anderthalb Jahren.
Die Banken rechnen mit einer weiteren Abschwächung des Yen. Damit liegen sie auf einer Linie mit der Regierung, die genau dies fördern will durch ihre Fiskalpolitik.
Morgan Stanley erklärte in einer Analyse, der Dollar könne gegenüber der japanischen Währung noch auf 100 Yen steigen in diesem Jahr. Societe Generale nennt ein Kursziel von 97 Yen bis Jahresende. Bisher ging die Bank von 87 Yen aus. Citibank glaubt, dass der Dollar bis Ende März auf 90 Yen steigt. Zuvor war die Bank von 87 Yen ausgegangen.
Die Exportwirtschaft verweist darauf, dass die japanische Währung noch immer 13 Prozent über seinem Zehnjahres-Durchschnitt liegt. Dieser liegt gegenüber dem Dollar bei 101 Yen. Die Industrie in Japan wünscht sich einen Dollarkurs zwischen 90 and 100 Yen. Das sagt, Hiroshi Tomono, Präsident von Nippon Steel & Sumitomo Metal Corp.
Die fortgesetzte Yen-Abwertung gegenüber den großen Währungen der Welt hilft vor allem den japanischen Exporteuren. Deren Aktien profitieren daher regelmäßig besonders stark, wenn der Yen an Wert verliert.
Das Börsenbarometer Nikkei-Index marschiert im Januar von Rekord zu Rekord. Inzwischen liegen die Aktienkurse auf dem höchsten Niveau seit zwei Jahren.
Favorit für die Nachfolge von Masaaki Shirakawa ist demnach Toshiro Muto. Der 69-Jährige stand bereits 2008 kurz vor seinem Karriereziel und hatte dann gegenüber Shirakawa das Nachsehen. Vor seinem Karriereknick, dem ihm damals die Opposition zufügte, als sie ihn durchfallen ließ, war Muto fünf Jahre stellvertretender Gouverneur der Notenbank gewesen. Er plädiert für umfangreichere und unkonventionelle geldpolitische Maßnahmen und mehr Mut im Kampf gegen die Deflation.
Shirakawa gilt als konservativer Reformer und könnte sich deswegen wohl bei einer radikalen Lockerung der Geldpolitik zurückhalten, wie sie von vielen Investoren am Markt erwartet wird. Muto dürfte auf den traditionellen Pfaden der Geldpolitik bleiben, sagte Norihiro Fujito von Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities.
Nein. Und das dürfte vorerst auch so bleiben, weil Zentralbanken und Regierungen die Zinsen unten halten. Nur so können sie vermeiden, dass Staaten von den Schulden erdrückt werden. Wer die Inflation schlagen will, muss begrenzt Risiken eingehen. Mit Aktien zum Beispiel.
Wann, wenn nicht jetzt? Zehnjähriges Baugeld gibt’s für 2,5 Prozent, von der staatlichen KfW für eine neue Heizung oder ein gedämmtes Dach sogar ab einem Prozent. Auch der Einsatz von Erspartem lohnt: Auf der Bank bringt es kaum Zinsen, und Investitionen für Dämmung und Heizung schützen gut vor Inflation. Die wird stark von Öl-, Gas- und Strompreisen getrieben. Und: Maßnahmen, die Erhalt und Modernisierung dienen, steigern den Wiederverkaufswert.
Am Garantiezins aus alten Verträgen kann die Finanzaufsicht nur im Notfall rütteln. Wer neu abschließt, bekommt 1,75 Prozent auf Beiträge garantiert, nach Abzug von Provision und Kosten. Der Garantiezins orientiert sich an der Rendite von AAA-Anleihen im Schnitt der vergangenen zehn Jahre (zuletzt 3,7 Prozent). 60 Prozent davon können sich Versicherer als Garantiezins noch leisten – etwa 2,2 Prozent. Noch bleibt Luft.
Das Schweizer Bankgeheimnis ist praktisch erledigt, weitere Steuer- CDs können durchaus noch in die Hände der Finanzbehörden geraten. Und: Per Selbstanzeige kommen Steuerhinterzieher relativ milde davon. Das muss aber nicht so bleiben. Nebenbei: Was passiert, wenn Bürger ihre Steuern nicht zahlen, lässt sich in Griechenland besichtigen.
Jedes Elternteil darf jedem Kind alle zehn Jahre bis zu 400.000 Euro steuerfrei schenken. Schön fürs Kind: Es bekommt das Elternhaus schon zu deren Lebzeiten und spart Steuern. Wer seine Villa nur steueroptimiert übertragen, aber selbst noch bewohnen will, sollte vorsichtshalber ein Nießbrauchsrecht eintragen lassen. Mit Kindern kann man sich zer- streiten, Verschenktes aber nur bei „grobem Undank“ zurückfordern. Die Hürden dafür aber sind hoch.
Käme eine deutsche Bank oder Sparkasse in Schieflage, müssten zunächst die Einlagensicherungs-systeme der Geldhäuser die Sparer entschädigen. Doch klar ist: Bei Pleite einer sehr großen Bank oder einer Kettenreaktion wären die Töpfe schnell leer. Unabhängig davon garantiert daher seit Ende 2010 das Gesetz pro Kopf und Bank 100.000 Euro; wer mehr hat, sollte das Geld also auf mehrere Banken verteilen.
Eher nicht. Aktien sind, gemessen an der global schwachen Konjunktur und der Euro-Krise, zwar schon recht weit gelaufen. Und Aktienkurse zieht es nach unten, wenn die Wirtschaft darbt. Aber Investoren suchen Rendite. Sichere Staatsanleihen bringen zu wenig. Aktien solide geführter Konzerne mit guten Dividenden rentieren höher als Anleihen der Unternehmen. Wer Geld übrig hat, steckt einen Teil in solide Aktien.
Die goldene Regel heißt: Setze nie alles auf eine Karte. Das gilt auch für Währungen. Problem: Die Fluchtwährungen, allen voran der Schweizer Franken, sind schon sehr teuer. Ein paar norwegische, schwedische oder kanadische Staatsanleihen aber können Sie Ihrem Depot ruhig beimischen.
Indem Sie sicherstellen, dass sie etwas bekommen, wenn Ihnen etwas zustößt: Unerlässlich ist eine Risikolebensversicherung, für etwa 30 Euro monatlich gibt es im Todesfall 250 000 Euro. Dazu regelmäßig eine feste Summe ansparen, am besten in Aktien für ein Kinderdepot. Vorsichtige schließen noch eine Kinder-Invaliditätsversicherung ab, die greift weiter als eine Unfallpolice.
Kredite sind billig, Konsum kurbelt die Wirtschaft an. Ist Ihr Job sicher, kaufen Sie sich was Schönes, viel Zinsen gibt es sowieso nicht. Bei Immobilien gilt: Auch Niedrigzins-Kredite müssen verlängert und zurückgezahlt werden. In zehn Jahren können die Zinsen viel höher sein. Wer zu wenig tilgt, ist bis zur Rente nicht schuldenfrei. Baukredite also nur so hoch ansetzen, dass Sie die Rückzahlung in einem vernünftigen Zeitraum stemmen können.
Die Preise sind hoch, eigentlich ein guter Zeitpunkt. Aber die Euro-Krise ist nicht gelöst, Sachwerte bleiben gefragt. Wer verkaufen will, braucht vor allem aber einen Plan, wie er das Geld anlegt. Wer es nur auf dem Sparbuch parken möchte, sollte seine vermietete Wohnung behalten. Das gilt erst recht für das Eigenheim – so man sich wohl darin fühlt.
Im Zweifel ja. Wer Gold als Währung betrachtet, kann Papier immer in Edelmetall tauschen, egal, zu welchem Preis. So gesehen ist Gold das einzige Tauschmittel, das Inflation und Währungsreform überlebt hat. Wer davor Angst hat, kauft Gold – als Versicherung.
Kaum. Solange die EZB Banken Geld für 0,75 Prozent gibt, müssen nur kapitalschwache Institute für zwei bis drei Prozent Geld sammeln. Oft greift dann nur die ausländische Einlagensicherung. Bei Pleiten wird es mühsam, an sein Geld zu kommen.
Klar doch, wenn Sie Spaß daran haben – und etwas davon verstehen. Die Angst vor Inflation treibt die Preise von Sachwerten, auch von schönen, nutzlosen, wie Cézanne und Mercedes SL. Aber Vorsicht: Laien werden von Experten übervorteilt. Lassen Sie sich unabhängig beraten, auch wenn das erst mal Geld kostet.
"Investoren gehen davon aus, dass es schwierig werden dürfte, das Inflationsziel von zwei Prozent zu erreichen, ohne dass der Geldhahn drastisch aufgedreht wird. Wir können uns nicht vorstellen, dass Muto etwa ausländische Devisenbestände aufkauft, was die Talfahrt des Yen beschleunigen könnte."
Japan will mit Milliardenhilfen die Entwicklung kostengünstiger Energiequellen fördern. Wie die Wirtschaftszeitung "Nikkei" am Donnerstag berichtete, sind Garantien über bis zu eine Billion Yen (rund acht Milliarden Euro) für entsprechende Investitionsdarlehen geplant. Im Blick habe die Regierung in Tokio vor allem Schiefergasprojekte.
Als erstes dürften drei Konsortien japanischer Unternehmen in den Genuss des Pogramms kommen, die solche Pläne in den USA verfolgen, hieß es. Aber auch Schiefergasvorhaben in Russland, Australien und Afrika sollen demnach unterstützt werden. Das neue Darlehensprogramm werde am Montag von Wirtschaftsminister Toshimitsu Motegi vorgestellt. Verantwortlich dafür solle das Staatsunternehmen Japan Oil, Gas and Metals National Corp (JOGMEC) sein.

Staatskrisen und politischer Wille
Der Tausch einer Währung kann viele Gründe haben. In Deutschland waren es politische, wie beim der Einführung des Euro. Aber auch Inflation wie bei der Einführung der Rentenmark mit drohendem Staatsbankrott könne Gründe für einen Währungswechsel sein. Auch nach Kriegen werden die Geldsorten gewechselt, in Deutschland etwa im Jahre 1948.
Foto: Peter Hintze, ehemaliger CDU-Bundesgeschaeftsführer, stellt ein Plakat zur Euroeinführung vor.

Staatliche Wechselstube
Die Auswirkungen sind enorm und Währungswechsel kommen sehr häufig vor. So erlebte etwa ein Deutscher, der im Jahr 1921 in Leipzig geboren wurde, sechs Währungen. Im Durchschnitt wechselte bei ihm die Währung alle 15 Jahre. Handelsblatt Online zeigt auf den nächsten Seiten die wichtigsten Währungsreformen in Deutschland.

1871 bis 1873
Nach der Gründung des deutschen Reichs aus zahlreichen souveränen Einzelstaaten sollte auch eine einheitliche Währung her. Im Laufe der Jahre tauschten die Deutschen ihre Taler, Gulden und Kreuzer in Mark. Als letztes Land führte Bayern die Mark ein.

1923 bis 1925
Die Hyperinflation in der Weimarer Republik besiegelte das Schicksal der Mark. Wegen des Weltkrieges hatte die Währung bereits mehr als die Hälfte an Kaufkraft verloren. In den Folgejahren verlor die Währung- auch wegen Kriegskosten und Reparationsleistungen drastisch an Wert.

Reichsmark
In der Folge wurde die Mark auf die Renten- und später Reichsmark umgestellt. Der Wechselkurs betrug eine Billion Mark zu einer Reichsmark. Auch wenn die Reichsmark als Goldkernwährung keinen Goldstandard hatte, bewirkte sie eine Entspannung bei der Inflation. Der Währungskurs pendelte sich zum US-Dollar auf den Stand vor 1914 ein. Nach der Machtübernahe der Nazis und im folgenden Krieg stieg das Geldvolumen wieder stark an.

1948 (BRD)
Nach den Verheerungen des Zweiten Weltkrieges wurde in den alten Bundesländern die Deutsche Mark eingeführt. Die Reichsmark hatte keinen Wert mehr, die Deutschen schlugen sich mit Tauschgeschäften durch oder rechneten mit Zigaretten ab.

D-Mark
Die Deutschen konnten ihre neue D-Mark an den Ausgabestellen für Lebensmittelmarken abholen: 40 DM sofort und weitere 20 DM zwei Monate später. Nach der Einführung folgte ein enormer Wirtschaftsaufschwung.
Bild: Am 20. Juni 1948, dem Stichtag der Wahrungsreform in den westlichen Besatzungszonen, drängen sich die Bürger in einer Hamburger Umtauschstelle, um sich die neue Währung auszahlen zu lassen.

Deutsche Mark
Der Bank deutscher Länder folgte die Bundesbank. Als von der Politik unabhängiges Institut sollte sie die Stabilität der Währung sichern. Bis zur Einführung des Euro im Jahr 1999 verlor die Mark rund 25 Prozent an Kaufkraft. Die Inflationsrate betrug durchschnittlich drei Prozent.

1948 -1990 (DDR)
Auch in der sowjetischen Besatzungszone gab es nach dem Zweiten Weltkrieg eine Währungsreform. Die Einwohner der DDR zahlten mit der „Deutsche Mark der Deutschen Notenbank“ (1948 bis 1964), der „Mark der Deutschen Notenbank“ (1964 bis 1967) und der „Mark der Deutschen Demokratischen Republik“ (1968 bis 1990).

„Aktion Blitz“
Die Schwäche der Währung sorgte im Oktober des Jahres 1957 zu einem Austausch der Währung. Um den Bargeldüberhang zu reduzierten gab die Regierung neue Banknoten mit anderen Farben und Wasserzeichen heraus. Die Bürger mussten Beträge über 300 Mark anmelden und auf Sonderkonten einzahlen.
Bild: Walter Ulbricht, damaliger Parteichef der SED und Vorsitzende des Staatsrates der DDR, hält eine Wahlrede im Fernsehen.
Staatskrisen und politischer Wille
Der Tausch einer Währung kann viele Gründe haben. In Deutschland waren es politische, wie beim der Einführung des Euro. Aber auch Inflation wie bei der Einführung der Rentenmark mit drohendem Staatsbankrott könne Gründe für einen Währungswechsel sein. Auch nach Kriegen werden die Geldsorten gewechselt, in Deutschland etwa im Jahre 1948.
Foto: Peter Hintze, ehemaliger CDU-Bundesgeschaeftsführer, stellt ein Plakat zur Euroeinführung vor.





